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Das ABC der Existenzgründung

Ein junger Mann sitzt zu Hause an seinem Schreibtisch und scribblet in seinem Skizzenbuch.
Wer selbstständig arbeiten möchte, sollte sich mit einigen Begriffen vertraut machen.
Foto: Nadine Zwingel

Glossar

Das ABC der Existenzgründung

Die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Existenzgründung – kurz und einfach erklärt:

Ausgründung: Von einer Ausgründung (auch: Outsourcing) ist die Rede, wenn sich einzelne Mitarbeiter oder die Abteilung eines Unternehmens, einer Hochschule oder einer Forschungseinrichtung selbstständig machen. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: die betreffenden Aufgaben effektiver organisieren, Kosten sparen, zusätzliche Innovationen vorantreiben oder Führungskräfte motivieren, die intern keinen Aufstieg auf der Karriereleiter mehr sehen.

Businessplan: Er liefert den roten Faden für die Existenzgründung und den Aufbau des Unternehmens. Dabei wird die anfängliche Idee zu einem Konzept mit Erläuterungen und betriebswirtschaftlichen Prognosen weiterentwickelt und komplett durchleuchtet. Es ist in der Regel ratsam und für die Bewilligung einer Finanzierung auch erforderlich, vor der Gründung einen Businessplan anzufertigen, um selbst das Gefühl für die anstehenden Herausforderungen zu bekommen.

Franchising: Hierbei stellt der Franchisegeber dem Franchisenehmer die (regionale) Nutzung eines gelabelten Geschäftskonzeptes gegen Entgelt zur Verfügung. Der Franchisenehmer verkauft seine Erzeugnisse oder Dienstleistungen rechtlich selbstständig, zahlt aber Gebühren für die Nutzung einer Marke sowie für ein einheitliches Vertriebssystem und häufig auch für eine gemeinsame Buchhaltung. Der Franchisegeber wiederum bildet den Franchisenehmer aus, prüft die Umsetzung des Konzeptes und darf Anweisungen erteilen.

Freier Beruf/Gewerbegründung: Bei einem freien Beruf (auch Freiberuf) handelt es sich um selbstständig ausgeübte, wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten. Eine freiberufliche Tätigkeit ist nach deutschem Recht kein Gewerbe und unterliegt daher weder der Gewerbeordnung noch der Gewerbesteuer.
Als Gewerbe gilt grundsätzlich jede wirtschaftliche Tätigkeit, die auf eigene Rechnung, eigene Verantwortung und auf Dauer mit der Absicht zur Gewinnerzielung betrieben wird – davon ausgenommen sind freiberufliche oder landwirtschaftliche Tätigkeiten.

Neugründung/Unternehmensnachfolge: Sich selbstständig zu machen bedeutet, entweder ein Unternehmen neu zu gründen oder ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen. Beides hat Vor- und Nachteile: Bei einer Neugründung kann man ganz nach den eigenen Vorstellungen vorgehen, muss sich aber auch erst am Markt positionieren. Bei einer Unternehmensnachfolge gibt es bereits Strukturen und es besteht von Anfang an Verantwortung für die übernommenen Mitarbeiter. Andererseits kann der Nachfolger auch von der bestehenden Positionierung des Unternehmens am Markt und dem vorhandenen Kundenstamm profitieren.

Start-up: Hierbei handelt es sich um eine innovative Geschäftsidee mit hohem Wachstumspotenzial. Häufig geht es dabei um einen jungen oder noch nicht existierenden Markt, sodass erst ein funktionierendes Geschäftsmodell gefunden werden muss. Aufgrund der hohen Risiken erfolgt die Finanzierung oft nicht über klassische Banken, sondern über Förderbanken und innovative Finanzierungsformen (zum Beispiel Wagniskapital oder Crowdfunding).

abi>> 04.02.2019

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