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Erste-Tage-ABC

Schultafel mit Aufschrift ABC
A wie Ausweis bis Z wie Zu spät kommen: abi» zeigt, was es beim Berufseinstieg alles zu beachten gibt.
Foto: Martin Rehm

Start ins Berufsleben

Erste-Tage-ABC

Worauf kommt es in den ersten Tagen im Berufsleben an? Welche Dokumente muss man mitbringen, worum sollte man sich schon im Vorfeld kümmern? Was sollte man im Umgang mit den neuen Kollegen beachten, wovon möglichst die Finger lassen? Im Erste-Tage-ABC erhältst du wichtige Infos, Dos und Don‘ts.

A wie Ausweis

Was grundsätzlich ratsam ist, ist in manchen Branchen wie dem Baugewerbe, dem Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, bei Unternehmen der Forstwirtschaft und im Gebäudereinigungsgewerbe sogar Pflicht: das Mitführen eines gültigen Personalausweises. Auf Verlangen muss man ihn etwa den Behörden der Zollverwaltung vorlegen. Solche Kontrollen können unangekündigt vorgenommen werden.

B wie Bankverbindung

Spätestens mit Beginn deiner Tätigkeit solltest du deinem Arbeitgeber deine Bankverbindung mitteilen. Hast du noch kein Girokonto, solltest du auf jeden Fall im Vorfeld eine Bank deiner Wahl aufsuchen und eines eröffnen.

C wie chatten

Arbeit ist Arbeit, Freizeit ist Freizeit. Das solltest du nicht nur am Anfang deines Berufslebens beachten. Private Chats mit Freunden oder Familie solltest du deshalb nicht während der Arbeitszeit führen, sondern in den Pausen oder nach Feierabend.

D wie Dienstbeginn

Deine wöchentlichen Arbeitszeiten sind im Arbeitsvertrag geregelt. Wann du morgens da sein musst, klärst du am besten schon vor dem ersten Arbeitstag mit deinem direkten Vorgesetzten oder deinen Kollegen (siehe auch: Z wie Zu spät kommen).

E wie Einstand

In vielen Firmen ist es üblich, dass neue Kollegen ihren Einstand feiern, indem sie „einen ausgeben“. Wichtig hierbei: Alkohol sollte keine Rolle spielen. Oft ist es eher üblich, zum Beispiel einen Kuchen mitzubringen. Um herauszufinden, was in deinem neuen Unternehmen Usus ist, warte lieber erst einmal ab und fühle vor. Wenn du deine Kollegen etwas besser kennst, bekommst du ein Gefühl dafür, was sie gerne mögen und was angebracht ist.

F wie fachliche Vorbereitung

Niemand wird erwarten, dass bei dir von Anfang an alles läuft wie bei „alten Hasen“, schon gar nicht bei neuen Mitarbeitern, die frisch aus der Ausbildung oder dem Studium kommen. Dennoch sollte man sich etwas vorbereiten und zum Beispiel im Internet Informationen über das Unternehmen und/oder die Abteilung sammeln (idealerweise schon vor dem Bewerbungsgespräch). Dies hilft bei der Einarbeitung und es macht einen guten Eindruck.

G wie Gesundheit

Du bist fit wie ein Turnschuh und dich kann nichts umhauen? Herzlichen Glückwunsch! Solltest du dennoch einmal krank werden, musst du deinem Arbeitgeber direkt Bescheid geben – und im Zweifel zum Arzt gehen. Ab einer gewissen Anzahl von Krankheitstage hintereinander (ist im Arbeitsvertrag vermerkt) wird ein medizinisches Attest fällig.

H wie Homeoffice

In manchen Branchen und Unternehmen können die Mitarbeiter einen Teil ihrer Arbeit auch von zu Hause aus erledigen. Ob das bei deinem Arbeitgeber möglich ist, ist im Idealfall im Arbeitsvertrag geregelt. Ansonsten gilt: abwarten und die Augen offen halten. Wenn du das Gefühl hast, es ist grundsätzlich gestattet, und du Aufgaben hast, die du gut auch daheim erledigen könntest, frag am besten bei deinem Vorgesetzten nach.

I wie (steuerliche) Identifikationsnummer

Diese elfstellige Nummer wird normalerweise automatisch vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) vergeben und dir zugeschickt. Sie wird für die Berechnung der Lohnsteuer gebraucht, die du monatlich zahlen musst (siehe L wie Lohnsteuer). Ist das Schreiben verlorengegangen, kann es bei der Bundeszentrale für Steuern erneut beantragt werden. Auf der Website der Zentrale steht dafür ein eigenes Kontaktformular zur Verfügung.

J wie Jahresurlaub

Wieviel Urlaub dir jährlich zusteht, ist im Arbeitsvertrag geregelt. Gesetzlich sind bei einer Fünf-Tage-Woche mindestens 24 Arbeitstage vorgeschrieben, einige Arbeitgeber gewähren jedoch mehr Urlaub. Tipp: Es kann einen schlechten Eindruck machen, wenn du direkt nach deinem Einstieg ins Unternehmen deinen ersten Urlaubsantrag einreichst. Warte lieber ein bisschen ab und sprich dich mit den Kollegen ab, die dich in deiner Abwesenheit vertreten.

K wie Krankenkasse

Der Arbeitnehmer wählt seine Krankenkasse selbst aus und legt dem Arbeitgeber eine Bescheinigung der Mitgliedschaft vor. Achtung: Es kann sein, dass du im Studium oder in der Ausbildung noch bei deinen Eltern mitversichert warst. Beim Eintritt ins Berufsleben musst du jedoch eine eigene Krankenversicherung abschließen.

L wie Lohnsteuer

Die Lohnsteuer wird automatisch von deinem Gehalt abgezogen. Ihre Höhe richtet sich nach deinem Verdienst. Die klassische Lohnsteuerkarte wurde abgeschafft und zum 1. Januar 2013 durch Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) ersetzt, ein papierloses elektronisches Verfahren zur Erhebung dieser Steuer.

M wie Mittagspause

Wenn die Kollegen mittags in die Kantine verschwinden und du gerne mitkommen möchtest: Frag einfach, ob das für sie in Ordnung ist. Auf diese Weise lernst du deine neuen Kollegen gleich ein bisschen besser kennen und kannst ihnen Fragen über die Abläufe oder Besonderheiten stellen.

N wie Nettoverdienst

Der Nettoverdienst ist das, was nach Abzug aller Steuern und Abgaben von deinem Bruttogehalt übrig bleibt. Um vorab besser einschätzen zu können, wie viel das sein wird, kannst du zum Beispiel sogenannte Brutto-Netto-Rechner im Internet ausprobieren.

O wie Outfit

Über das Outfit für den ersten Tag sollten Berufseinsteiger sich spätestens am Vorabend im Klaren sein. Am besten erkundigst du dich rechtzeitig, ob es am Arbeitsplatz einen Dresscode gibt, um bei Bedarf fehlende Stücke anschaffen zu können. Wenn du unsicher bist, hilft eine kleine Modenschau vor dem Spiegel: Fühle ich mich wirklich wohl in der Bluse oder dem Hemd oder sollte ich doch etwas anderes wählen? Tipp: Im Zweifelsfall die Kleidung für den ersten Tag lieber etwas zu förmlich als zu leger wählen.

P wie Probezeit

Eine Probezeit für neue Mitarbeiter ist in vielen Unternehmen gang und gäbe, schließlich muss man einander erst besser kennenlernen. In der Regel beträgt die Dauer der Probezeit ein halbes Jahr (ist im Arbeitsvertrag geregelt). Innerhalb dieser Zeit können beide Seiten den Arbeitsvertrag ohne Angabe von Gründen auflösen.

R wie Rentenversicherung

Immer wieder melden verschiedene Medien: Die Renten werden knapp. Damit du im Alter abgesichert bist, kannst du auch schon zu Beginn deines Berufslebens – privat oder staatlich gefördert – fürs Alter vorsorgen.

S wie Sozialversicherungsnummer

Deine Sozialversicherungsnummer wird dir von der Rentenversicherung per Anschreiben mitgeteilt. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, sie bei Beginn der Beschäftigung dem Arbeitgeber vorzulegen beziehungsweise bei späterem Erhalt unverzüglich nachzureichen.

T wie tratschen

Auch wenn man neu ist und zum Gespräch mit den neuen Kollegen etwas beitragen möchte: Wenn sich die Unterhaltung um Klatsch und Tratsch aus dem Unternehmen dreht, sollte man sich zurückhalten. Gerade als Neuling kann man sich mit (negativen) Äußerungen zu Abläufen im Betrieb oder gar zu Kollegen ins Abseits manövrieren.

Ü wie Überstunden

Wenn du über deine tägliche Arbeitszeit hinaus im Unternehmen bleibst, um beispielsweise noch eine Aufgabe zu erledigen, machst du Überstunden. Je nach Regelung im Arbeitsvertrag kannst du diese zu viel geleistete Arbeit durch Freizeit ausgleichen.

V wie Versicherungen

Man unterscheidet zwischen den verpflichtenden Sozialversicherungen wie Krankenversicherung, Unfallversicherung, gesetzlicher Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung und den freiwilligen Versicherungen. Welche freiwilligen Versicherungen du für dich abschließt, kannst du selbst entscheiden. Empfehlenswert ist eine Haftpflichtversicherung, die finanziell für dich einspringt, wenn du beispielsweise versehentlich fremdes Eigentum beschädigst. Es lohnt sich, sich zu diesem Thema gut beraten zu lassen und vielleicht auch den Rat von Familie und Freunden einzuholen.

W wie Workflow

Mit dem Begriff Workflow meint man im Arbeitsleben zuvor definierte Abläufe von Aktivitäten/Arbeitsschritten. Gerade als Neuling solltest du dich bei Unklarheiten über Abläufe erkundigen. Ansprechpartner sind deine Kollegen oder direkten Vorgesetzten.

Z wie Zu spät kommen

Grundsätzlich – aber gerade am Anfang – solltest du vermeiden, zu spät an deinem Arbeitsplatz zu erscheinen. Die Strecke zum Arbeitsort solltest du vor dem ersten Tag deshalb schon mal im Berufsverkehr abfahren, damit du realistisch einschätzen kannst, wie lange du brauchen wirst.

abi>> 30.05.2016

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