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Die Vielfalt einer Tonleiter

Detailaufnahme von einer Komposition.
Ob Komponist, Musicaldarsteller oder Klavierbauer: Es gibt zahlreiche Berufe rund um Musik.
Foto: Christof Stache

Musikalische Berufe

Die Vielfalt einer Tonleiter

Du möchtest dein Hobby zum Beruf machen und dein Geld mit Musik verdienen? Möglichkeiten dafür gibt es viele. Hier eine Auswahl.

Ausbildungsberufe

Klavier- und Cembalobauer/in – Cembalobau

Nach eigenen Entwürfen oder nach technischen Zeichnungen fertigen Klavier- und Cembalobauer die Rahmen der Instrumente aus Massivhölzern. Sie bearbeiten und verzieren die Oberflächen, montieren Einzelteile und prüfen am Ende die Klangqualität. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, danach arbeiten die Gesellen in Handwerksbetrieben oder in kleinen Instrumentenfabriken.

Musikfachhändler/in

Während der dreijährigen Ausbildung zum Musikfachhändler lernen die Auszubildenden unter anderem welche Vertriebswege und Werbemaßnahmen es im Musikhandel gibt, wie man Waren verkaufswirksam präsentiert und Preise gestaltet. Wer in diesem Beruf tätig sein möchte, sollte Interesse für die Entwicklungen auf dem Musikmarkt mitbringen und bereit sein, die Einflüsse von Mode, Freizeit, Sport und Massenmedien auf die Entwicklung von Musiktrends zu beobachten und zu analysieren.

Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick, aber auch organisatorische Fähigkeiten sind gefordert, um den technischen Ablauf von Konzerten, Theateraufführungen oder Messeveranstaltungen zu planen und diese zu betreuen. Beleuchtung, Projektionen und Ton oder auch Nebelmaschinen gehören zum Alltagsgeschäft der Veranstaltungstechniker, die bei Konzertveranstaltern, bei Rundfunk und Film und bei Theatern angestellt sind oder auch auf Kreuzfahrtschiffen arbeiten. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Berufe mit Studium

Musicaldarsteller/in

Musicaldarsteller haben Musiktheater oder Musical studiert. Sie übernehmen Sing-, Sprech- und Tanzrollen in Musicals und eignen sich Text und Gesangsnummern an, die sie unter Leitung eines Regisseurs proben und aufführen. Die Engagements wechseln sich ab, oft werden Stücke „en suite“ gespielt – tage- und wochenlang hintereinander.

Musiker/in – Alte Musik

Musiker für Alte Musik spielen Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barocks. Sie spielen selbst ein Instrument und kennen sich aus mit den Instrumenten der Zeit, deren entsprechender Spielweise und natürlich mit der Musikgeschichte. Regelmäßiges Üben gehört zum Arbeitsalltag, genauso wie die Proben mit Ensembles oder Soloauftritte. Dabei wirken die Musiker auch bei Aufnahmen im Studio mit, verhandeln mit Veranstaltern und Musikverlagen über Honorare und Verträge. Oft sind sie selbstständige Künstler, arbeiten aber auch als Musikjournalisten oder erteilen Musikunterricht. Weitere berufliche Perspektiven haben sie als Arrangeur oder als Lehrer an einer Hochschule.

Musikwissenschaftler/in

Musikwissenschaftler haben in der Regel ein einschlägiges Studium absolviert, beispielsweise der Historischen Musikwissenschaft, der Musikinformation oder der Integrativen Musiktheorie. Sie arbeiten in der wissenschaftlichen Forschung und unterrichten Studierende an Hochschulen, finden aber auch Stellen am Musiktheater oder bei Verlagen, sorgen für die Öffentlichkeitsarbeit bei Konzertveranstaltern oder übernehmen beispielsweise in städtischen Kulturämtern Verantwortung für das Management von Musikreihen.

Berufe mit unterschiedlichen Zugangswegen

Rhythmiklehrer/in

Im Zentrum der Tätigkeit von Rhythmiklehrern steht die Wechselwirkung von Musik und Bewegung, etwa um den Bewegungssinn und die Musikalität von Kindern und Senioren, von Kranken aber auch von Freizeitsportlern zu fördern. Basis der Weiterbildung ist eine musikalische oder tänzerische Aus- und Weiterbildung oder ein Studium, zum Beispiel Musikpädagogik. Rhythmiklehrer arbeiten in Kindergärten und Grundschulen, an Musik- und Volkshochschulen, sie finden Stellen in Fachkliniken mit neurologischen oder psychiatrischen Abteilungen sowie bei Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Producer/in

Hier handelt es sich um einen Weiterbildungsberuf, der zu einer Fernsehproduktionsgesellschaft, zum Rundfunk oder in Musik- und Tonstudios führt. Dort planen und realisieren Producer Film-, Fernseh- und Hörfunk- sowie Musikproduktionen. Zugangsvoraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium in einem fachspezifischen Bereich sowie einschlägige Berufspraxis. Während der sechs- bis zwölfmonatigen Weiterbildung werden Fächer wie Dramaturgie, Organisation, Produktion und kaufmännische Inhalte vermittelt.

abi>> 22.08.2016

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