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100 erste Tage an der Uni

Tagaktiv

Manchmal werde ich von meinen Kommilitonen oder Freunden dafür beneidet, dass ich offensichtlich morgens der fitteste Mensch der Welt bin und kaum Stress mit dem Aufstehen habe. Dafür bin ich auch sehr dankbar. Damit einher geht allerdings auch, dass ich abends immer müde bin. Sobald es auf 20 oder 21 Uhr zugeht, kann ich einfach nicht mehr produktiv arbeiten. Im Gengensatz zu meinem Mitbewohner, der sich völlig entspannt die ganze Nacht um die Ohren schlagen kann, wenn Klausuren oder Präsentationen anstehen, und dabei auch noch wirklich effizient ist.

Praktisch sind diese Eigenheiten für den Tagesablauf in unserer WG auf jeden Fall. Denn obwohl wir uns zu dritt eine Dusche teilen, hatte ich noch nie das Problem, dass das Bad morgens besetzt war als ich gerade rein wollte. Auf der anderen Seite ist es aber relativ schwierig, spontan mit meinen Mitbewohnern ins Quatschen zu geraten, weil ich sie schlicht nicht sehe. Morgens schlafen sie noch, dann bin ich bis abends in der Uni und habe danach meistens noch etwas vor. Wenn ich dann heim komme, falle ich direkt ins Bett. Und am Wochenende sind wir alle drei fast nie in Aachen. Trotzdem schaffen wir es ab und an, gemeinsam zu kochen oder einen Film zu schauen, wobei ich immer wieder merke, wie viel Glück ich hatte, in diese WG einziehen zu können. Wir verstehen uns nach wie vor richtig gut und das, obwohl wir vor meinem Einzug nur einmal geskypet haben. Damals war ich noch bei meinem Freiwilligendienst in Frankreich und hatte kein Internet in meinem Zimmer. Ich saß deshalb in der Sakristei des angeschlossenen Klosters, durch die in unregelmäßigen Abständen Nonnen liefen, während ich mehr oder weniger vergeblich versuchte, weder das große Holzkreuz auf der einen, noch das bereitliegende Priestergenwand auf der anderen Seite im Bildschirm erscheinen zu lassen.

Ich glaubte damals aufgrund der kuriosen Situation nicht an einen Erfolg. Im Endeffekt fanden wir uns aber dann doch sympathisch und nun leben wir inzwischen seit sieben Monaten in einer wirklich angenehmen WG zusammen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jun 28, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jun 28, 2016

100 erste Tage an der Uni

Wie es weiter geht

Ich bin momentan sehr glücklich. Nachdem ich ganz tief in mich hineingehört habe, weiß ich endlich was ich künftig machen will: Kunstgeschichte und Psychologie in Heidelberg studieren. Das ist natürlich etwas ganz anderes als Jura. Wie ich zu dieser Kombi gekommen bin? Ich wollte schon immer gerne Kunstgeschichte studieren, hatte jedoch Angst, danach keinen Job zu finden. Aus der Vernunft heraus entschied ich mich deshalb für Jura. Aber will ich in zehn Jahren bereuen, dass ich damals nicht meinem Herzen gefolgt bin? Nein, also habe ich mich in einige Vorlesungen gesetzt und mir einen Eindruck verschafft, wie meine nächsten Jahre ablaufen könnten. Je länger ich in der Kunstgeschichte-Vorlesung saß, desto mehr begeisterte mich das Fach. Für Psychologie interessiere ich mich schon länger und auch hier habe ich einige Vorlesungen besucht, mich mit Studierenden dieses Faches ausgetauscht und mit der Studierendenberatung gesprochen. Ich habe etwas gefunden, was mir Spaß macht und was mich erfüllt und endlich das Gefühl, angekommen zu sein.
Die große Frage, der ich mich noch stellen musste, war: hier bleiben oder wo anders hin gehen? Ich musste gar nicht lange überlegen und mir eingestehen, dass ich viel mehr an Heidelberg hänge als gedacht.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jun 24, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jun 24, 2016

100 erste Tage an der Uni

Die ersten Referate

Nachdem ich schon einige Monate studierte, war es soweit: das erste Mal Stress, das erste Mal Panik – die ersten Referate standen an! Und gleich auch noch zwei an einem Tag!

Die erste Hürde war, passende Literatur zu finden. Für mein Referat über ein tschechisches Drama aus dem 14. Jahrhundert in der Literaturgeschichtsvorlesung bekam ich passende Quellen von meinem Professor – allerdings um die 250 Seiten auf Englisch und Tschechisch. Für mein anderes Referat über den Vergleich der Nationalhymnen von Polen, Tschechien und der Slowakei schien es einfach keine zu geben. Fündig wurde ich schlussendlich aber dann doch – in der Bibliothek der Musikwissenschaft.

Dann hieß es ran an die Arbeit: Das Drama „Mastikar“ erwies sich als spannender, als zunächst gedacht. Ich befasste mich besonders mit der Sprache, die äußerst vulgär schien. Darüber hinaus las ich, wie eine mögliche Inszenierung ausgesehen haben könnte.

Die drei Nationalhymnen unterschieden sich vor allem durch ihre Geschichte und den damit einhergehenden Charakter. Die polnische Hymne ist äußerst militaristisch, die von Tschechien hauptsächlich darauf bedacht, die Schönheiten der tschechischen Natur zu preisen und die slowakische Hymne ruft zur Verteidigung des Landes auf.

Im Nachhinein kann ich festhalten: Es lief besser als gedacht. Die Handouts waren schnell gedruckt, die PowerPoint-Präsentation abgespeichert, der iPod war voll mit den Hymnen. Die 20 Minuten vergingen bei beiden Referaten wie im Flug und den Dozenten gefiel es auch ganz gut.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jun 16, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jun 16, 2016