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Ein Gespräch auf Augenhöhe

Junge Frau sitzt am Mac und sucht nach Jobangeboten.
Um auf Jobmessen mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten, sollte man gut vorbereitet sein.
Foto: Martin Rehm

Berufseinstieg durch eine Jobmesse

Ein Gespräch auf Augenhöhe

Der Sozialwissenschaftler Robert Anschütz (29) nutzte die Jobmesse SoWi GO!, die von der Uni Göttingen organisiert wird, um Kontakte mit möglichen Arbeitgebern zu knüpfen. Es klappte: Heute ist er Marktforscher mit dem Branchenschwerpunkt Healthcare beim Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos in München.

Deutschlandweit gibt es nur wenige Arbeitgeberkontaktmessen, die sich speziell an Studierende der Sozialwissenschaften richten. Ich kannte die Veranstaltung, weil ich sie als studentische Hilfskraft bereits zwei Mal mitorganisiert hatte. Bei der jährlich stattfindenden Messe stellen sich Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen vor – Marktforschung, Unternehmensberatung, aber auch aus der Erwachsenenbildung und der Sozialberatung.

In meinem letzten Mastersemester habe ich die Messe auch genutzt, um meine eigenen Ziele zu verfolgen. Unter den Ausstellern waren fünf Unternehmen, die mich interessierten, die wollte ich gerne kontaktieren. Mein Schwerpunkt im Masterstudium lag auf quantitativer Forschung, mein Favorit war ganz klar das Marktforschungsunternehmen Ipsos.

Termine vereinbaren und Infos einholen

Ein Porträt-Foto von Robert Anschütz

Robert Anschütz

Foto: Rouven Keller

Im Vorfeld habe ich Termine mit den Referenten ausgemacht und zur Vorbereitung ein paar Stunden investiert, um Informationen über sie und die Unternehmen allgemein einzuholen. Das ist heute dank diverser Jobportale im Internet zum Glück sehr einfach. Ich habe geschaut, was diejenigen studiert haben, über welche Themen sie geforscht haben und für welche Arbeitsbereiche sie heute zuständig sind. Wichtig war es mir, Gemeinsamkeiten oder Themen zu finden, die ich als Aufhänger in das Gespräch einfließen lassen könnte.

Ich wollte aber nicht nur Hintergrundwissen sammeln, um im Gespräch signalisieren zu können, dass ich mich tatsächlich für das Unternehmen interessiere: Ich hatte auch einen Lebenslauf und Zeugnisse dabei, damit es für die Referenten leichter wäre, sich später an mich zu erinnern.

Unternehmen sind interessiert am Gespräch

Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass man nicht als Bittsteller auf so eine Messe geht. Selbst wenn Sozialwissenschaftler auf der Liste der gefragtesten Fachkräfte nicht die vorderen Plätze belegen, sind die Unternehmen ernsthaft an einem Gespräch interessiert.

Aber um das auf Augenhöhe führen zu können, muss man sich eben ein wenig vorbereiten und auch flexibel sein. Mein Gesprächspartner auf dem Messestand zum Beispiel kam aus Hamburg und wir haben eigentlich über Einsatzmöglichkeiten in seiner Abteilung gesprochen. Doch statt Hamburg wurde ich danach nach München weiterempfohlen und erhielt die Möglichkeit, mich dort vorzustellen. Keine Frage, dass ich das gemacht habe.

Drei Kontakte, ein Vorstellungsgespräch

Aus den fünf Gesprächen, die ich auf der Messe geführt habe, haben sich drei Kontakte und ein Vorstellungsgespräch ergeben. Vielleicht auch, weil ich zeitnah telefonisch nachhakte, um mich wieder in Erinnerung zu rufen.

Heute bin ich selbst als Referent auf Messen unterwegs und finde: Es kommt immer positiv an, wenn sich jemand schon vorab informiert und auch Unterlagen dabei hat. Ich glaube aber auch, man sollte nicht allein auf Jobmessen setzen, sondern mehrgleisig fahren.

abi>> 10.05.2016

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