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Alles frisch und sauber

Junger Mann wiegt das fertige Schokoladenprodukt.
Regelmäßige Kontrolle: Lebensmitteltechnologen kümmern sich um die Einhaltung von Qualitäts- und Hygienestandards.
Foto: Nicole Schwab

Lebensmitteltechnologin

Alles frisch und sauber

Ihr prüfender Blick ist wichtig bei Ritter Sport: Um die Qualitätsstandards für die Produktion der beliebten quadratischen Schokolade zu gewährleisten, führt Franziska Röhl (27) regelmäßig Hygienekontrollen und Trinkwasseruntersuchungen durch. Zusätzlich schult sie regelmäßig die anderen Mitarbeiter in Sachen Hygiene.

„Meine Kernkompetenz ist Fabrikhygiene“, sagt Franziska Röhl. Seit Februar 2014 ist die 27-jährige Lebensmitteltechnologin bei Ritter Sport in Waldenbuch tätig – anfangs für sechs Monate als Praktikantin. Im Anschluss daran schrieb sie in der Abteilung Produktion ihre Masterarbeit über Trockeneis-Reinigungsverfahren. Im Juli 2015 folgte die Festanstellung: Seitdem arbeitet Franziska Röhl in der Abteilung Qualitätssicherung und führt im Unternehmen regelmäßig Hygienekontrollen bei den Produktionsanlagen, den Mitarbeitern und dem verwendeten Trinkwasser durch.

Abwechslungsreiche Tätigkeit

Ein Porträt-Foto von Franziska Röhl

Franziska Röhl

Foto: Ritter Sport

Franziska Röhls Arbeitstag beginnt stets mit der sogenannten Morgenrunde. „Dann bespreche ich zusammen mit meinen zwei Teamkollegen alle Themen, die tagsüber so anstehen. Mittags setzen wir uns nochmal zusammen. So sind wir immer alle auf dem gleichen Stand. Denn jeder von uns hat einen anderen Aufgabenbereich und manchmal müssen wir uns auch gegenseitig vertreten.“ Zu Franziska Röhls Aufgabenbereich zählt die Fabrikhygiene: Diese umfasst zum einen die regelmäßige Kontrolle von Anlagen aber auch die der Mitarbeiter. Etwa 60 Mitarbeiter pro Monat werden beispielsweise per Röhrchentest auf ihre Händehygiene untersucht. Franziska Röhl plant und koordiniert all diese Kontrollen. „Die Durchführung der mikrobiologischen Tests mache aber nicht ich, obwohl ich das in meinem Studium und während meines Praktikums bei Ritter Sport in der Fabrikhygiene gelernt habe, sondern unsere dafür zuständige Sachbearbeiterin. Ab und zu führe ich die Tests zwar auch selbst durch, die meiste Zeit jedoch „verwalte“ und koordiniere ich diese nur.“

Franziska Röhl erhält dazu nach den Tests alle Ergebnisse und wertet diese im mikrobiologischen Labor von Ritter Sport aus, um dann gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten. „Sobald es eine mikrobiologische Auffälligkeit bei der Hygienekontrolle gibt, muss gehandelt werden“, erklärt die Lebensmitteltechnologin. Zusätzlich zu den Routinekontrollen untersucht sie zwei Mal im Jahr auch das von Ritter Sport verwendete Trinkwasser. Dafür entnimmt sie zusammen mit einem Kollegen aus der Technik-Abteilung verschiedene Trinkwasserproben und schickt sie an ein externes Labor. „Da ich auch Maßnahmen wie die Sperrung eines Trinkwasserzugangs oder das Gespräch mit einem Mitarbeiter einleiten kann, ist es wichtig, dass ich mich eng mit den anderen Abteilungen abstimme.“ Und auch wenn eine Anlage mal eine Störung hat, werden sie oder ihre beiden Kollegen gerufen.

Studiert hat die 27-Jährige an der Hochschule Neubrandenburg. Dort hat sie den Bachelor in Lebensmitteltechnologie und einen Master of Science in Lebensmittelproduktion absolviert. Während ihres Studiums verbrachte sie ein sechsmonatiges Praxissemester im Molkereibetrieb Friesland Campina in Heilbronn und war als Bachelorandin und Werkstudentin bei der Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH in Neubrandenburg tätig. Dort sammelte sie wichtige Praxiserfahrungen im Lebensmittel-Bereich.

Tolle Atmosphäre

An ihrem Arbeitgeber Ritter Sport schätzt Franziska Röhl vor allem den sehr persönlichen und wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeitern. So erhalten sie und ihre Kolleginnen und Kollegen zum Beispiel viele „Goodies“, wie die Finanzierung von Sport- oder Massageangeboten im Haus oder ein nettes Schokoladenpräsent zu Weihnachten. Einmal im Jahr feiert die Unternehmensleitung mit ihren Mitarbeitern ein großes Fest. „Bei Ritter Sport herrscht eine sehr familiäre und trotzdem internationale Atmosphäre“, erzählt die 27-Jährige. „Man spürt sofort, dass es ein familiengeführtes Unternehmen ist. Hier geht es viel persönlicher und nicht so hektisch zu, wie etwa in einem großen Konzern.“ Auch sei es ein großer Vorteil, dass fast alle Abteilungen an einem Standort sind. „Wenn ich mal etwas von Kollegen aus der Produktion, der Technik oder der Personalabteilung brauche, sind diese direkt vor Ort. Dadurch ist auch der Umgang mit meinen Kollegen viel persönlicher.“

abi>> 31.08.2017