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„Kreativität ist Einstellungssache!“

Eine Frau schreibt Notizen an ein Whiteboard.
Ideen entwickeln, Lösungen finden, Prozesse optimieren – im Berufsalltag ist Kreativität ständig gefragt.
Foto: Thorsten Helmerichs

Kreativität im Beruf – Interview

„Kreativität ist Einstellungssache!“

Stefanie Dörflinger berät Organisationen und Unternehmen in den Bereichen Kommunikation und Kreativität. Ihrer Meinung nach ist Kreativität eine schöpferische Kraft, die in jedem steckt. Im Interview erläutert sie, wie wir diese für unser Berufsleben nutzen können.

abi>> Frau Dörflinger, wie würden Sie Kreativität definieren?

Stefanie Dörflinger: Kreativität bedeutet, unterschiedliche Lösungen für Fragestellungen entwickeln zu können – und dabei neue Wege zu gehen. Jeder Mensch ist übrigens kreativ, denn das Bedürfnis nach Neuem ist etwas ganz Ureigenes. Wir werden davon angetrieben, permanent Neues zu erschaffen.

abi>> Wie kommt Kreativität im beruflichen Alltag zum Einsatz?

Stefanie Dörflinger: In vielen Berufen geraten die Menschen immer wieder in Situationen, in denen sie sich nicht nach vorgegebenen Regeln verhalten können, sondern eigene Lösungen suchen müssen. Dann ist Kreativität gefragt – und das ganz schön oft. Da ist zum Beispiel der Ingenieur, der Ideen für ein Bauteil entwickeln soll, der Assistent, der an verschiedenen Konzepten für ein Projekt arbeitet, oder die Sekretärin, die keinen Caterer für die Betriebsfeier findet und sich eine Alternative überlegen muss.

abi>> Wie kann ich meine Kreativität fördern?

Ein Porträt-Foto von Stefanie Döflinger

Stefanie Dörflinger

Foto: Beate Armbruster

Stefanie Dörflinger: Kreativität ist auch Einstellungssache. Um verschiedene Lösungen zu entwickeln, muss ich mich von Gedankenschranken im Kopf befreien können. Diese ganz bewusst aufzubrechen, kann man trainieren. Etwas Bestehendes in seine Einzelteile zu zerlegen und dann zu schauen, wie man diese neu verbinden kann, ist eine beliebte Methode. So ist beispielsweise das Schneemobil entstanden: Sein Erfinder hat im Prinzip die Einzelteile eines Panzers und eines Motorrads neu zusammengesetzt.

Übrigens haben die wenigsten Erfinder große Ideen unter der Dusche. Im Gegenteil – meist steckt harte Arbeit inklusive vieler Versuche und Fehler dahinter. Das sollte man sich bewusst machen. Viele der größten Erfindungen sind zufällig, sozusagen aus Fehlern, entstanden. Zum Beispiel der Süßstoff, die Mikrowelle, der Herzschrittmacher oder das Teleskop.

abi>> Was hindert uns daran, im Job kreativ zu sein?

Stefanie Dörflinger: Druck, Stress oder Angst sind regelrechte Kreativitätskiller. Wenn ich mir Sorgen mache, dass meine Ideen abgeschmettert werden oder mein Telefon ununterbrochen klingelt, sind das schlechte Voraussetzungen in meinem direkten Arbeitsumfeld.
Ein Ortswechsel kann da Wunder bewirken. Nicht umsonst finden Workshops oft außerhalb der Firma statt. Ich selbst setze häufig das so genannte „Walk and Talk“ ein. Dabei nehme ich Top-Manager einfach mit in die Natur. Es erstaunt mich immer wieder, welche Ergebnisse dadurch möglich sind.

abi>> Welche Rolle spielt das Umfeld bei der Freisetzung kreativer Energie?

Stefanie Dörflinger: Wichtig ist, dass ich mich mit den Menschen, die mich umgeben, wohlfühle. Wie beim Ping Pong können sich auch Kollegen Gedanken hin und her spielen. Wenn man solch einen Kreativ-Partner gefunden hat, macht die Arbeit großen Spaß. Man kann zusammen Dinge entwickeln, die man sich vorher nie vorstellen konnte.

Weitere Informationen

arbeitsagentur.de

www.arbeitsagentur.de

BERUFENET

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www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

abi>> 11.01.2019

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