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Eigeninitiative erwünscht

Eine junge Frau arbeitet an einem Computer in einer Rundfunkkabine.
Auf Sendung: Volontäre beim Rundfunksender Deutschlandradio dürfen schon im Volontariat eigene Beiträge produzieren und moderieren.
Foto: Martin Rehm

Volontariat

Eigeninitiative erwünscht

Peter Sawicki (29) ist Volontär beim öffentlich-rechtlichen Rundfunksender Deutschlandradio. 18 Monate lang lernt er in verschiedenen Redaktionen die journalistische Arbeit kennen, produziert eigene Beiträge und moderiert.

Inzwischen ist Peter Sawicki schon ein Dreivierteljahr bei dem Sender. Er wird im journalistischen Handwerk ausgebildet und bekommt Gelegenheit, Neues auszuprobieren sowie sich zu profilieren. Während des Volontariats wurde er bisher in Berlin hauptsächlich in zwei verschiedenen Redaktionen eingesetzt: „Hintergrund Kultur und Politik“ sowie „Aktuelle Kultur und Politik“. Dort produzierte er viele Beiträge und moderierte, zum Beispiel ein politisches Magazin mit unterschiedlicher Ausrichtung (Politik, Wirtschaft, Geschichte, Wissenschaft, Literatur), das täglich ausgestrahlt wird. Hinter dem Mikrofon gesessen hat er auch beim „Nachspiel“, einem feuilletonistischen Sportmagazin mit Fokus auf Hintergrundberichten, Sportpolitik und Breitensport. „Man kann eigene Akzente setzen und Themen bearbeiten, die einen interessieren. Eigeninitiative ist ausdrücklich erwünscht“, erzählt er. Seine Ausbildung findet je zur Hälfte in Köln und Berlin statt, wo der Sender seine Standorte hat. Auch das Außenstudio in Brüssel ist eine Station.

Wichtiger Bestandteil des Volontariats ist die Weiterbildung: In einer vierwöchigen, hausinternen Schulung werden alle journalistischen Formen geübt – Nachrichtenminuten ebenso wie Korrespondentengespräche und Probesendungen. Auf dem Programm steht für die Volontäre zudem ein mehrwöchiges externes Multimedia-Training bei der Deutschen Welle in Bonn.

Zentrale Bewerbungstermine

Ein Porträt-Foto von Peter Sawicki

Peter Sawicki

Foto: privat

Für Interessierte gibt es zentrale Bewerbungstermine für das 18-monatige Volontariat. Wer hier die Ausbildung zum Redakteur beginnen will, muss – wie bei öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und größeren Verlagen die Regel – an einem mehrstufigen Auswahlverfahren teilnehmen. Neben den üblichen Unterlagen, zu denen zwingend ein Studienabschlusszeugnis gehört, gilt es zunächst, eine speziell angefertigte Arbeitsprobe sowie ein Motivationsschreiben abzugeben. Ein breites Allgemeinwissen und vielfaches Interesse sind ebenso wichtige Voraussetzungen. „Im Herbst wurde ich zusammen mit etwa 30 weiteren Bewerbern zu den Auswahltagen eingeladen“, erinnert sich Peter Sawicki. Hier galt es, den schriftlichen Wissenstest, verschiedene journalistische Aufgaben sowie ein Einzelgespräch mit der Auswahlkommission zu meistern.

Seit Januar 2016 ist Peter Sawicki nun Volontär beim Deutschlandradio; sein Einstiegsgehalt orientierte sich am Tarifvertrag und lag bei knapp 1.700 Euro brutto. „Im Journalismus habe ich die beste Möglichkeit gesehen, Debatten anzuregen und zu moderieren und mich auf diese Weise politisch einzubringen. Für das Schreiben hatte ich außerdem schon früh eine große Leidenschaft entwickelt“, beschreibt der 29-Jährige seine Motivation für den Beruf.

Praxiserfahrung mitbringen

Praxiserfahrung hat Peter Sawicki, der im vergangenen Jahr seinen Masterabschluss in Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin gemacht hat, bereits reichlich gesammelt: Praktika bei verschiedenen Medien, Mitarbeit beim Hochschulradio, jahrelange freie Mitarbeit bei seinem jetzigen Arbeitgeber in der Redaktionsassistenz und als Autor. Ähnliche Vorerfahrungen haben auch die anderen vier Volontäre vorzuweisen.

Die Übernahme der Volontäre ist nicht garantiert, wird aber angestrebt. Peter Sawickis Ziel ist es, politischer Berichterstatter, langfristig vielleicht auch Auslandskorrespondent zu werden. Was er Bewerbern raten kann? Sich darüber im Klaren zu sein, warum man Journalist werden will und welche Rolle man anstrebt – und dann einen langen Atem beweisen, Augen und Ohren offen halten und konsequent seinen Weg verfolgen.

abi>> 04.10.2016

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