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Texten alleine reicht nicht

Junge Frau im Sessel mit Notebook surft in einem Online-Netzwerk
Onlineredakteure betreuen längst nicht mehr nur die Homepage ihres Unternehmens, sondern sorgen auch für Content in sozialen Netzwerken.
Foto: Martin Rehm

Onlineredakteur

Texten alleine reicht nicht

Onlineredakteure wie Christian Schwarz (30) müssen nicht nur textsicher sein, sondern immer neue Ideen für interessanten Content, also Inhalt, haben – gerade wenn es um Kundenbindung wie bei seinem Arbeitgeber, den Routerhersteller AVM, geht.

Ob er seinen Router selbst einrichten könne, wurde Christian Schwarz beim Bewerbungsgespräch gefragt. Diese Frage konnte er zum Glück mit Ja beantworten. Denn seit gut zwei Jahren arbeitet er nun in der Onlinekommunikation für den Routerhersteller AVM, der vor allem für die Fritz!Box bekannt ist. Für das Berliner Unternehmen sorgt der Onlineredakteur nicht nur für interessante Inhalte auf der Webseite, sondern auch auf Facebook, Twitter, Google+ oder YouTube. Servicebeiträge kommen seiner Erfahrung nach besonders gut an: „Seit August darf man zum Beispiel auch als Kabelkunde seinen Router frei wählen und muss nicht mehr zwingend die Geräte der Provider nutzen. So ein wichtiges Thema ist natürlich sehr präsent und wir überlegen, wie wir es für unsere Kunden auf welchem Kanal wie aufbereiten“, sagt er.

So finden sich auf der Webseite auch Übersichten, die zeigen, wie man bei den verschiedenen Providern an die nötigen Zugangsdaten kommt. „Diese Inhalte poste ich auch auf den Social-Media-Kanälen und verlinke auf unsere Webseite. Meistens gibt es viele Reaktionen der Communitys, diese Kommunikation übernimmt dann aber ein Support-Team“, erklärt Christian Schwarz.

Onlineredakteur ist nicht gleich Onlineredakteur

Ein Porträt-Foto von Christian Schwarz

Christian Schwarz

Foto: Michael Setzpfandt

Abhängig vom Unternehmen kann der Aufgabenbereich eines Onlineredakteurs enger oder weiter gefasst sein. Bei AVM ist der 30-Jährige etwa auch dafür verantwortlich, im Content-Management-System neue Seiten anzulegen sowie Texte, Bilder und Grafiken einzupflegen. „Zu meiner Arbeit gehört es auch, im Hintergrund, dem sogenannten Backend, das zusammenzubauen, was unsere Besucher später sehen sollen. Dafür musste ich anfangs erstmal den Umgang mit dem Content-Management-System Typo3 lernen, aber jetzt bin ich gut darin“ erklärt er.

Technisches Wissen spiele aber grundsätzlich eine Rolle: „Wir sind ein Hersteller für Heimvernetzung. Eine gewisse technische Affinität muss man da schon mitbringen oder sich eben einarbeiten.“ Für seinen Job brauche man jedoch vor allem ein Gespür dafür, was Kunden und Leser interessiert und wie man Themen attraktiv verpackt. „Gute Texte auf vielfältige Art und Weise zu produzieren, ist dabei das Minimum“, meint er.

Sprache war schon immer sein Ding

Seiner Begeisterung für Sprache und Literatur wollte Christian Schwarz schon immer auch beruflich nachgehen. Studiert hat er in Greifswald, erst Germanistik und Skandinavistik, danach absolvierte er den Master „Sprache und Kommunikation“. Da ihm die Jobaussichten in der Hansestadt wenig aussichtsreich erschienen, zog er noch in der Abschlussphase des Studiums nach Berlin um und bewarb sich um Praktika als Texter – mit Erfolg.

Nach einem sechsmonatigen Praktikum bei einer Marketingagentur wurde er dort übernommen. „Über ein Praktikum den Berufseinstieg zu finden hat sich für mich im Nachhinein als großer Vorteil erwiesen. Man kann erstmal schauen, ob einem die Branche zusagt, und auch für den Arbeitgeber hält sich das Risiko im Rahmen“, sagt der 30-Jährige. Anderthalb Jahre später wechselte er schließlich zu AVM, und als gebürtiger Neustrelitzer fühlt er sich sehr wohl in Berlin. „Im Onlinemarketing sind immer Konzepte und guter Content gefragt, also auch Leute, die gut mit Sprache und Texten umgehen können“, ist Christian Schwarz überzeugt.

abi>> 14.11.2016

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