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Weltweit aufgestellt

Ein Programm ist am Computer geöffnet, durch das freie Container angezeigt werden.
Dank eines speziellen Computerprogramms können Schifffahrtskaufleute unter anderem einsehen, welche Container gerade zur Verfügung stehen.
Foto: Stefan Malzkorn

Schifffahrtskauffrau

Weltweit aufgestellt

Wenn eine Norddeutsche, die mit dem Hamburger Hafen vor der Haustür aufgewachsen ist, sich für ferne Länder und fremde Sprachen interessiert, liegt die Entscheidung, eine Ausbildung in der Schifffahrtsbranche zu machen, fast schon nahe. So erging es Saskia Boljahn. Mittlerweile arbeitet die 21-jährige Schifffahrtskauffrau bei Hapag-Lloyd in der Abteilung Container-Steuerung.

Saskia Boljahns Aufgabe ist es, die weltweite Verfügbarkeit von Containern zu gewährleisten. „Wenn ein Farmer beispielsweise mit unserer Reederei Bananen von Ecuador nach Hamburg transportieren möchte, damit sie dort im Supermarkt verkauft werden können, müssen wir sicherstellen, dass vor Ort zum gewünschten Zeitpunkt ein Kühlcontainer zur Verfügung steht“, erzählt die Schifffahrtskauffrau. Geht die Ladung in Hamburg von Bord, klärt sie im Anschluss, ob der Container unmittelbar wieder mit Gütern befüllt werden kann. „Leertransporte sind immer mit einem finanziellen Aufwand verbunden. Daher ist ein effizienter Einsatz der Containerflotte unser übergeordnetes Ziel“, erklärt Saskia Boljahn.

Verhandlungsgeschick und Selbstbewusstsein

Ein Porträt-Foto von Saskia Boljahn

Saskia Boljahn

Foto: Rainer Horn

Wenn kurzfristig viele Waren transportiert werden müssen, kümmert sich die 21-Jährige außerdem um die Anmietung externer Container. Hierfür muss sie zunächst den Bedarf ermitteln, verschiedene Angebote einholen und mit den Firmen verhandeln: Wo und wann werden die Container angemietet? Wann sollen sie zurückgegeben werden? Und zu welchen Konditionen? Für diese Gespräche sind Verhandlungssicherheit und selbstbewusstes Auftreten ein Muss. „Am Ende geht es aber vor allem darum, dass beide Seiten zufrieden sind – eine Win-Win-Situation ist das Optimum, schließlich wird man auch in Zukunft noch miteinander arbeiten“, gibt die Schifffahrtskauffrau zu bedenken.

Auslandserfahrungen weltweit

„Ich wollte immer in einem weltweit aufgestellten Unternehmen arbeiten, da ich mir gut vorstellen kann, später für einige Jahre ins Ausland zu gehen. Schon während meiner Ausbildung bei Hapag-Lloyd habe ich sechs Wochen in unserer Niederlassung in Barcelona verbracht. Mit der Berufsschulklasse haben wir Kurzpraktika in Shanghai, Taipeh und Hongkong gemacht. Auch die Fahrt auf einem unserer Containerschiffe zählte zu den prägenden Erlebnissen“, berichtet Saskia Boljahn. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau, die sie in der Fachrichtung Linienfahrt absolviert hat, wurde sie Anfang 2015 von ihrem Arbeitgeber übernommen und ist seitdem in der Abteilung Container-Steuerung beschäftigt.

Dort hat die Hamburgerin ihre favorisierte Stelle innerhalb des Konzerns gefunden – mit ihrer Tätigkeit als Schifffahrtskauffrau eine Traumstelle mit Perspektive. Kommendes Jahr will sie ein berufsbegleitendes Studium beginnen. „Welcher Studiengang es genau werden wird, ist allerdings noch nicht ganz sicher“, sagt Saskia Boljahn.

abi>> 02.07.2015

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