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Alle Fäden in der Hand

Junge Frau überblickt Lagerhalle
Alles im Blick: Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung organisieren die Lagerung und den Transport von Waren.
Foto: Martin Rehm

Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung

Alle Fäden in der Hand

Im Alter von gerade mal 30 Jahren leitet Sonja Benthien einen von drei Standorten des Speditionsunternehmens Sander in Itzehoe (Schleswig-Holstein). Dafür hat die gelernte Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung hart gearbeitet.

Sonja Benthien hatte bereits früh ihre berufliche Zukunft im Blick und wechselte als Gymnasiastin zu Beginn der Oberstufe auf eine Schule mit kaufmännischer Ausrichtung. Bei ihrem Vorstellungsgespräch 2004 bei der Spedition Sander machte sie deutlich, dass es ihr Ziel ist, sich beruflich stets weiterzuentwickeln: „Ich habe mich während meiner Ausbildung ganz gut angestellt, denn gegen Ende wurde mir eine zweijährige Weiterbildung zur Verkehrsfachwirtin angeboten.“ Diese Förderung hat sich ausgezahlt. Mit der Qualifikation in der Tasche arbeitete Sonja Benthien weiter im Unternehmen als kaufmännische Mitarbeiterin im Qualitätsmanagement. Der Itzehoer Standort der Sander GmbH ist mit rund 70 Mitarbeitern ein Sammelgutspediteur mit eigenem Fuhrpark und festangestellten Fahrern. In Deutschland und Europa arbeitet die Firma mit Partnern zusammen. Transportiert werden Sendungen jeglicher Art. „Alles außer Tieren, radioaktiver Fracht und gekühlten Lebensmitteln“, erklärt Sonja Benthien.

Führungsposition mit Ende 20

Ein Porträt-Foto von Sonja Benthien

Sonja Benthien

Foto: Privat

Vor zwei Jahren dann kam die Beförderung zur Speditionsleiterin der Niederlassung Itzehoe. „Das war toll“, erinnert sich die heute 30-Jährige. „Das Unternehmen, bei dem ich als Auszubildende angefangen hatte, übertrug mir mit Ende 20 viel Verantwortung. Ich hatte einen Heidenrespekt vor der Aufgabe – aber auch wahnsinnig Lust darauf.“ Gerade Führungspositionen seien in der Logistikbranche häufig mit Männern besetzt, merkt sie an. Doch die junge Frau weiß sich zu behaupten.

Auf Sonja Benthiens Schreibtisch laufen viele Fäden zusammen. Sie ist zuständig für das Fahrpersonal, die Lagermitarbeiter, das kaufmännische Personal sowie die Auszubildenden. „Ich kümmere mich um Umstrukturierungen, Kontrollen und Qualitätsmanagement. Außerdem bin ich für Neueinstellungen verantwortlich.“ Seien es Probleme bei der Abfertigung oder statistisches Reporting bei der Geschäftsleitung – Sonja Benthien ist in allen Belangen die richtige Ansprechpartnerin.

Der erste Schritt: die Ausbildung

Und wie erreicht man solch eine Führungsposition? „Eine Weiterbildung oder ein Aufbaustudium kann die Chancen erhöhen. Für mich allerdings war die Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung der erste Schritt in die richtige Richtung. Eine Ausbildung hat einfach einen höheren Praxisbezug, von dem ich in meiner heutigen Position profitiere.“

Während ihrer Ausbildungszeit hat sie sämtliche Abteilungen und Stationen durchlaufen und dort viel gelernt, das sie nach wie vor in ihrem Berufsalltag anwendet. „Aufgrund meines Werdegangs kann ich vieles besser einschätzen, weil ich jede Abteilung genau und aus persönlicher Erfahrung kenne.“ Wichtig für den vielfältigen, aber auch fordernden Job, den Speditionskaufleute ausüben, findet Sonja Benthien die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck gut arbeiten zu können und stressresistent zu sein.

abi>> 01.10.2015