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Was Kunden wollen

Susanne Siegert führt eine Marktbefragung durch
Auszubildende im Bereich der Markt- und Sozialforschung sollten neben einem Text- und Zahlenverständnis auch gute Fremdsprachenkenntnisse mitbringen.
Foto: Ria Kipfmüller

Fachangestellte/r für Markt und Sozialforschung: Hintergrund

Was Kunden wollen

Herausfinden, was andere wissen müssen – das ist kurzgefasst das Ziel von Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung. Sie kommen etwa dann zum Einsatz, wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, Politiker erfahren möchten, was ihre Wähler denken, oder ein Dienstleister sich für die Zufriedenheit seiner Kunden interessiert.

Seit 2006 gehört der Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung zu den anerkannten Ausbildungsberufen in Deutschland. Insgesamt 708 Ausbildungsverträge wurden seit 2006 abgeschlossen. Die meisten Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein. „Die dreijährige Ausbildung bietet Abiturienten, die in die Markt- und Sozialforschung gehen möchten, eine Alternative zur akademischen Laufbahn“, erklärt Bettina Klumpe, stellvertretende Vorstandvorsitzende des Arbeitskreises deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. und Managing Director des Marktforschungsunternehmens GfK MCR.

Vielfältige Aufgaben, hohe Anforderungen

Ein Porträt-Foto von Bettina Klumpe

Bettina Klumpe

Foto: Fotostudio Romika Werneke

„Von der Angebotserstellung bis hin zur Präsentation – Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung sind bei allen Schritten eines Marktforschungsprojekts beteiligt“, erklärt Bettina Klumpe. Sie bereiten Umfragen vor, führen Interviews, sammeln Daten, werten diese Informationen anschließend aus und präsentieren sie ihren Auftraggebern. Spezielle Software für Marktforschung kommt dabei ebenso zum Einsatz wie Statistikprogramme.

So vielfältig die Aufgaben sind, so anspruchsvoll sind auch die Voraussetzungen: Gefragt sind Recherchefertigkeiten, mündliches sowie schriftliches Ausdrucksvermögen, Text- und Zahlenverständnis und eine hohe Leistungs- und Einsatzbereitschaft. Da man auch internationale Marktstudien verstehen und sich mit internationalen Unternehmen verständigen muss, werden häufig gute Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt. Daneben sind organisatorische Fähigkeiten genauso wichtig wie Serviceorientierung und sehr sorgfältiges und konzentriertes Arbeiten. „Nicht zuletzt sollte der Auszubildende eine hohe Affinität zu den neuen digitalen Medien und Techniken aufbringen, hohe Motivation zeigen und Spaß an Neuem haben“, sagt Bettina Klumpe.

Kommunikations- und Präsentationstechniken

Die duale Berufsausbildung teilt sich in einen praktischen und einen schulischen Teil. Der praktische Part findet beispielsweise in Marktforschungsinstituten, Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit eigener betrieblicher Marktforschung, Werbeagenturen sowie Forschungseinrichtungen statt, die in der empirischen Sozial- und Wirtschaftsforschung tätig sind. Parallel dazu werden in regelmäßigen Abständen meist blockweise an einer Berufsschule Marketing, Wirtschaft, Datenschutz sowie Kommunikations- und Präsentationstechniken unterrichtet. Sechs regionale Berufsschulschwerpunkte bieten derzeit die Ausbildung an: Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Nürnberg.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE

http://jobboerse.arbeitsagentur.de

Initiative Markt- und Sozialforschung e.V.

www.deutsche-marktforscher.de

ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V.

www.adm-ev.de

BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforschung e.V.

http://bvm.org/home

abi>> 31.08.2016