Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Was gibt’s Neues, Lüneburg?

Ein Mann schreibt in sein Notizbuch. Foto: Meramo Studios
Mit Block, Smartphone und Co.: Redakteure im Online-Bereich beherrschen den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen.
Foto: Meramo Studios

Redakteur im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Was gibt’s Neues, Lüneburg?

Seine Tätigkeit als Journalist und ein Studium führten Torsten Grönemeyer (36) in eine Position als Online-Redakteur der Pressestelle der Stadt Lüneburg, wo er sämtliche Aktivitäten der Stadt kommuniziert.

Seit fast sechs Jahren arbeitet Torsten Grönemeyer in Lüneburg. Seine Aufgabe und die seiner vier Kollegen ist es, die niedersächsische Stadt zu repräsentieren: „Wir vermitteln der Öffentlichkeit die Aktivitäten, die in den einzelnen Fachbereichen und Dezernaten der Stadt sowie im Rat passieren“, erklärt er. Dabei kommuniziert der 36-Jährige hauptsächlich über Online-Medien: „Ich pflege die Inhalte der Website und stimme diese dazu mit den Fachbereichen ab. Die Texte müssen möglichst unbürokratisch klingen.“ Aber auch für den Newsletter, der unregelmäßig zu aktuellen Themen verschickt wird, ist Torsten Grönemeyer zuständig. Darüber hinaus betreut er den Facebook- und den Twitter-Account der Stadt.

Die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der Stadt beschreibt der Online-Redakteur wie folgt: „Das ist wie eine Art Gemischtwarenladen. Da gibt es den Umweltbereich, die Stadtentwicklung sowie Soziales und Bildung. Und natürlich sind Schulen und der Ausbau von Kitas ein großes Thema. Dann haben wir den Kulturbereich mit Musikschule, Stadtarchiv, Ratsbücherei und selbstverständlich das Bürgeramt.“ Für die Vermittlung all dessen, was in diesen Bereichen passiert, ist der 36-Jährige zuständig.

Klarer Standpunkt statt viele Blickwinkel

Ein Porträt-Foto von Torsten Grönemeyer.

Torsten Grönemeyer

Foto: Hansestadt Leipzig

„Der berufliche Hintergrund ist bei allen im Referat ein journalistischer“, erzählt Torsten Grönemeyer. Das macht sich bei der Arbeitsweise bemerkbar: „Wir schreiben im Stil von Journalisten, wie in Tageszeitungen. Natürlich immer aus der Sicht der Stadt – und das unterscheidet unsere Arbeit vom tatsächlichen Journalismus. Wir vermitteln in erster Linie unseren Standpunkt und müssen die Dinge nicht von mehreren Seiten betrachten.“

Um herauszufinden, ob der Journalismus das richtige für ihn sei, machte Torsten Grönemeyer im Anschluss an seinen Zivildienst ein Praktikum bei der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das mündete in eine Mitarbeit als Fester Freier im Lokalteil und im Sportressort. Sein Chef war es, der ihn schließlich ermunterte, ein Studium anzufangen: „Wenn ich bei der Zeitung eine feste Stelle haben will, brauche ich ein abgeschlossenes Studium, hatte er gesagt.“

Mit dem Magister zur Bombenentschärfung

Der Norddeutsche entschied sich für ein Magister-Studium der Politik im Hauptfach und für Neuere Geschichte und Germanistik in den Nebenfächern. Er startete in Osnabrück und arbeitete weiter als Freier bei der Zeitung. „Mit dem Hauptstudium in Hannover nahm ich dann erst einmal Abschied von der Osnabrücker Zeitung“, erzählt der 36-Jährige. Mit seinem Magisterzeugnis bewarb er sich schließlich bei der Stadt Lüneburg.

Und welche Aufgaben fallen in der Öffentlichkeitsarbeit abseits des Alltäglichen an? „Ab und zu besuchen wir Veranstaltungen, und auch an Wahltagen arbeiten wir. Und in den letzten Jahren hatten wir die Aufgabe, 14 oder 15 Bombenentschärfungen auf einem Baugelände in Bahnhofsnähe zu kommunizieren.“ Dafür hatte die Pressestelle ein Bürgertelefon eingerichtet und auf unterschiedlichen Kanälen über den aktuellen Stand der Bombenentschärfung und Evakuierung informiert. Seine Arbeit gefällt Torsten Grönemeyer dabei sehr: „Mein Job ist abwechslungsreich – und immer wieder neu“.

abi>> 04.06.2018

weitere beiträge

  • zu BERUFE.TV (Öffnet sich in neuem Fenster)
  • zu den abi>> Podcasts