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Mit Plan zum passenden Beruf

Studierende informieren sich in einer Bibliothek.
Frühzeitige Information ist bei der Frage nach der Studien- und Berufswahl das A und O.
Foto: Martin Rehm

abi» Berufswahlfahrplan

Mit Plan zum passenden Beruf

Bei der Vielzahl an Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Oder sich zu überlegen, wie man vom vagen Berufswunsch zum konkreten Wunschberuf gelangt. Der abi» Berufswahlfahrplan unterstützt Ihr Kind in der Phase der Berufsorientierung – Station für Station.

Station 1: Lerne dich kennen

Um herauszufinden, welches Studium oder welche Ausbildung zu einem passt, ist es nötig, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. „Was will ich?“ und „Was kann ich?“ sind die zwei zentralen Fragen in der Selbsterkundung. Den eigenen Interessen und Talenten kommt man über unterschiedliche Wege auf die Spur: Lieblingsfächer in der Schule, Hobbys, Gespräche mit Bezugspersonen oder Außenstehenden wie Berufsberatern der Agenturen für Arbeit oder Studienberatern an Hochschulen, Praxiserfahrungen oder Testverfahren können Anhaltspunkte liefern.

Studien- und Berufswahltests gibt es viele. Es lohnt sich, sich vorab zu informieren, ob ein Test etwas kostet und was er bietet, zum Beispiel eine Auswertung mit konkreten Empfehlungen. Kostenfreie und seriöse Testverfahren hält die Bundesagentur für Arbeit bereit: Das frei zugängliche Selbsterkundungstool Studium auf www.arbeitsagentur.de besteht aus vier Modulen zu Fähigkeiten, sozialen Kompetenzen, Interessen und beruflichen Vorlieben und ermittelt diejenigen Studienfelder, die am besten passen. Der Studienfeldbezogene Beratungstest wiederum prüft konkreter die Eignung für einen von sechs Studienbereichen. Für diesen Test vereinbart man einen Termin der örtlichen Agentur für Arbeit.

Station 2: Was darf’s sein?

Wer seine Stärken und Neigungen kennt, findet leichter (duale) Studiengänge oder Ausbildungsberufe, die damit übereinstimmen. Online und offline gibt es eine ganze Reihe an Informationsangeboten, die Einblicke in Studium, Ausbildung und Beruf gewähren und bei der Wahl des richtigen Angebots unterstützen.

Auf abi.de und berufsfeld-info.de berichten Studierende, Auszubildende und Berufstätige von ihren Erfahrungen. Das Portal studienwahl.de gibt einen Überblick über Studienfelder und bietet die Möglichkeit, über den „finder“ zu recherchieren, welche Studiengänge wo in Deutschland angeboten werden. Ausführliche Informationen zu Berufsbildern und Studiengängen liefert BERUFENET in Text und Bild, BERUFE.TV in Form von Videos.

Station 3: Vorstellung = Realität?

Worum geht es im Studium oder im Beruf? Um falschen Vorstellungen vorzubeugen, ist es wichtig, ein realistisches Bild vom favorisierten Studiengang oder Beruf zu gewinnen. Dabei helfen Informationen im Internet, aber auch Gespräche mit Berufs- oder Studienberatern.
Am besten ist es jedoch, durch ein Praktikum Praxisluft im Wunschberuf zu schnuppern. Auch die Vorstellungen von einem Studiengang kann man einem Realitätscheck unterziehen, etwa an Hochschulinfotagen oder im Schnupperstudium. Darüber hinaus bieten inzwischen zahlreiche Hochschulen sogenannte Self-Assessments an, über die man seine Eignung für einen bestimmten Studiengang ermitteln kann.

Station 4: Umgang mit Arbeitsmarktprognosen

Bei der Entscheidung für einen Studiengang oder einen Ausbildungsberuf spielt für viele auch die Frage eine Rolle, wie es später um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt bestellt ist. Sich mit Entwicklungen und Trends im anvisierten Berufsfeld auseinanderzusetzen, kann nicht schaden. Jedoch sollte man die eigene Berufswahl nicht allein von Arbeitsmarktprognosen abhängig machen – die Zukunft kann schließlich niemand sicher vorhersagen.
Grundsätzlich werden immer mehr höher qualifizierte Berufstätige gebraucht, während der Bedarf an Geringqualifizierten zurückgeht. Die Tendenz geht dahin, sich ständig neues Wissen anzueignen, projektbezogen und ortsunabhängig zu arbeiten.

Station 5: Und wenn es nicht klappt mit dem Wunschberuf?

Es ist ein gutes Gefühl, sich für einen Studiengang oder einen Ausbildungsberuf entschieden zu haben. Leider kann es vorkommen, dass die eigene Bewerbung abgelehnt wird. Wichtig ist, sich nicht davon entmutigen zu lassen.

Erhält man eine Absage von der Wunschhochschule, ist es auch kurzfristig noch möglich, an einer anderen Hochschule unterzukommen. Freie Studienplätze können in der Studienplatzbörse des Hochschulkompass‘ unter www.freie-studienplaetze.de recherchiert werden. Auch bei Absagen von potenziellen Arbeitgebern gilt: auf andere Unternehmen zugehen, die ebenfalls infrage kommen, oder verwandte Berufe in Betracht ziehen.
Eine weitere Option besteht darin, eine Auszeit zu nehmen, die man sinnvoll nutzen kann: für ein Praktikum, einen Auslandsaufenthalt oder ein freiwilliges Jahr.

abi>> 27.09.2018