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Mit Rückenwind nach oben

Zuggleise in Hannover
Immer mehr Unternehmen – darunter die Deutsche Bahn – bieten ihren Angestellten Weiterbildungsmöglichkeiten und Benefits.
Foto: Martin Rehm

Kriterien bei der Arbeitgeberwahl – Reportage

Mit Rückenwind nach oben

Vom Trainee zur Führungskraft: Christine Tolk hat es seit ihrem Berufseinstieg bei der Deutschen Bahn weit gebracht und arbeitet inzwischen als Ingenieurin für Fahrzeugtechnik in Berlin. Zu verdanken hat die 33-Jährige den Aufstieg auch ihrem Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter mit verschiedenen Zusatzleistungen und Weiterbildungsangeboten unterstützt.

Gleich der erste Job führte Christine Tolk zur Deutschen Bahn: Nach ihrem Diplomstudium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Universität Rostock begann sie 2008 als Trainee bei dem Konzern. „Als ich damals bei der Deutschen Bahn anfing, waren mir der unbefristete Arbeitsvertrag und das soziale Ansehen des Arbeitgebers viel wert“, erinnert sie sich. Zusatzleistungen, die das Unternehmen anbietet, interessierten sie anfangs nicht. „Ich wollte erst einmal den Einstieg ins Berufsleben schaffen.“

Noch heute arbeitet die 33-Jährige für die Deutsche Bahn und hat inzwischen Karriere gemacht. Benefits sind für sie nun durchaus relevant – vor allem fachliche Zusatzleistungen. So absolvierte sie bereits die Weiterbildung „Zerstörungsfreie Prüfung“, die sie für ihre jetzige Stelle qualifizierte: Im ICE Werk Berlin-Rummelsburg ist sie für die Prüfung von Radsatzwellen, Rädern und tragenden Strukturen der ICE-Züge verantwortlich und als fachliche Führungskraft für gut 100 Mitarbeiter zuständig.

Ein Fernstudium? Kein Problem!

Ein Porträt-Foto von Christine Tolk

Christine Tolk

Foto: privat

Um sich beruflich noch weiterzuentwickeln, hat sie vor knapp zwei Jahren ein berufsbegleitendes Fernstudium aufgenommen. Der Masterstudiengang „Quality Management“ wird zwar von der Fernuniversität Wismar angeboten, aber über das „DB Masterprogramm“ entscheidend gefördert. „Das Unternehmen übernimmt 50 Prozent der Studiengebühren, erstattet mir die Anreisekosten und hat mir zusätzliche Urlaubstage pro Jahr gegeben, damit ich den Lernaufwand etwas auffangen kann“, erzählt Christine Tolk und versichert: „Würde ich diese Förderung nicht bekommen, hätte ich das Fernstudium nicht gewagt. Das wäre zeitlich und finanziell einfach eine zu große Belastung gewesen.“ Wenn alles gut läuft, hat sie den Abschluss in wenigen Monaten in der Tasche.

Fachliche Qualifikationen und Business Skills

Darüber hinaus plant sie weitere Fortbildungen. Die Angebote der Deutschen Bahn umfassen neben einer Vielzahl von fachlichen Qualifikationen für die verschiedenen Gewerke auch Business Skills wie zum Beispiel Präsentationstechniken, Fremdsprachen oder Projektmanagement. Für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter ist der Geschäftsbereich „DB Training, Learning & Consulting“ zuständig. „Wir können selbst online schauen, welche Angebote es gibt und uns in Absprache mit unseren Vorgesetzten für einzelne Kurse anmelden“, erklärt Christine Tolk.

Das Seminar zu „Frauen in Führungspositionen“ reizt sie besonders – immerhin arbeiten in ihrem Team fast nur Männer. „Das klappt alles prima, aber ich erhoffe mir von der Weiterbildung noch ein paar Tipps, wie man sich als Frau in einer solchen Männerdomäne verhalten und durchsetzen kann“, sagt sie. Außerdem würde sie sich gerne im Management-Bereich fortbilden, um als Projektleiterin komplexe Verbesserungsprojekte durchführen zu können.

Attraktive Benefits für Mitarbeiter

Zusätzlich zu diesen fachlichen Förderungen können Bahn-Mitarbeiter noch einige andere Angebote des Unternehmens nutzen: „Wir haben jährlich 16 Freifahrten innerhalb Deutschlands, bekommen Vergünstigungen beim Kauf bestimmter technischer Geräte sowie bei Urlaubsbuchungen über den DB-Reisemarkt“, berichtet Christine Tolk. „Auch können wir uns steuerlich vergünstigt ein Firmenrad kaufen und monatlich abbezahlen.“ Ein weiterer Benefit: Mit dem aktuellen Tarifvertrag konnten Mitarbeiter kürzlich entscheiden, ob sie zum 1. Januar 2018 eine Gehaltserhöhung von 2,6 Prozent oder sechs Tage mehr Jahresurlaub wollten. Christine Tolk entschied sich für mehr Urlaub.

Insgesamt stellt sie fest: „Ich bin mit dem Job sehr zufrieden – auch wegen der fachlichen Förderung und all der Zusatzleistungen.“ Schließlich wäre sie ohne die Unterstützung nicht so schnell so weit gekommen – fachlich und persönlich.

abi>> 22.08.2017

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