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Patienten auf vier Pfoten

Eine junge Frau in weißem Kittel steht im Behandlungszimmer einer Tierarztpraxis und untersucht einen Hund.
Besonders hoch sind die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium der Tiermedizin, das bundesweit zulassungsbeschränkt ist.
Foto: Nancy Heusel

Berufe mit Tieren

Patienten auf vier Pfoten

Tierarzt, Filmtiertrainer, Zoodirektor: Viele Abiturienten träumen von einem Beruf mit Tieren. Die meisten von ihnen wollen Tiere pflegen und ihnen helfen, wenn sie beispielsweise krank sind. Das Berufsfeld ist jedoch deutlich größer und umfasst auch Berufe, die nicht in erster Linie mit medizinischen Aspekten zu tun haben.

Berufe mit Tieren kann man grob in fünf Sparten einteilen. Es gibt die klassischen, medizinisch-therapeutischen Berufe, bei denen es in erster Linie darum geht, Tiere medizinisch zu versorgen und sie zu heilen. Dazu zählen etwa die Berufe Tierarzt, Tiermedizinischer Fachangestellte oder Tierpfleger. Wer einen solchen Beruf ergreift, sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass die Behandlung der Tiere nicht nur eine Therapie mit pharmazeutischen Mitteln bedeutet, sondern manche Tiere auch operiert oder gar eingeschläfert werden müssen.

Ein weiterer Punkt: Gerade Tierpfleger (der Beruf wird in den Fachrichtungen Forschung und Klinik, Tierheim und Tierpension sowie Zoo ausgebildet) sind nicht immer nur für das Wohlergehen ihrer Schützlinge zuständig, sondern arbeiten zum Teil auch in der Chemie- und Pharmabranche, wo sie sich um Labortiere kümmern, an denen Experimente durchgeführt werden. „Bei den Tierpflegern in Labor und Klinik gibt es häufig Abbrecher, denen der Bezug zu Tierversuchen unklar war“, sagt Beatrix Kraft, Berufsberaterin der Arbeitsagentur Berlin-Lichtenberg.

Berufe mit Tieren

Eine Übersicht über für Abiturienten besonders interessante Berufe mit Tieren findest du hier.

Ökologie und Handwerk

Dann gibt es Berufe, die weniger mit Haus- als vielmehr mit Nutztieren zu tun haben. Darunter fallen zum Beispiel Landwirte, Tierwirte oder Pferdewirte. Diese Berufe lassen sich noch weiter unterteilen und zwar in solche, die die Produkte von Tieren nutzen, etwa Tierwirte der Fachrichtung Imkerei, oder solche, die Dienstleistungen von Tieren nutzen, also beispielsweise Pferdewirte der Fachrichtung Pferdezucht. Auch gibt es Berufe mit Tieren in der Ökologie- und Umweltbranche, beispielsweise Revierjäger, die für einen ausgewogenen Wildbestand im Wald sorgen und dafür mitunter auch Tiere töten müssen. Tierwirte der Fachrichtung Schäferei hingegen verkaufen die Wolle und das Fleisch ihrer Tiere und tragen zudem zur Landschaftspflege bei.

Veterinärmedizinisch-technische Assistenten wiederum arbeiten in der Regel in Laboren und untersuchen tiermedizinische Produkte oder analysieren Lebensmittel tierischer Herkunft.

Verschiedene Zugangswege

Alle diese Berufe können Interessierte über ein Studium beziehungsweise eine Ausbildung erreichen. Besonders hoch sind die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium der Tiermedizin, das bundesweit zulassungsbeschränkt ist und an fünf deutschen Universitäten angeboten wird. Daneben gibt es eine Reihe von Berufen mit Tieren, für die es keine einheitlichen Zugangswege gibt, darunter beispielsweise Tierheilpraktiker, die ihre Patienten homöopathisch behandeln, oder Tierlehrer, die Tiere dressieren oder für den Einsatz bei Polizei und Bergrettung ausbilden.

Wer über einen Beruf mit Tieren nachdenkt, sollte in erster Linie körperliche Gesundheit und Fitness mitbringen, aber auch psychisch belastbar sein. Außerdem sollten Interessierte keine Tierhaarallergien haben. „Ganz wichtig für Ausbildungswege in Tierberufen ist auch Mobilität“, sagt Beatrix Kraft. „Im ländlichen Raum finden sich nämlich viel mehr Arbeitsplätze als in der Stadt.“

Ausbildung als Überbrückungsmöglichkeit

Ein Tipp für diejenigen, die auf einen Studienplatz in Tiermedizin warten: Bei der Ausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten erlernt man viele Fähigkeiten, die einem im Studium weiterhelfen können – so ist die Zeit bis zum Studienbeginn sinnvoll genutzt. Das bestätigt auch die Berufsberaterin: „Schaffen Interessierte den hohen Numerus Clausus für das Tiermedizin-Studium nicht, gehen sie oft in die Ausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Tiere)
http://berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. (Suchwort: Tiere)
www.kursnet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

http://jobboerse.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB)

Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland.
www.bibb.de

Bundesverband praktizierender Tierärzte

www.tieraerzteverband.de

Bundestierärztekammer e.V.

www.bundestieraerztekammer.de

Berufsverband für Tierverhaltensberater und –trainer e.V. (VDTT)

www.vdtt.org

Berufsverband der Zootierpfleger e.V.

www.zootierpflege.de

abi>> 23.10.2015

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