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Von Kollegen aus aller Welt lernen

Eine Teambesprechung von Polymerchemikern im Büro.
Das Spezialchemieunternehmen Altana aus Wesel beschäftigt Mitarbeiter auf der ganzen Welt.
Foto: Axel Jusseit

Naturwissenschaftlerin

Von Kollegen aus aller Welt lernen

Früh um sechs mit China konferieren, am Standort in Italien Konzepte entwickeln und sich mit Kollegen in den USA austauschen: Beim Spezialchemie-Konzern Altana arbeitet Elina Oks (29) mit Menschen aus aller Welt zusammen.

Wenn ein Online-Meeting mit einer Niederlassung in China ansteht, muss Elina Oks früh aufstehen: „Dann sitze ich schon Mal morgens um sechs Uhr mit einer Tasse Kaffee zu Hause am Computer und konferiere mit den Kollegen“, erzählt die 29-Jährige, die seit knapp zweieinhalb Jahren beim global agierenden Spezialchemieunternehmen Altana in Wesel als Manager Corporate Innovation tätig ist.

Bei ihrer Arbeit geht es darum, verschiedenartige Vorgehensweisen in „Best Practice“-Lösungen für alle Niederlassungen weltweit zu bündeln. Das heißt: Auch wenn an Standorten beispielsweise in China, Japan oder Italien mit unterschiedlichen technischen Gerätschaften gearbeitet wird und Rohstoffe von verschiedenen Quellen bezogen werden – das Endprodukt muss stets identisch und vor allem qualitativ hochwertig sein. Das war etwa der Hintergrund eines dreimonatigen Aufenthalts in Italien: Für ein Projekt fasste Elina Oks Erfahrungen der Standorte Hamburg und Ascoli Piceno in einem Konzept zusammen, um dieses wiederum gemeinsam mit Kollegen in Indien umzusetzen.

Mitarbeiter thematisch vernetzen

Ein Porträt-Foto von Elina Oks

Elina Oks

Foto: privat

In den vergangenen Jahren arbeitete die 29-Jährige an verschiedenen Projekten mit, hat sich zum Beispiel mit Lebensmittelverpackungen und Effektpigmenten beschäftigt und dabei oft mit Kollegen aus anderen Ländern zusammengearbeitet. „Gerade bei einem wachsenden Großkonzern wie Altana mit Niederlassungen auf der ganzen Welt ist es wichtig, ein gut strukturiertes internes Netzwerk zu haben“, sagt Elina Oks, deren Aufgabe es auch ist, Mitarbeiter standortübergreifend thematisch zu vernetzen.

Andere Herangehensweisen kennenlernen

Seit mehr als fünf Jahren kennt Elina Oks den Konzern, der an weltweit über 100 Standorten spezialchemische Produkte für die Lack- und Kunststoff-, die Druck- und Kosmetik- sowie für die Elektroindustrie herstellt. Im Anschluss an ihren Bachelor und Master in Chemie an der Uni Hamburg schloss sie eine Promotion in Technischer Chemie an, für die sie die Altana AG als Kooperationspartner gewinnen konnte. „Technische Chemie ist eine Mischung aus Natur- und Ingenieurwissenschaft. Es geht darum, das, was Chemiker im Labor in einem kleinen Kolben machen, auf einen größeren Maßstab zu übertragen.“

Bereits während ihres Masterstudiums war Elina Oks international tätig: Neun Monate verbrachte sie an der Uni in Seoul in Südkorea und flog für spezielle Messungen in die japanische Hauptstadt Tokio. „Zum Beruf des Naturwissenschaftlers gehört es, sich mit Kollegen auszutauschen, und zwar nicht nur national, sondern auch international. Um neue Ansätze kennenzulernen und zu erleben, wie andere ihre Arbeit strukturieren. Die Kollegen in Japan widmeten sich einer Aufgabe beispielsweise meist schrittweise und geradlinig, während die Kollegen in den USA eher parallel an mehreren Aspekten arbeiten“, lautet ihre Erfahrung. Ein Richtig oder Falsch gibt es dabei laut Elina Oks nicht.

Eine Prise Mut

Ob Italien, China, Indien oder USA: Kommuniziert wird auf Englisch. In den Naturwissenschaften sollte man bereits im Bachelor damit beginnen, englische Literatur zu lesen und sich so Fachbegriffe anzueignen, rät Elina Oks. Im Laufe des Masterstudiums nehme der Anteil an deutschsprachiger Lektüre stetig ab, auch Vorlesungen werden auf Englisch gehalten.

Für eine internationale Karriere – egal in welchem Fachgebiet – sei es zudem wichtig, keine Vorurteile zu haben und stets mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Für die junge Chemikerin ist die internationale Arbeit genau das Richtige: „Es passt zu meiner Persönlichkeit“, sagt Elina Oks, die sich bereits auf ihren nächsten längeren Auslandseinsatz für Altana freut, der sie in die USA führen wird.

abi>> 26.11.2018