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Eigeninitiative macht sich gut!

Auf dem Foto ist eine Tageszeitung zu sehen. Eine Stellenanzeige ist rot umrandet. Auf der Zeitung liegen ein schnurloses Telefon und ein Stift.
Wer genau weiß, zu welchem Unternehmen er möchte, kann es auch per Initiativbewerbung versuchen.
Foto: WillmyCC

Initiativbewerbung

Eigeninitiative macht sich gut!

Wer sich "blind" bewirbt - also nicht auf eine veröffentlichte Stellenanzeige, sondern "auf gut Glück" —, hat an sich schon einmal Eigeninitiative an den Tag gelegt. Doch wie geht man bei der Bewerbung vor, um diesen Bonus auszubauen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden?

Keine Stellenausschreibung und somit kein klar umrissenes Aufgabengebiet oder ein Katalog an Fähigkeiten und Anforderungen, auf die du im Bewerbungsschreiben eingehen könntest. Was also tun, damit dein Anschreiben an Profil gewinnt und nicht so klingt, als könntest du es jedem x-beliebigen Unternehmen auch schicken? Die Kunst einer Initiativbewerbung besteht darin, herauszuarbeiten, wie du mit deinen Fähigkeiten den Unternehmenszielen nützlich sein kannst.

Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Was sind deine beruflichen Ziele, was suchst du genau?
  • Warum interessiert dich gerade dieses Unternehmen?
  • Was hast du bisher beruflich oder im Studium gemacht?
  • Was hast du deinem potenziellen Arbeitgeber zu bieten?

Um diese Fragen beantworten zu können, ist eine gründliche Vorrecherche nötig. Auf den Internetseiten, in Unternehmensbroschüren und Pressemitteilungen erfährst du das Wichtigste über die neuesten Entwicklungen, Produkteinführungen oder Dienstleistungen eines Unternehmens. Diese Informationen liefern dir Argumente und eignen sich als Aufhänger, wie du auf das Unternehmen aufmerksam geworden bist. Häufig unterschätzt werden die persönlichen Kontakte: Wer einen Mitarbeiter im Unternehmen kennt, könnte auf diesem Weg von Stellen erfahren, die nur intern ausgeschrieben werden.

Was genau du beruflich suchst und welche Tätigkeiten oder Unternehmensbereiche für dich in Frage kommen, gehört am besten gleich in den Betreff hinein. Kein Personaler wird darüber spekulieren wollen, wo in dem Unternehmen du möglicherweise eingesetzt werden könntest – verzichte also keineswegs auf diese berufliche Zielvorgabe.

Wenn es um die eigenen Fähigkeiten geht, sollte im Anschreiben die Betonung auf die Kompetenzen, die Berufserfahrung und die Schwerpunkte und Projekte gelegt werden, die zu der angestrebten Tätigkeit passen. Wer bereits Praktika in der gleichen Branche absolviert hat, in der auch das Unternehmen agiert, sollte diese Erfahrung hervorheben.

Ganz wichtig bei einer Initiativbewerbung ist der richtige Ansprechpartner. Das Anschreiben sollte in jedem Fall personifiziert sein, wobei der Ansprechpartner nicht nur ein Mitarbeiter der Personalabteilung sein kann, sondern auch der Leiter der Fachabteilung, für die du dich interessierst. Bei Initiativbewerbungen lohnt sich auch immer ein Anruf in der Personal- oder gleich in der Fachabteilung, um herauszufinden, ob überhaupt Personalbedarf besteht.

Noch ein Tipp: Viele Personalentscheidungen werden im ersten Quartal eines Jahres sowie im Herbst getroffen. Daher könnten Initiativbewerbungen zu diesen Zeiten besonders erfolgreich verlaufen.

abi>> 05.09.2011