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Rubrik Lehrer und Eltern


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Grund- und Hauptschullehrer

Bildung und Erziehung

Die erste Stunde Religion in der Klasse 4, die zweite Deutsch in der Klasse 9 - Bastian Zimmermann (25) arbeitet an einer Grund- und Hauptschule und muss sich daher im Unterricht schnell umstellen.

Bastian Zimmermann an einem Esszimmertisch. Im Hintergrund ein Regal mit diversen Kleinigkeiten und ein Fenster.

Arbeitsplatz Wohnzimmer: Bastian Zimmermann bereitet den Unterricht von Zuhause aus vor.

Foto: Privat

„Ich habe mich schon immer gern mit Kindern beschäftigt und war immer der Erste, der die Kleinen auf Geburtstagen bespaßt hat. Außerdem hatte ich selber in der Schule nicht so gute Lehrer und wollte es einfach besser machen. Deshalb habe ich mich für den Lehrerberuf entschieden.“ Nun kann Bastian Zimmermann den Unterricht so gestalten, wie er es am vernünftigsten findet. Der 25-Jährige hat an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe Physik, Deutsch und Katholische Theologie studiert und steht nun am Ende seines Referendariats, das er an der Erich Kästner Schule im baden-württembergischen Kronau absolviert. Hier ist Bastian Zimmermann früher selber zur Schule gegangen, bis er in der fünften Klasse aufs Gymnasium wechselte. Heute unterrichtet der gebürtige Kronauer sowohl Grund- als auch Hauptschüler und muss entsprechend flexibel sein.

Mit Respekt und Vertrauen

 Der Badener hat sich gezielt für die Schulform Grund- und Hauptschule entschieden, „weil ich hier meine Aufgaben sowohl in der Bildung als auch in der Erziehung sehe“. In einem Gymnasium zum Beispiel stehe eher die fachliche Lehre im Vordergrund als das Erziehen der Schüler. Unterstützung bekommt Bastian Zimmermann dabei von seinen Kollegen. „Wir reden über die Schüler mit all ihren Problemen und Fortschritten und geben uns gegenseitig Tipps für den Unterricht.“ Nachmittags finden immer wieder Elterngespräche statt. Doch der Großteil von Sebastian Zimmermanns Nachmittag geht für das Vorbereiten der Schulstunden am nächsten Tag drauf. „Die Schüler merken genau, ob man gut vorbereitet ist“, so die Erfahrung des angehenden Lehrers. Er versuche, auf jeden Schüler einzeln einzugehen, „denn jeder ist anders und hat einen anderen Zugang zum Lernen“. Gegenseitigen Respekt und Vertrauen hält er für die wichtigsten Voraussetzungen in einer Beziehung zwischen Lehrer und Schüler. 
Den ganzen Tag Dutzende von Menschen um sich herum zu haben, ist nicht jedermanns Sache. Lehrer müssen deshalb gut mit Stress umgehen können. Und auch wenn es mal Probleme mit den Schülern gibt, sollte man dies nicht persönlich nehmen  „Es ist wichtig, Berufliches und Privates zu trennen“, betont Bastian Zimmermann. Wer viel zu Hause arbeite, müsse auch mal abschalten können und wissen, wann es genug ist. In der Theorie weiß das der Lehramtsanwärter – in der Praxis braucht er jedoch derzeit noch für jede Schulstunde mindestens eine Zeitstunde, um sie vorzubereiten. Da wird es häufig auch mal Abend, bis Bastian Zimmermann den heimischen Schreibtisch verlässt.

Aber trotzdem: Sein Beruf, in dem er ständig gefordert wird, gefällt Bastian Zimmermann, weil jeder Tag wieder anders sei und andere Herausforderungen bringe. Allen, die ebenfalls überlegen, Lehrer zu werden, empfiehlt er, bei einer Schule zu hospitieren – das heißt, sich im Unterricht mal hinten in die Klasse zu setzen und den Lehrer bei seiner Arbeit zu beobachten: „Das ist ganz anders als in der Rolle des Schülers zu sein.“ Und während des Studiums sollte man dann die Möglichkeit nutzen, möglichst viel Unterrichtserfahrung zu sammeln. „Denn an der Hochschule lernt man nur Theorie und Fachwissen. Wie man einem Schüler wirklich etwas beibringt, das erfährt man erst in der Praxis.“

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