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Im Dienste der Nachhaltigkeit

Container
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Logistiker kümmern sich um die pünktliche Lieferung der Ware.
Foto: Martin Rehm

Logistiker im Einkauf

Im Dienste der Nachhaltigkeit

Einfach hat Martin Brennecke (36) es sich nicht gemacht: Erst machte er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann und hängte nach einigen Jahren Berufspraxis noch Bachelor und Master dran. Heute ist er als Einkaufsleiter in einem mittelständischen Logistikunternehmen tätig und macht sich für ökologische Nachhaltigkeit stark.

Sein Interesse für Flugzeuge und Luftfracht wurde ihm quasi in die Wiege gelegt: Martin Brennecke wuchs in Rüsselsheim in der Nähe des Frankfurter Flughafens auf und sah täglich die beeindruckenden Flieger im Himmel verschwinden. Zwar wusste er lange Zeit nicht genau, was er nach der Schule machen sollte. Doch dann entschied er sich für das Naheliegende und begann mit 20 Jahren eine Ausbildung zum Speditionskaufmann – heute „Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung“. Nach der Ausbildung arbeitete er sechs Jahre lang im Bereich Luftfracht am Frankfurter Flughafen.

Von der Luftfracht zum Nachhaltigkeitsmanagement

Ein Porträt-Foto von Martin Brennecke

Martin Brennecke

Foto: Harld Schukraft

Doch mit 28 Jahren wurde ihm klar, dass er sich weiterentwickeln wollte. Seine Entscheidung für einen Bachelor in „Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik“ an der Hochschule Heilbronn sei der nächste Schritt auf der Karriereleiter gewesen. Den Master machte Martin Brennecke auch noch: „Business Administration in Transport & Logistics“, ebenfalls in Heilbronn. Seine Masterarbeit schrieb er zum Thema „Nachhaltigkeitsmanagement in mittelständischen Unternehmen“ in Zusammenarbeit mit der Fritz Gruppe – und so ist er auch an seinen heutigen Job als Einkaufsleiter gekommen.

„Ich mag meinen Job, er ist sehr abwechslungsreich“, erzählt Martin Brennecke. Unter anderem sei er für die Beschaffung sämtlicher logistikspezifischer Betriebsmittel zuständig. Dazu zählen neben einfachen Arbeitsmitteln auch Gabelstapler oder andere spezielle Gerätschaften. Auch stattet er die Lkw mit sogenannten Ladungssicherungssystemen aus, die die Waren fest mit dem Lkw verbinden.

Wichtig sei in seinem Job, dass man schnell auf kurzfristige Änderungen reagieren könne. „Man muss sich immer im Klaren darüber sein, was Priorität hat – und im Blick haben, dass die richtige Menge der Ware zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort gelangt.“ Besonders der Warenaus- und -eingang müsse gesichert sein. Wenn zum Beispiel mal eine Verladerampe kaputt sei oder es defekte Gabelstapler gebe, müsse das sofort repariert werden, damit der Warenfluss nicht stockt. Die dafür zuständigen Dienstleister beauftragt er ebenfalls.

Grüne Logistik – Markt der Zukunft

„Grüne Logistik, das ist ganz klar ein Zukunftsmarkt“, sagt der studierte Logistiker. Seinem Arbeitgeber sei ein moderner Fuhrpark wichtig: „Unsere Fahrzeuge sind Lkw mit Abgasnorm Euro 5 oder 6“, erzählt er. Auch achte man darauf, die Stromversorgung zu drosseln – ein Großteil der Lagerhallen sei etwa mit LED-Lampen ausgestattet –, den Müll zu trennen oder mit einer Photovoltaikanlage eigenen Naturstrom zu gewinnen. Und schließlich würden mithilfe von modernen Telematik-Systemen die Auslastung der Lkw vom Büro aus optimiert und unnötige Leerfahrten vermieden.

Den Berufsweg des Logistikers würde Martin Brennecke immer wieder wählen: „Es ist meiner Erfahrung nach ein internationaler Arbeitsmarkt. Was mir persönlich am wichtigsten ist: Man hat täglich mit Menschen zu tun.“

abi>> 07.09.2016