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100 erste Tage an der Hochschule

Studenteninitiativen, Hochschulsport & Co.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich in meiner Schulzeit einmal gemeinsam mit Freunden vor dem Laptop saß und wir uns begeistert angesehen haben, wie unglaublich viele Sportarten beim Unisport angeboten werden – von Basketball über Bachata-Tanz bis Badminton ist alles dabei! Als das Semester anfing, hatte ich allerdings keinen Kopf dafür. Als ich dann von Freunden hörte, dass sie sich längst angemeldet hatten, lag die Anmeldefrist schon einige Tage zurück und die meisten Plätze waren belegt. Ich habe mir den Katalog mit Restplätzen angeschaut und war auf der Suche nach etwas mit Tanzen – was genau war mir egal. Ich fand den Kurs „Tänze der Welt“ und obwohl ich nicht so ganz wusste, was das überhaupt war, habe ich mich kurzerhand angemeldet. Habt ihr schon einmal Volkstanz ausprobiert? Ich habe zwar einige Jahre lang Ballett getanzt, aber bei Volkstänzen dachte ich an Walzer und Discofox, was ich ziemlich langweilig fand. Mein Unisportkurs entpuppte sich aber doch als sehr cool: Es werden Volkstänze aus verschiedenen Kulturen getanzt, mal im Kreis, mal mit Partner, mal jeder für sich. Der einzige Nachteil: Die Unisportstätten liegen so weit außerhalb, dass ich von meiner Wohnung bis zum Tanzraum fast 40 Minuten brauche. Ob ich dazu jede Woche Lust haben werde, bin ich mir noch nicht sicher.
Die Uni bietet aber noch viel mehr als Sport in der Freizeit: Vor allem gibt es tolle Hochschulinitiativen! Von Greenpeace über Amnesty bis zu Unicef – die meisten größeren Nichtregierungsorganisationen haben auch Hochschulgruppen. Außerdem lassen sich viele kleine Initiativen finden, wie Weltläden, Programme zum Unterstützen von internationalen Studierenden und mehr. Ich habe in meinen ersten Wochen an der Uni bei einem Treffen der Hochschulgruppe von Amnesty International vorbeigeschaut und fand es spannend, wie viele engagierte Studierende dort zu finden sind. Hoffentlich werde ich dazu in den nächsten Wochen auch noch Zeit finden.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 13, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 13, 2017

100 erste Tage an der Hochschule

Erstiwoche!

Von der berühmt-berüchtigten Erstiwoche hat wohl jeder zukünftige Studienanfänger schon gehört. Ich hatte zuerst einmal ein ganz anderes Problem: Zu Beginn meines Vorkurses war ich in meine neue Wohnung gezogen und hatte gemeinsam mit meinen Eltern Schreibtisch, Kleiderschrank und Deko in meine Wahlheimat gebracht. Was fehlt da noch? Natürlich, ein neues Bett! Aber als es mir geliefert werden sollte, hatte der Lastwagen einen Unfall. Der Fahrer und die darin verwickelten Autofahrer kamen zum Glück mit dem Schrecken davon, nur mein Bett war leider nicht zu retten. In meinem Zimmer habe ich daraufhin kurzerhand Iso- und Turnmatten gestapelt. Gar nicht schlimm, dachte ich mir, fühlte ich mich doch ein wenig an einen Campingurlaub erinnert und war außerdem froh, bei all den Erstsemestern, die Jahr für Jahr an die Uni strömen, überhaupt eine schöne Wohnung gefunden zu haben. Langsam aber sicher wurde mir aber doch klar, wie schön es ist, sich abends in ein Bett legen zu können: Nur mit der Isomatte sieht so ein Zimmer doch immer provisorisch und nicht heimisch aus.
Die Erstiwoche ist in erster Linie dazu gedacht, neue Leute zu treffen: Die Fachschaften der Fakultäten, in denen du studierst, organisieren Stadtrallyes, Brunches und mehr. Einige meiner Freunde, die im selben Jahr wie ich aber an anderen Hochschulen ihr Studium begannen, hatten weniger Glück, weil nicht viele ihrer Kommilitonen mitmachten. Bei uns dagegen war es eine total schöne Woche! Ich kann jedem Erstsemester raten, an der Erstiwoche teilzunehmen! Es ist wirklich eine super Möglichkeit, die Menschen, mit denen man später in den Vorlesungen sitzt, kennenzulernen und erste Freundschaften zu knüpfen. Mein Tipp: Vergesst zwischen Stadtrallye, Brunch und Co. nicht, euch von der Fachschaft beim Belegen der Veranstaltungen helfen zu lassen. Je nachdem wie frei euer Modulplan ist, ist das nämlich mitunter gar nicht so einfach!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 5, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 5, 2017

100 erste Tage an der Uni

Vorkurs: Ist das wirklich das Richtige für mich?

Ob Vorkurse notwendig sind, darüber lässt sich streiten. Ich habe mich dennoch für einen Englischkurs angemeldet, weil ich die Sprache einfach mag, in meinem Auslandsjahr aber eben keine akademischen Texte auf Englisch gelesen habe. Außerdem entschied ich mich für einen Vorkurs, in dem Politik und Gesellschaft im historischen Wandel besprochen werden sollen. Als der Englischkurs begann, habe ich zwar einen Mietvertrag unterschrieben, konnte aber noch nicht in mein Wohnheimzimmer einziehen – und sagte daher kurzerhand ab.
Beim zweiten Vorkurs wollte ich dafür unbedingt dabei sein! Den Wohnungsschlüssel hatte ich inzwischen. Nach dem langen Sommer bei meinen Eltern jetzt so früh aufzustehen kostete erst mal Überwindung. Die Suche nach dem Unigebäude forderte meinen Orientierungssinn ganz schön heraus. Dort angekommen fühlte sich das alles ein wenig wie Schule an: Wir saßen schweigend im Obergeschoss einer Bibliothek, selbst der Raum sah mit Tischen, Stühlen und Tafel eigentlich aus wie ein typisches Klassenzimmer. An den ersten Tagen sollten wir einen groben Überblick über die politischen und kulturellen Entwicklungen – angefangen beim antiken Griechenland bis hin zur DDR – bekommen. Morgens erhielt jeder einen Text, den wir lesen und uns gegenseitig vorstellen sollten, nachmittags bekam jeder einen zweiten Text, den er genauso bearbeiten und jeweils der Gruppe präsentieren sollte – und ich bekam langsam Zweifel, ob die Sache mit der Universität wirklich das Richtige für mich ist. Habe ich wirklich Lust, in den nächsten drei Jahren Texte zu lesen, die mir so wahnsinnig trocken erscheinen? Das weiß ich nicht, aber etwas anderes weiß ich: Jetzt ist es so oder so zu spät, um mich für dieses Jahr noch für etwas anderes zu entscheiden. Und nur aufgrund des Vorkurses kann ich wohl kaum wissen, ob mir mein neues Studium gefällt – da kann ich es auch gleich noch etwas länger ausprobieren.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 24, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Mar 24, 2017