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Wo suchen?

Stapel eines Anzeigenblatts
Passende Stellen finden Jobsuchende beispielsweise in den örtlichen Tageszeitungen.
Foto: Hans-Martin Issler

Wie finde ich die passende Stelle?

Wo suchen?

Egal, ob man nach dem Studium die erste Anstellung sucht, nach einem Ausbildungsplatz fahndet oder nach einer abgeschlossenen Ausbildung das Unternehmen wechseln möchte: In einigen Punkten überschneiden sich die Wege der Suchenden. An manchen Stellen gehen sie aber auch auseinander.

Passende Stellen finden Suchende beispielsweise in den örtlichen Tagesszeitungen, in (spezialisierten) Jobportalen im Internet, in Fachzeitschriften oder in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (siehe hierzu auch das Interview: „Wie fange ich an?“). Auch die örtlichen Industrie- und Handelskammern oder die Handwerkskammern unterhalten in der Regel eigene Stellenportale. Wer sich für eine bestimmte Region interessiert, kann sich darüber hinaus über das Branchenverzeichnis und die Lokalzeitung einen Überblick über die Betriebe und Stellenangebote vor Ort verschaffen: „Große Unternehmen sind häufig allgemein bekannt, aber kleinere Ingenieurbüros, Agenturen oder Verlage kennt man nicht unbedingt“, weiß Nicole Jakob, Beraterin beim Career Service der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Stellenbörsen im Internet nutzen

Ein Porträt-Foto von Nicole Jakob

Nicole Jakob

Foto: Giulia Iamicelli

Wer Interesse an einem bestimmten Unternehmen hat, kann sich etwa auf der Website gezielt über offene Stellen oder Ausbildungsangebote informieren. Einige Unternehmen, wie die Rewe Group, betreiben eigene Stellenbörsen, veröffentlichen Jobangebote aber auch in allgemeinen Stellenbörsen. Karriereveranstaltungen und Messen können dabei helfen, Kontakte zu Personalverantwortlichen zu knüpfen – und zwar auch zu mehreren unterschiedlichen Unternehmen gleichzeitig. Und natürlich kann man auch über die sozialen Netzwerke wie etwa XING und LinkedIn fündig werden. Auf Stellen aufmerksam machen beispielsweise Einzelhändler auch über Aushänge in ihren Filialen oder Branchenverbände. Auch Tages- oder Wochenzeitungen haben häufig einen Stellenmarkt.

Ein Porträt-Foto von Dr. Thomas Kürn

Dr. Thomas Kürn

Foto: IHK

„Mit Jobbörsen im Internet kann man sich sehr gut einen Branchenüberblick verschaffen. Jobmessen haben den Vorteil, dass man gleich persönlich ins Gespräch kommt. Auch Social-Media-Plattformen haben sich zu einem wichtigen Kanal entwickelt: Jobangebote und Jobnachfragen verlagern sich zunehmend ins Social Web, sodass auch die Nutzung dieser Plattformen ein erfolgversprechender Weg sein kann“, sagt Dr. Thomas Kürn, Bereichsleiter Berufsausbildung der IHK München.

Akademiker sucht

„Studierende sollten zunächst ihre eigenen Stärken erarbeiten und für sich entscheiden, in welche Richtung sie sich beruflich bewegen möchten. Dann werden konkrete Akteure am Markt recherchiert: Arbeitgeber, Branchen und Institutionen“, erklärt Nicole Jakob. Doch wo finden speziell Akademikerinnen und Akademiker überhaupt passende Stellen? Neben den großen, allgemeinen Jobportalen gibt es etwa auch auf einzelne Branchen zugeschnittene Angebote wie etwa die wöchentliche Publikation des Wissenschaftsladens Bonn für Geistes- und Sozialwissenschaftler, in der Stellenangebote in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengetragen werden.

(Wirtschafts-)Informatiker und Mediziner haben laut Informationen der Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit übrigens am schnellsten eine feste Stelle nach dem Studienabschluss: 95 beziehungsweise 90 Prozent von ihnen üben ein Jahr nach dem Abschluss eine reguläre Erwerbstätigkeit aus. Im Mittelfeld liegen Absolventen aus Architektur, BWL und Sozialer Arbeit (jeweils 76 Prozent), Schlusslicht sind die Germanisten mit 58 und die Geschichtswissenschaftler mit 32 Prozent.

Ausbildungsplätze finden

Ein Angebot, das sich gezielt an diejenigen richtet, die nach einem Ausbildungsplatz suchen, ist die IHK-Lehrstellenbörse. Dort können Interessierte die Trefferliste nach Branchen oder Regionen filtern und auch gezielt nach ihrem Wunschberuf oder ihrem Wunschunternehmen suchen. Auch die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist eine gute Anlaufstelle für diejenigen, die nach einem Ausbildungsplatz suchen (siehe dazu auch das Interview „Wie fange ich an?“).

Ein Porträt-Foto von Alexander Pape

Alexander Pape

Foto: Privat

Laut dem Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) liegt der Anteil der Auszubildenden, die nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen werden, übrigens bei 67 Prozent. Kein Wunder: „Auch wenn wir junge Menschen ausbilden, möchten wir sie gerne behalten, insbesondere wenn sie ihre Ausbildung mit guten Leistungen abschließen“, bestätigt Alexander Pape vom Arbeitgebermarketing der Rewe Group.

Gute Chancen für ausgebildete Fachkräfte

„Dass gut ausgebildete junge Fachkräfte nach der Ausbildung das Unternehmen wechseln, kommt eher selten vor“, weiß auch Dr. Thomas Kürn. Trotzdem kann es natürlich sein, dass fertig Ausgebildete lieber in einem kleineren oder größeren Unternehmen arbeiten oder besondere Schwerpunkte in ihrem künftigen Berufsleben setzen wollen. Selbst wer betriebsbedingt nicht übernommen wird, hat gute Chancen: „Mit einer beruflichen Ausbildung hat man einen sehr guten Zugang zum Arbeitsmarkt. Wenn man mobil ist, gilt das für alle Branchen, auch wenn es in manchen leichter sein mag als in anderen“, sagt der Experte.

Sollte doch ein Stellenwechsel anstehen, rät Alexander Pape: „Bringen Sie Ihre Berufserfahrung als Argument für Sie ins Gespräch. Nutzen Sie Ihr bereits bestehendes berufliches Netzwerk aus Unternehmen, mit denen Sie zusammengearbeitet haben, und auch Kontakte aus der Berufsschule wie Lehrer und Mitschüler.“

Tipp für die Bewerbung

Einen Tipp für die Bewerbung hat Nicole Jakob: „Nimm die Perspektive des Lesers ein. Er kennt dich nicht, also ist auch nichts selbstverständlich.“ Wichtige Infos zu Studium, Praktika und Nebenjobs müssen – zugeschnitten auf die angestrebte Stelle – im Lebenslauf vermerkt sein, besondere Fähigkeiten, die ebenfalls zum angeforderten Stellenprofil passen und aus der Masse herausstechen, können auch im Anschreiben genannt werden. „Man muss sich überlegen, welche Infos aus dem eigenen Leben relevant sind, was man hervorheben möchte, um überzeugen zu können“, sagt Nicole Jakob. „Auch mit einem Ehrenamt oder einem Kellnerjob kann man bestimmte Fähigkeiten belegen.“ Viele weitere Tipps zum Thema Bewerbung erhältst du in der abi>> bewerbungsbox.

abi>> 16.05.2016

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