Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Politisches Interesse bei Jugendlichen wecken

Detail vom Präsentationsboard mit Computer im Hintergrund.
Als politische Referentin achtet Sabrina Gaisbauer darauf, relevante Themen zielgruppengerecht aufzubereiten.
Foto: Sonja Brüggemann

Referentin für Politik

Politisches Interesse bei Jugendlichen wecken

Sabrina Gaisbauer (27) hat nach ihrem Masterstudium in Politikwissenschaften ein Volontariat bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) absolviert – beim Jugendmagazin „fluter“ und dem Lokaljournalistenprogramm. Inzwischen arbeitet sie dort als Referentin in der Redaktion: Sie recherchiert, schreibt und redigiert.

„Integration“ – so lautet der Titel der 58. Ausgabe des „fluter“, des Jugendmagazins der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Auf über 50 Seiten wird das Thema mit Texten, Bildern und Grafiken durchleuchtet. „Zeit und Raum – wer wo wohnt, ist für Integration eine wichtige Sache“, lautet die Überschrift eines Beitrags.

Geschrieben hat ihn Sabrina Gaisbauer. Die Referentin ist Teil der „fluter“-Redaktion und hat, bevor sie bei der bpb landete, einen Master in Politikwissenschaften an der Universität Münster gemacht. „Ich hatte schon während des Studiums bei Lokalzeitungen und in Pressestellen gearbeitet“, erzählt die 27-Jährige. „So kristallisierte sich relativ früh heraus, dass ich gern in der Medienbranche arbeiten möchte.“

Ein Job an der Schnittstelle

Ein Porträt-Foto von Sabrina Gaisbauer

Sabrina Gaisbauer

Foto: Privat

Noch bevor sie das Studium abgeschlossen hatte, entdeckte sie eine Ausschreibung der bpb für ein zweijähriges Volontariat beim „fluter“ und beim Lokaljournalistenprogramm. Sie bewarb sich – und erhielt prompt eine Zusage. „An diesem Volontariat hat mich neben dem thematischen Schwerpunkt besonders die Schnittstelle zwischen journalistischer und konzeptioneller Arbeit gereizt“, erzählt 

Seit 2015 arbeitet sie nun als Referentin in den beiden Bereichen, in denen sie auch volontiert hat. Zu ihren Aufgaben beim „fluter“, der viermal im Jahr erscheint, gehören die Konzeption, redaktionelle Betreuung und eigene Texte – auch für die zugehörige Online-Plattform „fluter.de“, wo weitere Beiträge erscheinen, die für Jugendliche interessant und gesellschaftlich relevant sind.

Das politische System verstehen

Bis ein „fluter“-Heft fertig ist, hat die Redaktion viel zu tun. Im ersten Schritt befassen sich Sabrina Gaisbauer und ihre Kollegen unter anderem mit folgenden Fragen: Welche Themen sind gesellschaftlich relevant? Wie lässt sich das Thema für die Zielgruppe der 16- bis 22-Jährigen herunterbrechen? Wie kann man die einzelnen Beiträge so zusammenfügen, dass die Gesamtdramaturgie im Heft stimmt? Dabei helfen ihr die Kompetenzen, die sie im Studium erworben hat: „Man muss zum Beispiel wissen, welche politischen Institutionen bei einem bestimmten Thema eine Rolle spielen und welche verschiedenen Positionen zur Debatte stehen.“

Zudem sei es wichtig, die Texte nicht zu trocken, sondern der Zielgruppe entsprechend aufzuarbeiten. Das ist der journalistische Teil ihrer Arbeit – in der Redaktion muss sie aber auch die Texte anderer Autoren redigieren: „Ich checke die Fakten und prüfe, ob inhaltlich alles im Sinne der politischen Bildung dargestellt ist“, sagt sie. Unterm Strich macht ihr der Job großen Spaß, da er sehr vielseitig sei und die Thematik genau ihren Interessen entspreche.

abi>> 09.05.2016