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Neustart als IT-Datensicherheitsexpertin

Junge Frau am Gebäudeeingang
Rein ins Berufsleben: Die ersten Tage im Job sind immer aufregend.
Foto: Martin Rehm

Cyber Security Professional

Neustart als IT-Datensicherheitsexpertin

Nach ihrem dualen Bachelorstudium wagte Sarah Schuchardt (24) sich an neue Aufgaben als Cyber Security Professional. Für abi» berichtet sie von ihren ersten Tagen in der Zentrale der Deutschen Telekom AG in Bonn.

Während meines praxisintegrierten dualen Studiums der Angewandten Informatik absolvierte ich die Praxisphasen bei T-Systems in Berlin. Danach suchte ich zunächst nur nach Stellen in meiner Heimatstadt. Dann erreichte mich ein Angebot der Telekom: Im Nachwuchskräfteprogramm beim Cyber Emergency Response Team (CERT) in der Bonner Unternehmenszentrale war eine Stelle frei. Als Cyber Security Professional wäre ich unter anderem für Sicherheitshinweise zuständig, die das Unternehmen aus der Bevölkerung erhält, und an der Entwicklung entsprechender Lösungen beteiligt.

Ein Porträt-Foto von Sarah Schuchardt

Sarah Schuchardt

Foto: Privat

Das ist ein spannender Aufgabenbereich, dachte ich, noch dazu gekoppelt an eine Weiterbildung zur Sicherheitsspezialistin. Die Sache hatte nur einen Haken, denn losgehen sollte es bereits 14 Tage später. Da ich es jedoch kaum erwarten konnte, im Beruf Verantwortung zu übernehmen, bewarb ich mich. Prompt wurde ich zum Bewerbungsgespräch eingeladen und erhielt noch am selben Tag eine Zusage. Auch das Wohnproblem war schnell gelöst, denn ich konnte kurzfristig in eines der Telekom-eigenen Apartments einziehen. Also bin ich spontan nach Bonn umgezogen.

Aufregung und viele Fragen

Natürlich war ich ziemlich aufgeregt und machte mir alle möglichen Gedanken: Wie wird mein Arbeitsplatz aussehen? Wie werde ich mich in dem verwinkelten, riesigen Gebäude zurechtfinden? Wie komme ich überhaupt rein? Denn ich wusste, dass alle Telekom-Mitarbeiter spezielle Zutrittskarten haben.

Um für den ersten Tag gut gerüstet zu sein, habe ich alle Unklarheiten vorher per E-Mail mit meinem Fachcoach geklärt – auch, wann ich am ersten Tag da sein soll, denn wir haben Gleitzeit. Den Fußweg von meinem Apartment zur Arbeit hatte ich mir schon zuvor online angesehen und genügend Zeit eingeplant. Beim Outfit entschied ich mich für Jeans, gute Schuhe und eine Bluse. Man hatte mir im Bewerbungsgespräch auf Nachfrage gesagt, dass ich anziehen dürfe, worin ich mich wohlfühle, aber zu wörtlich wollte ich das anfangs nicht nehmen.

Direkte Anreden vermieden

Schnell stellte sich heraus, dass das Betriebsklima ziemlich locker ist. Die Kollegen und auch mein Chef duzten mich schon bald. Ich selbst war nicht sicher, ob ich deswegen auch alle duzen sollte. Im Zweifel blieb ich vorerst beim Sie oder umschiffte das „Problem“, indem ich direkte Anreden vermied.

Was das Fachliche betraf, musste ich mich natürlich in die neue Materie einarbeiten. Das war schon ein kleiner Kulturschock und am Anfang total anstrengend. Aber meine Kollegen waren sehr zuvorkommend und ich konnte immer Fragen stellen. Von den neuen Aufgaben bin ich total begeistert. Es hat sich gelohnt, sich an den fremden Bereich heranzutrauen und ich möchte gern weiterhin hier arbeiten.

abi>> 24.05.2016

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