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Wegweiser durch die Wetterphänomene

Computer mit Landkarte.
Anhand verschiedener Variablen, zum Beispiel der Windrichtung, erarbeitet Christa Stipp ein Gesamtbild der Wetterlage in Deutschland.
Foto: Gerhard Blank

Meteorologin

Wegweiser durch die Wetterphänomene

„Wie wird denn das Wetter?“ Eine Frage, die sich täglich Millionen Menschen stellen – vor allem beim Blick in den Kleiderschrank oder bei der Planung einer Reise. Die Antwort liefert Christa Stipp; die 25-Jährige ist Meteorologin und Moderatorin in der ZDF-Wetterredaktion.

„I ch befasse mich mit den Prozessen hinter Wetterphänomenen und habe durch die Vorhersagen immer auch einen Bezug zum Alltag“, erzählt Christa Stipp, die seit Februar 2015 beim ZDF angestellt ist. Seit Juli moderiert die Meteorologin außerdem Wettersendungen im Fernsehen. Ihr Arbeitstag beginnt mit der Auswertung von Wettermodellen. Diese werden dem Sender vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und anderen Anbietern aus dem In- und Ausland zur Verfügung gestellt. Anhand verschiedener Variablen, zum Beispiel dem Luftdruck oder der Windrichtung, erarbeitet Christa Stipp ein Gesamtbild der Wetterlage in Deutschland und der Welt. „Das ist aber erst der Anfang. Danach muss ich mir überlegen, wie ich das Ergebnis in der Sendung präsentieren könnte. Dafür werden beispielsweise Besonderheiten der Wetterlage und Veränderungen zu den Vortagen herausgefiltert“, berichtet sie.

Ein Porträt-Foto von Christa Stipp

Christa Stipp

Foto: Rico Rossival

In ihrem Berufsalltag übernimmt die Meteorologin neben der wissenschaftlichen Arbeit auch viele redaktionelle Aufgaben. „Zusätzlich zur Vorhersage berichten wir über aktuelle Wetterphänomene, zeigen Wetterbilder von Zuschauern oder analysieren Langzeittrends.“ So vertont sie etwa Beiträge, schneidet Bilder oder bearbeitet grafische Elemente. Auch das Verfassen von Pressetexten, die auf der ZDF-Homepage veröffentlicht werden, gehört zu ihrem Aufgabengebiet. „Solche Beiträge sinnvoll aufzubauen, war anfangs eine Herausforderung“, blickt sie zurück.

Faszination für Gewitter, Tornados und Regenbögen

„Zunächst wusste ich nicht, was ich nach dem Abi studieren sollte, aber mit Mathe und Physik kam ich immer gut klar. Außerdem haben mich die Phänomene der Natur schon sehr früh fasziniert, vor allem Gewitter, Tornados oder Regenbögen“, erinnert sich die heute 25-Jährige. Großen Einfluss auf ihren beruflichen Werdegang nahm ein Schulpraktikum bei der „Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten“ (EUMETSAT) in Darmstadt.

Dort erfuhr sie viel über den Studiengang Meteorologie und entschied sich schließlich für ein Bachelorstudium dieser physikalischen Disziplin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Bis vor Kurzem absolvierte Christa Stipp noch ein berufsbegleitendes Masterstudium. Ihre Abschlussarbeit, die sich mit sogenannten Jetstreams auseinandersetzt, hat sie schon abgegeben.

Sprachtraining für die Moderation

Im Bereich Moderation, die neben der meteorologischen Auswertung und der redaktionellen Aufbereitung dritter Stützpfeiler einer gelungenen Wettersendung ist, konnte Christa Stipp bereits vor ihrer Zeit beim „Zweiten“ erste Erfahrungen sammeln. Im Rahmen eines Nebenjobs bei einem privaten Wetterdienstleister präsentierte sie Vorhersagen im Internet-TV. „Man muss das aber ständig üben“, berichtet sie. Einmal im Monat absolviert sie deshalb ein Sprachtraining. „Aber auch bei den Bewegungen vor den Wetterkarten gibt es viel zu beachten“, sagt sie.

Irgendwann – so blickt sie in die Zukunft – möchte sie vielleicht noch promovieren. Erst einmal gelte aber ihr volles Engagement dem rund zehnköpfigen Wetterteam des Senders am Mainzer Lerchenberg. „Ich möchte mich beim ZDF etablieren und viele gute Sendungen machen.“

abi>> 05.02.2016