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Expertin für Datenschätze

Jemand arbeitet an einem Diagramm am PC
Mithilfe von Künstlicher Intelligenz lassen sich Unternehmenskennzahlen wie Bedarfsprognosen vorhersagen.
Foto: Axel Jusseit

Fachkarriere

Expertin für Datenschätze

Sarah Detzler fühlt sich bei der SAP SE gut aufgehoben, denn das Softwareunternehmen hält inhaltlich spannende Aufgaben für die Expertin in puncto künstlicher Intelligenz bereit. Bei SAP kann sie sich im Rahmen einer Fachkarriere beruflich gezielt weiterentwickeln.

Data Science and Machine Learning, so heißt der Aufgabenbereich der 31-Jährigen. Das klingt nach einsamer Arbeit am Rechner. „Ein kleiner Nerd bin ich schon“, sagt Sarah Detzler. „Es macht mir Spaß, mich ein paar Tage einzuschließen und Algorithmen zu entwickeln. Aber die meiste Zeit verbringe ich im Austausch mit Kunden.“ An vier von fünf Tagen, so schätzt sie, ist sie bei Unternehmen unterwegs, um deren Datenschatz zu heben. Das heißt, Daten analysieren, systematisch auswerten und nutzbar machen.

Das klingt abstrakt, aber die Anwendungsbeispiele sind greifbar und vielfältig. „Ein beliebter Anwendungsfall ist die rechnerische Vorhersage von Unternehmenskennzahlen“, erklärt Sarah Detzler. Das können etwa Bedarfsprognosen für Produkte auf der Basis bisheriger Kundenbestellungen sein, um die Herstellung zu steuern. Neben der Planung von Vertrieb und Produktion kann es aber auch darum gehen, das unternehmensinterne Controlling zu optimieren. Sarah Detzler setzt Algorithmen um, mit denen IT-Systeme Lösungen für solche Aufgaben finden und Prognoseprozesse automatisieren. Sie ist also mittendrin im Zukunftsthema Künstliche Intelligenz.

Maschinen und Menschen

Porträtbild von Sarah Detzler

Sarah Detzler

Foto: SAP SE

Damit Maschinen lernen, braucht es zunächst einmal intelligente Menschen mit sehr guter Ausbildung. Sarah Detzler gehört mit ihrem Masterstudium in Mathematik, dem Diplom in Physik und der Promotion in Angewandter Informatik zweifellos dazu. Aber mit ihrem Fachwissen allein käme sie nicht weit. Gefragt sind auch ihre kommunikativen Fähigkeiten, denn Anforderungen und Lösungen entwickelt sie im Dialog mit den Kunden. „Das ist ein Teamsport“, sagt sie. Systematisches und analytisches Arbeiten sind Voraussetzung, „aber ohne Kreativität und Neugier kommt man nicht weiter, denn häufig kennen die Unternehmen ihre Datenschätze gar nicht im Detail.“

An dieser Datenschatzsuche hat sie Spaß. „Eine reine Führungslaufbahn ohne inhaltliche Aufgabe käme für mich nicht in Frage“, sagt sie. Bei SAP hat sie schon während ihrer Promotion in der Programmierung gearbeitet. Ihre weitere Laufbahn entwickelt sie systematisch mit ihrem Vorgesetzten. Der nächste Schritt auf der Karriereleiter ist für sie die Zertifizierung zur Architektin mit dem Fokus auf Daten und Machine Learning getriebenen Architekturen. In ihrer neuen Rolle berät sie Kunden ganzheitlich zur datengetriebenen Architektur.

„Die Zukunft der Arbeit“

Fachkarriere und Managementlaufbahnen sind bei SAP gleichgestellt. Bei Gehalt und Ansehen gibt es keine Unterschiede. Ein Fremdwort ist Führung übrigens auch in Sarah Detzlers Berufsalltag als Expertin nicht. „Wir arbeiten immer wieder in virtuellen oder temporären Teams gemeinsam an Projekten“, berichtet sie. „Die Federführung hat dann, wer im Thema am kompetentesten ist.“ So arbeitet sie mit Kollegen in verschiedenen Projektteams und in wechselnden Führungsrollen.

„Das ist die Zukunft der Arbeit“, steht für Sarah Detzler fest. Nicht nur was ihre Aufgaben im Bereich Künstliche Intelligenz angeht, sondern auch mit Blick auf die flexible Organisation und Rollenverteilung. „Für die meisten meiner Industriekunden ist das noch Neuland“, sagt Sarah Detzler, „aber das Interesse ist groß.“

abi>> 03.05.2019

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