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Was tun bei Problemen?

Grüner Startknopf bei Spielautomat
Der Start ins Berufsleben ist nicht immer einfach. Ein Experte erklärt, wie man mit Problemen umgehen kann.
Foto: Martin Rehm

Start ins Berufsleben

Was tun bei Problemen?

Die ersten Tage im Beruf sind nicht immer leicht. Hin und wieder kann es sogar zu Problemen kommen, die sich nicht alleine lösen lassen. Wie man damit umgeht und an wen man sich wenden kann, weiß Florian Haggenmiller, Bundesjugendsekretär beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Auch wenn wohl in den meisten Fällen alles so läuft wie vereinbart, kann es vorkommen, dass an den ersten Tagen im Beruf Erwartungen enttäuscht werden: Die zugeteilten Aufgaben oder Arbeitszeiten entsprechen nicht dem, was vorab ausgemacht wurde, oder es gibt Probleme mit den Kollegen. Doch wie reagiert man als Berufseinsteiger darauf und an wen kann man sich wenden?

Probleme direkt ansprechen

Ein Porträt-Foto von Florian Haggenmiller

Florian Haggenmiller

Foto: Privat

Treten persönliche Probleme mit den neuen Kollegen auf, fühlt man sich beispielsweise ignoriert oder schlecht behandelt, ist es ratsam, den oder die betreffenden Kollegen freundlich aber direkt darauf anzusprechen – oftmals handelt es sich um Missverständnisse, die schnell aus der Welt geschafft sind. Geht es um die konkreten Aufgaben, wendet man sich am besten an seinen direkten Vorgesetzten. Je nach Situation kann es auch angebracht sein, das Problem im Team anzusprechen und zu klären. Auch an Kollegen, zu denen sich ein Vertrauensverhältnis herstellen lässt, könnten sich Berufsanfänger bei Problemen wenden.

„Handelt es sich um einen kleinen Betrieb mit flachen Hierarchien, kann es auch sinnvoll sein, den Chef damit zu konfrontieren“, findet der DGB-Experte. „Dabei sollte man darauf achten, es in einem geeigneten Moment vorsichtig anzusprechen und den Ton zu wahren.“ Wer nicht gleich zum Chef gehen, sich aber dennoch Gehör verschaffen möchte, kann sich – je nach Unternehmensgröße – auch an den Betriebs- oder Personalrat, vielleicht sogar an eine Jugend- und Auszubildendenvertretung wenden. Diese Instanzen vertreten die Seite der Beschäftigten und stehen auch mit den Gewerkschaften in engem Kontakt. „Dort werden nicht nur Konflikte mit dem Arbeitgeber gelöst, sondern es wird auch eingegriffen, wenn das Betriebsklima insgesamt beeinträchtigt ist“, weiß Florian Haggenmiller.

Nicht alles gefallen lassen

„Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass man sich in den ersten Monaten in der Regel noch in der Probezeit befindet“, sagt Florian Haggenmiller. „In dieser Phase können neue Mitarbeiter jederzeit auch ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Daher raten wir dazu, nicht gleich mit wehenden Fahnen durch den Betrieb zu laufen, sobald ein Problem auftritt.“ Was keineswegs bedeutet, sich als Neuling alles gefallen lassen zu müssen. „Man sollte nur besonnen reagieren und zunächst abwägen, ob das Problem wirklich so groß ist, dass es sofort angesprochen werden muss. Und wenn es so ist, sollte man gut überlegen, an wen man sich wendet.“

Weitere Informationen

„Ausbildung & Beruf. Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung“

Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, August 2015.
www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial.html

qualiboXX des BiBB

Filme über den Umgang mit Konflikten in der Ausbildung

www.qualiboxx.de/wws/so-nicht.php

DGB Jugend

www.jugend.dgb.de/dgb_jugend

Knigge

www.knigge.de

Bewerbertraining für Akademiker (m/w) der Bundesagentur für Arbeit

https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE.htm

abi>> bewerbungsbox

http://abi.de/bewerbung.htm

Bundeszentrale für Steuern (BZSt)

www.bzst.de

Buchtipps:

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Walter Feichtner, Heike Dietzel
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Die ersten 100 Tage im neuen Job.

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192 Seiten, 19,95 Euro
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abi>> 30.05.2016

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