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Flexibel arbeiten – das geht!

Ein Brett zur Elterninfo im Kindergarten
Gerade für berufstätige Eltern ist es wichtig flexible Arbeitszeiten zu haben.
Foto: Hans-Martin Issler

Übersicht Arbeitszeitmodelle

Flexibel arbeiten – das geht!

Immer mehr Arbeitgeber ermöglichen ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten, zum Beispiel wenn diese eine Familie gründen wollen. abi>> erklärt eine Auswahl unterschiedlicher Modelle.

Teilzeit

Damit ist allgemein eine verkürzte Arbeitszeit gemeint. Das können zum Beispiel pro Woche zehn, 20 oder 30 Stunden sein. Auch ein wöchentlicher Wechsel von Vollzeitarbeit und Freizeit ist denkbar. In jedem Fall wird weniger gearbeitet, als es die betriebliche Regelarbeitszeit (35 bis 42 Stunden je nach Tarif bzw. Region) vorsieht. Teilzeitarbeiter verdienen entsprechend weniger als ihre Vollzeit-Kollegen und – dies wird oft übersehen - erhalten später eine geringere Rente. Allerdings bleibt so mehr Spielraum für familiäre Aufgaben oder Freizeitaktivitäten. Grundsätzlich gilt: Wer länger als sechs Monate in einem Unternehmen mit mehr als 15 Mitarbeitern beschäftigt ist, kann beim Arbeitgeber eine Verringerung der vertraglichen Arbeitszeit beantragen (Teilzeit- und Befristungsgesetz).

Job-Sharing

Beim Job-Sharing teilen sich zwei (oder mehr) Mitarbeiter einen Arbeitsplatz. Das kann eine Vollzeitstelle sein oder sogar eine Projektleitung, die 60 Stunden in der Woche erfordert. Wer welche Aufgaben und Arbeitszeiten hat, regeln die Job-Sharer meistens unter sich. Manche Teams wechseln tageweise, die anderen wöchentlich oder monatlich. Dafür muss allerdings die Chemie stimmen, denn genaue Absprachen und ein ausgeprägter Teamgeist sind das A und O. Auch Führungskräfte können so mehr Zeit für die Familie einplanen und trotzdem anspruchsvolle Aufgaben übernehmen.

Gleitzeit

Viele Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern durch Gleitzeit eine flexible Zeiteinteilung. Häufig gibt es eine Kernarbeitszeit mit Anwesenheitspflicht. Mittels Gleitzeitkonto wird die Arbeitszeit nachgewiesen und kontrolliert. Wer also phasenweise mehr oder weniger arbeitet, sammelt Plus- beziehungsweise Minusstunden an, die zum Beispiel für einen Termin beim Kinderarzt verwendet oder nachgeholt werden können, wenn der Nachwuchs auf Kitareise ist. Das monatliche Einkommen wird unabhängig vom Stand des Gleitzeitkontos gezahlt.

Homeoffice/Telearbeit

Bei der Telearbeit wird nicht im Büro, sondern von zu Hause aus gearbeitet. Dazu stellen die Unternehmen ihren Mitarbeitern eine technische Infrastruktur bereit, die den Zugriff auf geschäftliche E-Mails, Unterlagen und Informationen aus der Ferne ermöglicht (Telearbeitsplatz). Im Homeoffice lässt es sich manchmal konzentrierter arbeiten als im Büro, und die Arbeitszeiten können flexibler eingeteilt werden. Wird die Arbeitszeit allerdings mit Kinderbetreuung oder Hausarbeit kombiniert, kann das nachteilig für das Arbeitsergebnis sein. Eine gute Organisation ist in diesen Fällen also besonders wichtig. Wer das beherrscht, hat im Homeoffice viele Freiheiten und ist dadurch produktiver und zufriedener. Optimal ist in der Regel ein Mix aus Büro- und Heimarbeitstagen, um ausreichend Kontakt zu den Kollegen zu haben. Viele Arbeitgeber sind hier für individuelle Vereinbarungen offen.

abi>> 29.06.2015

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