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Optimierung ganzer Viertel

Eine Frau markiert in einer Straßenkarte kritische und gefährliche Stellen für Fahrradfahrer
Die Bergische Universität Wuppertal arbeitet an der Optimierung der Verkehrssituation in mehreren Betrieben in Remscheid, Solingen und Wuppertal.
Foto: Thomas Lohnes

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Optimierung ganzer Viertel

Katharina Schmitt (26) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bergischen Universität Wuppertal am Lehr- und Forschungsgebiet „Öffentliche Verkehrssysteme und Mobilitätsmanagement“. Dort forscht sie unter anderem daran, wie Betriebe die Mobilität ihrer Mitarbeiter verbessern können.

„Die Themen Verkehr und Mobilität betreffen jeden von uns“, findet Katharina Schmitt. Deswegen entschied sie sich nach dem Abitur für den Bachelorstudiengang Verkehrswirtschaftsingenieurwesen an der Bergischen Universität Wuppertal. „Mir gefiel die fachübergreifende Kombination aus Wirtschaft und Ingenieurwesen mit Schwerpunkt Verkehr“, erklärt sie.

Nach dem Bachelorstudium, das Themen wie den öffentlichen Personenverkehr, Güterverkehr, Straßenverkehrsplanung sowie BWL beinhaltete, schloss Katharina Schmitt den entsprechenden Masterstudiengang an. Parallel dazu arbeitete sie bereits als studentische und wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl. Das erleichterte ihr schließlich den Übergang direkt vom Master in ihre jetzige Position.

Komplexes Projekt mit vielen Beteiligten

Ein Porträt-Foto von Katharina Schmitt

Katharina Schmitt

Foto: Dominik Schmitt

Derzeit betreut die 26-Jährige das Forschungsprojekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement im Bergischen Städtedreieck“, kurz „BMM hoch drei“. Gemeinsam mit weiteren Partnern arbeitet sie daran, die Verkehrssituation in mehreren Betrieben in Remscheid, Solingen und Wuppertal effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Dabei sollen vor allem die Bedingungen im jeweiligen Viertel für das betriebliche Mobilitätsmanagement in Betracht gezogen werden.

Zuerst erfolgte eine Bestandsanalyse vor Ort. Hierfür musste Katharina Schmitt klären: Wo sind die Radwege? Wo sind die Bushaltestellen? Wie oft kommen die Busse? Hinzu kam beispielsweise eine Befragung von Studierenden und Beschäftigten der Hochschule, da diese ebenfalls zu einem Untersuchungsgebiet gehört. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin fragte, mit welchen Verkehrsmitteln die Studierenden und Beschäftigten zur Uni kommen und welche Veränderungen sie sich wünschen. „Unser Ziel ist, konkrete Vorschläge für Verbesserungen der Verkehrssituation geben zu können“, sagt Katharina Schmitt.

Die genauen Maßnahmen darf sie zurzeit noch nicht nennen. Möglicherweise könnte das Forschungsteam nach Abschluss der Analyse aber vorschlagen, dass die Radwege ausgebaut werden und die Busse zu bestimmten Zeiten häufiger fahren müssten oder es feste Stellplätze für Leihautos sowie Fahrradverleihsysteme geben soll.

Maßnahmen auch umsetzen

Für Katharina Schmitt ist das ein „extrem spannendes Projekt“, das allerdings auch mit dem Überwinden einiger Hürden verbunden ist: „Wir mussten zuerst einmal verschiedene Unternehmen dazu bewegen, mitzumachen“, erzählt die 26-Jährige. Immerhin sollen für mehrere Betriebe in einem Viertel Mobilitätskonzepte entwickelt werden. „Die nächste Herausforderung wird sein, die vorgeschlagenen Maßnahmen auch wirklich umzusetzen und etwas zu bewegen.“

Das Forschungsprojekt läuft noch bis April 2019. Was danach für sie folgen wird, weiß Katharina Schmitt noch nicht. Sie schreibt aber bereits an ihrer Promotion, die sie in etwa drei Jahren abschließen möchte. „Ich kann mir gut vorstellen, später einmal für eine Kommune oder ein Unternehmen im öffentlichen Personenverkehr zu arbeiten“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin. „Ich würde aber erst einmal sehr gern noch an der Universität bleiben, das Projekt weiter bearbeiten und wenn möglich auch meine Promotion hier abschließen.“

abi>> 23.10.2017