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Auszeit für neue Erfahrungen

Junger Mann liegt im Bett und arbeitet mit einem Tablet.
Die Bücher beiseite legen und Kraft für neues tanken: Die abi>> Übersicht zeigt verschiedene Überbrückungsmöglichkeiten für die Zeit nach dem Abitur.
Foto: Julien Fertl

Überbrückungsmöglichkeiten im Überblick

Auszeit für neue Erfahrungen

Es gibt viele Gründe, zwischen Abitur und Studium oder Ausbildung eine Auszeit einzuschieben. Überbrückungsmöglichkeiten gibt es genug: Von Freiwilligendienst und Au-pair über Jobs im In- und Ausland bis hin zu Praktika und Sprachkursen. Dabei sammelt man wertvolle Erfahrungen und hat Gelegenheit, sich zu orientieren.

Freiwilligendienst

  • Motivation: Freiwilligendienste kann man in vielen Bereichen absolvieren, etwa in der Migrationshilfe, in einem Forstamt oder auch im Museum, im In- wie im Ausland. Nach Abschluss des Freiwilligendienstes erhalten Teilnehmer ein qualifiziertes Zeugnis über die erworbenen Kenntnisse.
  • Im Inland: Es gibt eine Vielzahl von Freiwilligendiensten, wobei nur der Bundesfreiwilligendienst (BFD), das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) sowie das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) über eine gesetzliche Grundlage verfügen. Diese bietet wichtige Schutzfunktionen wie die gesetzliche Sozialversicherung und den fortdauernden Anspruch auf Kindergeld. Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung werden oft erstattet oder gestellt. Außerdem bekommt man ein Taschengeld.
  • Im Ausland: FSJ und das FÖJ können auch im Ausland geleistet werden. Darüber hinaus kommen Organisationen wie der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) oder der Europäische Freiwilligendienst (EFD) infrage. Private Agenturen ergänzen das Angebot, sind aber meist mit höheren Kosten verbunden. Angeboten werden zum Beispiel Einsätze in der Friedens- und Versöhnungsarbeit oder im Sozialdienst.
  • Dauer: Ein Freiwilligendienst dauert in der Regel zwölf Monate, kann aber auch auf sechs Monate verkürzt oder auf 18 Monate verlängert werden. In Ausnahmefällen ist ein BFD bis zu 24 Monate zulässig.
  • Gut zu wissen: Wer mindestens 18 Jahre alt ist, hat du auch die Möglichkeit, einen Freiwilligen Wehrdienst zu leisten – etwa bei der Marine, der Luftwaffe oder im Sanitätsdienst. Dieser dauert sieben bis 23 Monate und beinhaltet einen Wehrsold.

Mehr zu Freiwilligendiensten erfahren Sie in der abi>> Rubrik „Freiwillige Jahre“.

Jobben

  • Motivation: Jobben nach dem Abi ist eine gute Gelegenheit, um Arbeitsluft zu schnuppern und dabei das Konto aufzufüllen. Ein Job im Ausland macht zudem um interkulturelle Erfahrungen reicher.
  • Im Inland: Prospekte verteilen, Brötchen verkaufen oder in einer Gärtnerei aushelfen: Neben- oder Ferienjobs sind mit Eigeninitiative in vielen verschiedenen Bereichen zu finden.
  • Im Ausland: Wie wäre es zum Beispiel, in Australien, Kanada oder Neuseeland zu jobben? Besonders beliebt sind Work &Travel-Aufenthalte, bei denen die Reise mit Gelegenheitsjobs finanziert wird. Im Trend liegt zudem das sogenannte Wwoofing, bei dem man für Unterkunft und Verpflegung auf Farmen mithilft.
  • Dauer: Vom Minijob über Teilzeitarbeit bis hin zum Vollzeit-Ferienjob ist alles dabei. Dauer und Umfang sind von den jeweiligen Jobangeboten abhängig.
  • Gut zu wissen: Die eigenständige Planung von Auslandsaufenthalten ist aufwändig – vor allem, weil es viele Formalien wie Visum und Co. zu berücksichtigen gibt. Hier kann es sinnvoll sein, sich von einer Vermittlungsagentur unterstützen zu lassen. Wer die damit verbundenen Kosten umgehen will, kann sich um ein Stipendium bewerben – davon gibt es allerdings nicht sehr viele. Einige Angebote findest du aber zum Beispiel auf www.praktikawelten.de. Für eine finanzielle Entlastung kann auch das Kindergeld sorgen, das zwar normalerweise pausiert, wenn du jobbst, unter Umständen aber gewährt wird, wenn du zusätzlich einen Sprachkurs besuchst. Hier lohnt es sich zu recherchieren, ob Dauer und Unterrichtsplan des Kurses in Deutschland anerkannt werden. Das Gleiche gilt übrigens auch für Au-pair-Aufenthalte.

Mehr zum Jobben erfahren Sie in der abi>> Rubrik „Jobben im In- und Ausland“.

Au-pair

  • Motivation: Erfahrungen im Ausland sammeln, Fremdsprachenkenntnisse verbessern und soziale Kompetenz erhöhen? Das klingt nach einem Au-pair-Aufenthalt. Im Gegenzug für Unterkunft, Verpflegung und ein kleines Taschengeld hilft man einer Gastfamilie bei der Betreuung der Kinder.
  • Im Ausland: Au-pair-Aufenthalte finden im Ausland statt und sind weltweit möglich. Besonders beliebte Ziele sind etwa die USA, Australien, England oder Frankreich.
  • Dauer: Meist dauert ein Au-pair-Aufenthalt sechs bis zwölf Monate, kann aber auch verlängert werden. Die Arbeitszeit pro Woche beträgt in der Regel 30 bis 40 Stunden.
  • Gut zu wissen: Im Internet bieten zahlreiche Vermittlungsagenturen ihre Dienste an. Hier sollte man darauf achten, dass es sich um eine seriöse Agentur handelt.

Mehr zu Au-pair-Diensten erfahren Sie in der abi>> Rubrik „Au-pair“.

Praktikum

  • Motivation: Will man Erfahrungen für das spätere Berufsleben sammeln und erste Kontakte knüpfen, trifft man mit einem Praktikum eine gute Entscheidung. Zudem sind für manche Studiengänge – etwa Agrarwissenschaften oder Bauingenieurwesen – Vorpraktika verpflichtend.
  • Im Inland: In nahezu allen Branchen werden Praktika angeboten. Manchmal lassen sich Stellen in der JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit finden. Bei der Suche ist aber vor allem Eigeninitiative erforderlich.
  • Im Ausland: Praktika sind auch im Ausland möglich. Um Missverständnissen vorzubeugen, sollte man sich aber vorab gründlich über die Bedingungen vor Ort informieren. Zu bedenken ist auch, dass in den meisten Fällen gute Sprachkenntnisse erforderlich sind. Außerdem muss man bei einem Auslandspraktikum Kosten für Vermittlungsgebühren, Versicherungen, An- und Abreise sowie Unterkunft einplanen. Finanzielle Unterstützung bekommst du unter Umständen durch ein Stipendium oder Auslands-BAföG.
  • Dauer: Dauer und Umfang von Praktika variieren und können häufig individuell abgesprochen werden.
  • Gut zu wissen: Neben Praktika können auch verschiedene studienvorbereitende Programme bei der Berufswahl helfen. Zu nennen sind hier etwa das Schnupperstudium und das Studium generale. Im Ausland bieten sich sogenannte Academic Gap Years oder Summer Sessions an.

Mehr zu Praktika nach dem Abi erfahren Sie in der abi>> Rubrik „Praktikum“.

Sprachkurs

  • Motivation: Englisch, Französisch, Spanisch oder doch lieber Japanisch? Mit Sprachkursen kannst du bereits erworbene Sprachkenntnisse vertiefen oder dir ganz neues Wissen aneignen.
  • Im Inland: Sprachkurse sind beispielsweise an der Volkshochschule möglich oder bei privaten Anbietern.
  • Im Ausland: Am leichtesten lernt man eine Sprache in dem Land, in dem sie gesprochen wird. Sprachreisen werden in Einzel- oder Gruppenunterricht sowie in verschiedenen Niveaustufen angeboten.
  • Dauer: Sprachkurse und -reisen sind schon ab einer Woche möglich. Einen größeren Lernerfolg wirst du jedoch haben, wenn du dich für einen längeren und intensiveren Unterricht entscheidest.
  • Gut zu wissen: Du hast Lust auf mehr? Sprachkurse lassen sich wunderbar mit anderen Überbrückungsmöglichkeiten kombinieren – sowohl im In- als auch im Ausland.

Mehr zu Sprachkursen erfahren Sie in der abi>> Rubrik „Sprachkurse und -reisen“.

abi>> 27.09.2018