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Gut vorbereitet auf die Digitalisierung?

Ein junger Mann sitzt vor dem PC und zeigt die App, an der er gerade arbeitet, auf seinem Smartphone.
Die zunehmende Vernetzung durch digitale Medien kann praktisch und spannend sein - aber auch zu einem reflektierten und kritischen Umgang anregen.
Foto: Helge Gerischer

Bereit für die digitalisierte Arbeitswelt? Umfrage

Gut vorbereitet auf die Digitalisierung?

Bereitet dir die Digitalisierung in Bezug auf dein künftiges Arbeitsleben Sorgen? Fühlst du dich im Studium ausreichend darauf vorbereitet? abi>> hat bei Studierenden nachgefragt, wie sie sich im Rahmen ihres Studiums und privat mit der Digitalisierung auseinandersetzen.

Jana Belmann (24) hat gerade ihr Bachelorstudium in Kulturwissenschaften mit dem Nebenfach „Digitale Medien und Kulturinformatik“ an der Leuphana Universität Lüneburg abgeschlossen.

Ein Porträt-Foto von Jana Belmann

Jana Belmann

Foto: privat

Im Studium hatte ich mal ein spannendes Seminar zum Thema Big Data. Zu der Zeit wurde gerade Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt. Im Seminar haben wir dann diskutiert, inwiefern die Erhebung und Auswertung von großen Datenmengen im Wahlkampf eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die kritische Auseinandersetzung mit den Folgen der Digitalisierung in unterschiedlichen Lebensbereichen hat mir besonders gut an meinem Studium gefallen.

Auch in meinem Alltag ist das Thema Digitalisierung allgegenwärtig. Ich nutze unterschiedliche digitale Plattformen und Angebote und finde die zunehmende Vernetzung praktisch und spannend. Jedoch denke ich, dass man diese Medien reflektieren und kritisch hinterfragen sollte.
In Bezug auf mein künftiges Arbeitsleben sehe ich die Digitalisierung definitiv als Chance. Es entstehen gerade viele neue Jobs, in denen man in Zukunft tätig werden kann. Allerdings birgt das Netz auch eine neue Form der Öffentlichkeit. Man sollte sich bewusst sein, dass soziale Netzwerke nicht nur von Freunden, sondern auch vom künftigen Chef genutzt werden.

Severin Simmler (23) studiert im ersten Mastersemester „Digital Humanities“ an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Ein Porträt-Foto von Severin Simmler

Severin Simmler

Foto: privat

Ich beschäftige mich mit der computergestützten Verarbeitung natürlicher Sprache. Konkret heißt das zum Beispiel, dass mithilfe eines statistischen Verfahrens ausgewertet wird, worum es in einer großen Textsammlung inhaltlich oder semantisch geht. Am Anfang meines Bachelorstudiums in Sozialwissenschaften und „Digital Humanities“ habe ich mich aber auch damit auseinandergesetzt, wie etwas überhaupt digital wird. Also wie man beispielsweise ein Buch, eine Landkarte, oder ein Kunstwerk digital modelliert und darstellt.

Bisher sehe ich die Digitalisierung definitiv als Chance – vor allem für mein Arbeitsleben. Ich glaube, dass durch die Digitalisierung vieles einfacher und effizienter wird. Damit will ich aber nicht sagen, dass der Mensch eines Tages von der Maschine komplett abgelöst werden sollte. Vielmehr plädiere ich dafür, dass Maschinen oder künstliche Intelligenzen bewusst als Werkzeuge verstanden und eingesetzt werden.

Gina Irrgang (19) studiert im dritten Semester Italianistik und „Digital Humanities“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Ein Porträt-Foto von Gina Irrgang

Gina Irrgang

Foto: privat

Mir ist es wichtig, digitale Technologien zu verstehen und mit ihnen arbeiten zu können, um den neuen Anforderungen einer digitalisierten Welt möglichst gerecht zu werden. Deshalb habe ich „Digital Humanities“ als Nebenfach zu meinem Italianistikstudium gewählt. Solide Kenntnisse im Bereich der Webtechnologie oder im Umgang mit Datenbanken werden mir im Berufsleben vermutlich einige Türen öffnen.

Privat beschäftigt mich vor allem, wie sich das Individuum in der digitalisierten Welt positioniert: Welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben soziale Netzwerke wie Instagram, Snapchat und Co. auf die Gesellschaft? Welche Einflüsse hat der digitale Wandel auf Wirtschaft und Politik? Und wer wird am Ende von der Digitalisierung profitieren?

Marie-Christin Meyer (24) studiert im vierten Semester Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Medien- und Kulturtechnik und dem Nebenfach Kulturinformatik an der Leuphana Universität Lüneburg.

Ein Porträt-Foto von Marie-Christin Meyer.

Marie-Christin Meyer

Foto: Bastian Kamp

In meinem Nebenfach geht es um die Wurzeln der Digitalisierung und ein grundlegendes technisches Verständnis. Wir haben auch die Möglichkeit, selbst digitale Medien wie Videos oder Webseiten zu produzieren. In meinem Hauptfach habe ich dieses Jahr eine Hausarbeit über Bitcoin und Blockchain geschrieben. Für mich ist die Digitalisierung kein Schreckgespenst. Ich bin mir bewusst, dass dadurch Jobs eingespart werden. Aber es entstehen ja auch wieder diverse Jobs mit und in den Medien. Da ich später als Kommunikationsdesignerin arbeiten will, öffnet mir die Digitalisierung Kanäle, die ich mir zunutze machen kann.

Auch privat interessiere ich mich sehr für die Medienproduktion und versuche, Phänomene wie Influencer und Social Media zu verstehen. Ich vertrete die Ansicht, dass der Umgang mit digitalen Medien und damit verbundenen Risiken in der Schule thematisiert werden sollte.

abi>> 15.10.2018

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