Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Möbelproduktion auf Englisch

Parlament in London
Die Hauptstadt von England hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Foto: Melanie Loser

In der Ausbildung ins Ausland

Möbelproduktion auf Englisch

Grün, so weit das Auge reicht: Während ihrer Ausbildung zur Tischlerin verbrachte Matthea Georgy (23) vier Wochen in Bristol.

Uganda, Kanada oder San Diego: Auf verschiedenen Reisen tauchte Matthea Georgy bereits in andere Kulturen ein. „Ich finde es sehr spannend, mal über den Tellerrand zu schauen und neue Erfahrungen zu sammeln“. So war die angehende Tischlerin auch gleich begeistert, als sich ihr im zweiten Jahr ihrer Ausbildung, die sie beim Objekt- und Ladenbauspezialisten Knoblauch GmbH im baden-württembergischen Markdorf absolviert, die Gelegenheit bot, mit dem Projekt Go.for.europe für einen Monat nach England zu gehen. Die Servicestelle fördert Auslandspraktika von Auszubildenden in Baden-Württemberg. „Um einen Platz zu bekommen, musste ich einen Lebenslauf sowie ein Anschreiben auf Englisch einreichen“, berichtet sie. Schon bald traf die Nachricht ein, dass ihre Bewerbung überzeugt hatte.

Spachkurs in der ersten Woche

Ein Porträt-Foto von Matthea Georgy

Matthea Georgy

Foto: Privat

Zur Vorbereitung nahm Matthea Georgy an einem zweitägigen Seminar der Organisation teil, bei dem es in der Gruppe unter anderem um Teamentwicklung und Organisatorisches ging. „Die Teilnahme war Pflicht, um alles Weitere hat sich dann Go.for.europe gekümmert, bei jeglichen Fragen konnten wir auf unsere Betreuer zukommen. Besonders unterstützt wurden wir auch bei der Vermittlung des Praktikumsbetriebs sowie bei der Suche nach einer Gastfamilie.“ Sie fand einen Platz bei einer Möbeltischlerei im südenglischen Bristol.

Die erste Woche verbrachte die Gruppe gemeinsam in Birmingham und absolvierte dort einen Sprachkurs. Anschließend wurden die Teilnehmer zu ihren jeweiligen Gastfamilien gebracht. In ihrem Betrieb, in dem sie drei Wochen arbeitete, traf sie auf „sehr nette Kollegen“, die sie unter anderem mit nach London auf Montage nahmen. „Ein Highlight“, erzählt sie. Teile von einem Einbauschrank mussten damals in die Hauptstadt geliefert werden. Dort nutzte sie auch die Gelegenheit und besichtigte die große Werkstatt des Unternehmens. Mit ihrer Gastfamilie schaute sie sich Sehenswürdigkeiten in der Stadt an, fuhr auch mal in die Nachbardörfer und wurde auf die eine oder andere Familienfeier mitgenommen.

Die Erfahrung war für sie in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung. „Ich habe mich persönlich weiterentwickelt und mehr Selbstsicherheit gewonnen.“ Aber auch für ihre Arbeit konnte sie interessante Aspekte mitnehmen: „Ich habe für mich neue Methoden kennengelernt, eine andere Arbeitsweise gesehen – und außerdem mein Fachvokabular erweitert.“ Auch finanziell konnte sie sich die kleine Auszeit gut leisten: Der Großteil der Kosten für den Aufenthalt wurde von der kooperierenden Erasmus plus-Förderung übernommen.

abi>> 02.10.2015