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Täglich roboten gehen? Gerne!

Vier Roboter schweißen in einer Fertigungshalle eine Kabine für einen Lastkraftwagen zusammen.
Vier Roboter, die in der Automobilindustrie tätig sind. Jede ihrer Bewegungen wurde genau berechnet.
Foto: Christof Stache

Controller

Täglich roboten gehen? Gerne!

Angebote kalkulieren, Analysen erstellen, Budgets planen: Thomas Meßmer arbeitet als Controller bei KUKA in Augsburg. Dort hat der 25-Jährige unter anderem die Produktion von Robotern für die Automobilbranche im Blick.

Für viele Menschen ist die Branche, in der Thomas Meßmer arbeitet, wahrscheinlich eine, die nach Zukunft klingt: Der 25-Jährige ist seit Mai 2018 in seiner Heimatstadt bei einem der Marktführer auf dem Gebiet Robotik und Automation tätig.

Aber der Reihe nach. Aufgewachsen ist Thomas Meßmer im bayerisch-schwäbischen Augsburg. Dort machte er 2012 sein Abitur. „Ich hatte schon immer eine Affinität zu Autos und wollte deshalb auch etwas in Zusammenhang mit dieser Branche machen“, erinnert er sich. Dabei stieß er schnell auf das Unternehmen KUKA, das seinen Hauptsitz in Augsburg hat. KUKA ist ein international tätiger Automatisierungskonzern und zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Robotik sowie Anlagen- und Systemtechnik – auch für die Automobilbranche.

Einstieg übers Praktikum

„Sobald man sich mit der Produktion von Kraftfahrzeugen auseinandersetzt, begegnet man unweigerlich den orangefarbenen KUKA-Robotern aus Augsburg“, bestätigt Thomas Meßmer. „Wenn man dann auch noch in Augsburg geboren ist, ist ‚Robotik und Automation‘ natürlich ein Begriff.“

Thomas Meßmer hatte die Branche früh im Blick. Für sein Studium entschied er sich dennoch für ein wirtschaftliches Fach: An der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Neu-Ulm absolvierte er einen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre.

Während des Studiums sei Automation ein wichtiger Begriff gewesen, berichtet der 25-Jährige, auch wenn es weniger um die technische Seite, sondern mehr um die wirtschaftliche Betrachtung ging. Richtungsweisend war schließlich ein Praktikum, das er im Jahr 2016 bei KUKA absolvierte: Ein halbes Jahr lang arbeitete der BWL-Student damals im Bereich „Finance & Controlling“. Besonders gut gefielen ihm dabei die analytischen Aufgabengebiete und die damit verbundene Verantwortung. Außerdem knüpfte er wichtige Kontakte für seinen Berufseinstieg.

Kein Tag ist gleich

„Ich bin Controller für den Bereich Automotive für den Wirtschaftsraum Europa, Arabien und Afrika.“ Was das genau bedeutet? „Einfach ausgedrückt: Ich habe ein Auge auf das Roboter- und Linearachsengeschäft mit großen Automobilherstellern.“ Dabei muss er für einzelne Projekte Angebote kalkulieren, Analysen erstellen und Budgets planen.

„Im Grunde genommen ist kein Tag gleich“, sagt er. Der Job bestehe nur zu einem gewissen Anteil aus wiederkehrenden Tätigkeiten. „Somit begegne ich immer wieder neuen Aufgabenstellungen, die gerade für mich als noch relativ neuen Mitarbeiter stets herausfordernd sind.“ Genau das macht ihm aber auch Spaß, weil die Arbeit dadurch vielseitig bleibt.

Schnell in der Praxis gelernt

Das BWL-Studium bereitete ihn zwar nicht auf die technischen Aspekte seines Jobs vor. Er habe dann aber in der Praxis relativ schnell gelernt, aus welchen Bestandteilen ein Roboter grob besteht und für welche Automationsanwendung die einzelnen Robotertypen verwendet werden können. „Ich denke, gerade für jemanden wie mich, der hauptsächlich mit Zahlen arbeitet, ist es wichtig zu wissen, welche Produkte und Dienstleistungen hinter den Berechnungen und Daten stecken“, findet er.

Die Wahl seines Jobs war für Thomas Meßmer die richtige Entscheidung. „Ich arbeite in einem Unternehmen, das Teil einer zukunftsweisenden Branche ist und zu den größten Akteuren am Markt gehört.“ Beruflich will er sich dort stets weiterentwickeln. „Doch wo genau das hinführen wird, kann ich heute noch nicht sagen.“

abi>> 08.10.2018