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„In der Pharmazie kommen alle Naturwissenschaften zusammen“

Situation im Labor an einer Waage. Zwei Hände mit Handschuhen geben ein Pulver von einem Löffel in einen Plastikbehälter.
Nicht nur in der Patientenberatung sind Apotheker tätig. Sie stellen auch Medikamente her.
Foto: Meramo

Apothekerin

„In der Pharmazie kommen alle Naturwissenschaften zusammen“

Apotheker sind Experten für Arzneimittel – denn sie wissen sowohl wie Medikamente auf Menschen wirken als auch wie die Substanzen untereinander reagieren. Wer den anspruchsvollen Beruf ergreifen möchte, braucht ein sehr gutes Abitur, um das Studium der Pharmazie ohne Wartezeit aufnehmen zu können. So wie Lena Winter (28) aus München.

„Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis macht‘s, dass ein Ding kein Gift sei“, schrieb der schweizerisch-österreichische Arzt, Alchimist, Astrologe, Mystiker und Philosoph Paracelsus schon im 16. Jahrhundert. Um die richtige Dosis bei den Medikamenten kümmert sich Lena Winter. Das nötige Know-how dafür hat sie sich während ihres Studiums der Pharmazie an der Ludwigs-Maximilians-Universität München angeeignet. Heute arbeitet die 28-Jährige als Apothekerin in einer großen öffentlichen Apotheke in München, wo sie bereits Teile der Personalverantwortung innehat – von der Planung bis zum Mitarbeitergespräch.

„Chemie und Mathe haben mir schon in der Schule viel Spaß gemacht“, erinnert sie sich. Nach dem Abitur bekam sie sofort einen Studienplatz und absolvierte ihre Ausbildung zügig und mit besten Noten in den drei Prüfungsabschnitten des Staatsexamens. „In der Pharmazie kommen alle Naturwissenschaften zusammen“, schwärmt sie. Gefallen hat ihr außerdem, dass sie schon während ihres Studiums einen konkreten Beruf vor Augen hatte – was in anderen naturwissenschaftlichen Fachrichtungen nicht immer der Fall ist.

Freude am Umgang mit Menschen

Doch nicht nur das Fachliche reizt Lena Winter. Sie geht auch gerne mit Menschen um und steht Patienten mit kompetentem Rat zur Seite. Dazu gehört, dass sie sich die Rezepte ihrer Kunden ganz genau ansieht und bei Unklarheiten auch mal zum Hörer greift, um beim behandelnden Arzt nachzufragen. Oft berät sie auch Patienten, die Medikamente von verschiedenen Ärzten verschrieben bekommen und deren Mixtur Wechselwirkungen auslösen kann. Dann erklärt sie, wie die Präparate am besten einzunehmen sind und rät, noch einmal einen Arzt zu befragen.
Neben dem Alltag in der Apotheke besucht sie regelmäßig Fachveranstaltungen wie Kongresse oder Tagungen von Fachgesellschaften. Ihr Lieblingsthema dabei ist die „geriatrische Pharmazie“, die sich mit der Medikation im Alter beschäftigt, welche Probleme es dabei gibt und was zu berücksichtigen ist.

Weiterbildung zur Fachapothekerin

Konkrete Zukunftspläne schmiedet Lena Winter noch nicht, doch sie kann sich vorstellen, irgendwann selber eine Apotheke zu übernehmen. In der Zwischenzeit strebt sie weiter nach Fachwissen: Im Frühjahr 2016 begann sie berufsbegleitend eine Weiterbildung zur Fachapothekerin in „Klinischer Pharmazie“, die drei Jahre dauert. Damit möchte sie besonders ihre Kenntnisse in der Pharmakotherapie, also der Behandlung von Krankheiten mit Medikamenten, vertiefen – ein Gebiet, das ihrer Meinung nach im Studium zu kurz kam.

abi>> 15.12.2017