Bianca Corswandts Arbeitszeit ist in Schichten aufgeteilt: Mal ist sie in der Früh-, mal in der Spät- oder auch in der Nachtschicht im Einsatz. „Der Dienstplan wird sechs Wochen im Voraus erstellt, sodass man immer schon einen Überblick hat, wann man im folgenden Monat arbeitet“, erklärt die Pflegerin. Am Anfang jeder Schicht erfolgt die Übergabe, damit jeder weiß, wie es den Patienten aktuell geht. „Die weiteren Aufgaben sind je nach Schicht unterschiedlich. Morgens gehen wir zuerst durch die Zimmer, messen den Blutdruck, nehmen Blut ab oder verabreichen Infusionen. Dann informieren wir die Patienten darüber, welche Untersuchungen an dem Tag anstehen, und helfen bei Bedarf beim Waschen, Anziehen oder Essen.“ Anschließend kommen die Ärzte zur Visite, und die Pfleger bringen die Patienten zu den Untersuchungsräumen.
Morgens werden zudem neue Patienten aufgenommen oder Patienten in andere Stationen verlegt. „Zwischendurch führen wir Telefonate, um Reha-Anträge zu stellen, Pflegestufen zu klären oder weitere Maßnahmen mit dem Sozialdienst des Krankenhauses abzusprechen.“ Im Nachtdienst werden zum Beispiel Materialien bei der Krankenhausapotheke bestellt, Tabletten für die Patienten zusammengestellt und Bettlägerige regelmäßig anders gelagert. „Und wir sind natürlich für die Patienten da, wenn sie die Notrufklingel betätigen und Hilfe brauchen“, erklärt Bianca Corswandt.
Teamfähig und einfühlsam
Teamfähigkeit sei für die Arbeit auf der Station sehr wichtig, ist sie überzeugt, denn man arbeitet stets mit anderen Schwestern, aber auch mit Ärzten und Therapeuten zusammen. Für die Patienten brauche man viel Einfühlungsvermögen. Und medizinisches Interesse ist auf jeden Fall von Vorteil. „Im Berufsschulunterricht haben wir viele medizinische Inhalte gelernt, sodass ich die Zusammenhänge gut verstehe – auch wenn ich vieles von dem Gelernten gar nicht selber anwende.“
Schon während der dreijährigen Ausbildung, in der sie verschiedene Stationen durchlaufen hat – von der Gynäkologie über die Operation bis zum Herzzentrum – begann die Mecklenburg-Vorpommerin mit einem berufsbegleitenden Studium an der Steinbeis Business Academy. Mit dem Abschluss „Bachelor of Arts (B.A.) in Nursing“ erhält Bianca Corswandt zu ihrer Praxiserfahrung auch eine akademische Qualifizierung in der Krankenpflege. Ihr Ziel ist es nämlich, später auch andere Bereiche der Gesundheitswirtschaft kennenzulernen. Eine Stelle in der Pflegedienstleitung, Aufgaben im Qualitätsmanagement oder auch in der Ausbildung sind nur einige der vielfältigen Möglichkeiten, die der Pflegerin dann offenstehen.





