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Auf was Studierende bei der Arbeitgeberwahl achten

Azubi unterhält sich mit Ausbilder.
Was erwarten junge Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber? abi>> hat nachgefragt.
Foto: Martin Rehm

Kriterien bei der Arbeitgeberwahl – Umfrage

Auf was Studierende bei der Arbeitgeberwahl achten

Soll einfach nur das Gehalt stimmen? Oder wünschen sich junge Arbeitnehmer noch mehr? Wie relevant sind Entfaltungsmöglichkeiten? Studierende verschiedener Fachrichtungen berichten, welche Kriterien ihnen bei der Wahl eines Jobs wichtig sind.

Malte Paul (20) befindet sich im vierten Semester des Bachelor-Studiengangs „Angewandte Geoinformatik“ an der Universität Trier.

Ein Porträt-Foto von Malte Paul

Malte Paul

Foto: privat

Für mich gibt es eigentlich kaum Kriterien, die bei der Wahl meines zukünftigen Arbeitgebers auf jeden Fall erfüllt sein müssen. Wichtig sind mir aber eine interessante Tätigkeit, die mir Spaß macht, flexible Arbeitszeiten sowie ein Umfeld, in dem ich mich wohlfühle. Natürlich ist auch das Gehalt ein Aspekt, aber für mich ist das nicht so entscheidend. Ich glaube einfach, dass mich langfristig gesehen die Freude am Job glücklicher machen wird als ein hohes Einkommen. Alle anderen Benefits, wie zum Beispiel Firmenwagen, betriebliche Altersvorsorge und so weiter, sind natürlich nette Zusätze, für mich allerdings eher zweitrangig.

Mareike Gabele (29) studiert an der Hochschule Magdeburg-Stendal den Masterstudiengang „Interaction Design“.

Ein Porträt-Foto von Mareika Gabele

Mareike Gabele

Foto: privat

Wichtig ist mir eine inhaltlich interessante, vielfältige Tätigkeit in einem positiven Arbeitsklima. Das bedeutet für mich: nette Kollegen und flache Hierarchien, regelmäßiger konstruktiver Austausch im kleinen Team, eine Mischung aus Spaß, Ernst und Begeisterung für Projekte und Ziele. Ich möchte keine „Ellenbogengesellschaft“, sondern die Freiheit haben, meine Kreativität und meine Ideen einzubringen. Ich will neue Konzepte entwickeln und die Möglichkeit haben mich weiterzubilden. Gleichzeitig ist mir eine gute Work-Life-Balance wichtig. Gleitzeit und Tage mit Homeoffice senken das Stress-Level und steigern meine Produktivität und Motivation.

Für mich eher zweitrangig ist eine dem Abschluss entsprechende finanzielle Vergütung. Sie ist zwar ein wichtiger Punkt für die Sicherung der aktuellen Lebenssituation und zur Planung der Zukunft, aber nicht der Grund, mich in einem Unternehmen wohlzufühlen. Beim Standort des Unternehmens bin ich recht flexibel, er sollte aber höchstens zwei Autostunden von meiner Familie entfernt sein.

Svenja Hartmann (24) hat einen Abschluss als staatlich anerkannte Sozialarbeiterin und befindet sich aktuell im dritten Semester des Master-Studiengangs „Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik“ an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin.

Ein Porträt-Foto von Svenja Hartmann

Svenja Hartmann

Foto: privat

Die Suche nach dem ersten Arbeitsplatz scheint mir besonders komplex: Gerade in der Sozialen Arbeit gibt es sehr viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Das kann manchmal wortwörtlich zur „Qual der Wahl“ werden. Hinzu kommen dann noch die Erwartungen der Eltern, der Freunde oder Partner – die nicht immer mit den eigenen Vorstellungen zusammenpassen. Mir war es deswegen umso wichtiger, hierbei tatsächlich mich und meine Bedürfnisse in den Vordergrund zu rücken und nicht die der anderen.

Neben meinem Masterstudium arbeite ich mittlerweile als Einrichtungsleiterin in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Nach den finanziellen Unsicherheiten, die das Studium mit sich brachte, war mir für den ersten Job finanzielle Unabhängigkeit wichtig – um mir auch mal ohne schlechtes Gewissen etwas leisten zu können. Extras wie Firmenwagen, Kinderbetreuung oder betriebliche Gesundheitsangebote waren für mich eher zweitrangig.

Außerdem stand bei mir der Wunsch im Vordergrund, nun endlich in das Arbeitsleben starten zu können. Der Job sollte interessant sein, Spaß machen und mir die Freiräume bieten, mich als Sozialarbeiterin auszuleben. Wichtig waren für mich also sowohl die inhaltlichen als auch finanziellen Konditionen des Arbeitsverhältnisses: eine solide Vergütung, ein Job, in dem ich mich verwirklichen kann – und im besten Falle eine unbefristete Anstellung.

abi>> 28.08.2017

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