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Allrounder in Sachen Nachhaltigkeit

Gelbe Säcke liegen auf einem Recyclinghof.
Auf dem Recyclinghof werden aus scheinbarem Abfall wertvolle Rohstoffe gewonnen.
Foto: Mathias Lange

Assistent der Geschäftsleitung bei Remondis

Allrounder in Sachen Nachhaltigkeit

Gestern die Streckenplanung für Gelbe Säcke auf die Beine gestellt, heute an einem Genehmigungsantrag getüftelt – der Berufsalltag von Stephan Brändle (27) als Assistent der Geschäftsleitung beim Recycling- und Service-Unternehmen Remondis hat viele Gesichter.

„I ch war bereits in der Schule vielseitig interessiert – insbesondere an den Themen Nachhaltigkeit und Stoffkreisläufe. Mich faszinierte die Idee, aus dem, was andere wegwerfen, etwas zu machen“, erklärt Stephan Brändle. Bei einer Internetrecherche stieß er auf den Studiengang Entsorgungsingenieurwesen an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen: „Mir gefiel das Konzept des relativ kleinen Studiengangs. Nach einem Gespräch mit der Studienberatung habe ich mich dafür entschieden.“

Nach dem Bachelorabschluss 2012 nahm er dort ein Masterstudium auf, das er im März 2015 abschloss. „Vom dritten Semester an arbeitete ich als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Aufbereitung und Recycling. Dort lernte ich, mein theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen“, erinnert sich der Ingenieur.

Aufgabenprofil mit Technik und Wirtschaft

Gegen Ende seines Studiums stieß Stephan Brändle auf eine Anzeige von Remondis für eine Trainee-Position. „Die Verbindung von technischen und wirtschaftlichen Aufgaben hat mich sofort interessiert“, erinnert er sich. Im April 2015 startete er als Trainee in der Assistenz der Geschäftsleitung der Remondis-Regionalgesellschaft Süd ins Berufsleben.

Ein Porträt-Foto von Stephan Brändle

Stephan Brändle

Foto: Privat

Die ersten sechs Monate verbrachte er in Freiburg, wo es um die operative Einbindung eines zugekauften Unternehmens ging. „Zu meinen Aufgaben gehörten technische Themen wie die Instandsetzung von Anlagen. Gleichzeitig war ich intensiv in die Bereiche Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit eingebunden“, schildert er sein Arbeitsspektrum. Dabei kümmerte er sich beispielsweise darum, dass die Anlagen umweltschutzrechtliche Richtlinien erfüllen, und betreute Genehmigungsverfahren.

Mit LKW-Fahrern und Niederlassungsleitern

Seit Oktober 2015 arbeitet Stephan Brändle am Standort Reichenbach bei Stuttgart. Remondis hat dort in zwei Landkreisen den Auftrag gewonnen, den „Gelben Sack“ zur Entsorgung von Kunststoffabfällen abzuholen. Der Ingenieur organisiert den reibungslosen Übergang vom vorherigen Service-Unternehmen: „Im Mittelpunkt steht die Logistik. Ich habe mich unter anderem um die Streckenplanung der einzelnen Sammelgebiete gekümmert.“ Dabei arbeitet er mit Kollegen aus fast allen Firmenbereichen eng zusammen – vom LKW-Fahrer bis zum Niederlassungsleiter. „Um einen realistischen Eindruck von der Praxis zu erhalten, bin ich sogar hin und wieder mit den Sammelfahrzeugen mitgefahren“, schildert er diese Zeit. „Genauso saß ich zwei Wochen am Kunden-Telefon, um deren Anliegen direkt mitzubekommen.“

Wichtig ist Kommunikationsfähigkeit

Angesichts dieser Aufgabenvielfalt liegt das Anforderungsprofil auf der Hand: „Neben fachlichem Können, viel Flexibilität und einem gewissen Maß an Belastbarkeit, ist ein angemessenes Kommunikations- wie Einfühlungsvermögen entscheidend“, schildert Stephan Brändle.

Bis zum Ende seiner Trainee-Zeit im September 2016 wird er noch weitere Unternehmensbereiche durchlaufen, darunter das Controlling und den Großkundenvertrieb. „Bei der Auswahl der Trainee-Stationen kann ich auch eigene Vorstellungen einbringen“, erklärt er. Für die nachfolgende Zeit wünscht er sich: „Ich würde gerne meine wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnisse erweitern.“ Eine gute Ergänzung zu seinem technischen Hintergrund.

abi>> 31.03.2016