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100 erste Tage an der Uni

Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

In der Schule gab es so etwas wie Facharbeiten, die dazu gedacht waren, dass man einen ersten Einblick ins wissenschaftliche Arbeiten bekommt. Ich habe damals einen Projektkurs in Sport belegt, was bedeutete, dass ich automatisch dort auch meine Facharbeit schreiben musste. Als Teil des Projektkurses war ich einmal pro Woche an einer Förderschule, an der ich den Sportunterricht zuerst nur unterstützt und später selbst organisiert habe. Am Ende habe ich eine Arbeit darüber geschrieben, wie beim Einteilen von Teams oder Gruppen unterschiedliche Strategien das Sozialverhalten der Schüler beeinflussen. Dass ich mich für diesen Projektkurs entschieden habe, hatte unter anderen auch einen bestimmten Grund: So konnte ich aktiv etwas machen und brauchte kaum Literatur für meine Facharbeit.
An der Uni sieht das aber plötzlich ganz anders aus: Ohne Literatur geht hier gar nichts. Vor meiner ersten Hausarbeit war ich deshalb zuerst absolut planlos. Dazu kam, dass es sich bei dem Seminar um eine Veranstaltung handelte, bei der wir in erster Linie Forschungsmethoden kennengelernt hatten – aber kaum Inhalte. Das Thema der Hausarbeit konnte ich mir daher absolut frei aussuchen, solange es irgendetwas mit Medien zu tun hatte.
Ich habe daraufhin einige Mindmaps gemalt, aber so recht entscheiden konnte ich mich nicht: Vielleicht etwas über Feminismus in der Werbung? Oder in Kinderbüchern? Oder im Internet? Letztendlich ist es etwas ganz anderes geworden: Ich schreibe über das Afrikabild, das die Youtube-Videos von entwicklungspolitischen Hilfsorganisationen konstruieren. Klingt abstrakt? Ich bin ganz froh darüber, weil ich es cool finde, mit Youtube zu forschen.
Was alles andere angeht, bin ich aber noch immer ebenso planlos wie zuvor: Wie so eine Hausarbeit nun funktioniert? Da habe ich keine Ahnung! Vor einigen Tagen habe ich zufällig eine Freundin getroffen, die gerade an ihrer Bachelorarbeit sitzt. Über meine Sorgen zu meinen ersten Hausarbeiten konnte diese nur schmunzeln – so viele Seiten wären das gar nicht. So kann man es natürlich auch sehen, oder?

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jun 16, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jun 16, 2017

100 erste Tage an der Uni

Klausuren stehen an

Zu Beginn meines Studiums konnte ich mir beim besten Willen noch nicht vorstellen, dass ich über das, was der Professor dort während der Vorlesung erzählt, irgendwann einmal eine Klausur schreiben sollte. Beim Mitschreiben fragte ich mich, wie ich all das jemals auswendig lernen sollte. Einige Wochen später führte dann aber nichts mehr daran vorbei: Irgendwie muss ich das wohl in meinen Kopf bekommen.
Weil ich Lernzettel noch nie mochte, habe ich es kurzerhand mit Karteikarten probiert; alle Notizen aus Vorlesungen und vorbereiteten Texten zusammengefasst, ausgedruckt und auf Kärtchen geschrieben. Ich hätte gedacht, dass das Aufschreiben dabei hilft, etwas von all dem auswendig zu lernen, aber so einfach war das nicht. Stattdessen fand ich es eher furchtbar eintönig, stundenlang Jahreszahlen und weitere Infos auf die winzigen Kärtchen zu notieren. Deshalb habe ich nebenbei vor allem eins gemacht: Serien im Internet angeschaut.
Etwas Gutes hatte die ganze Mühe aber: Als alle Infos für die Klausur einmal auf Karteikärtchen gebannt waren, war es recht einfach, sie auswendig zu lernen! Mein Tipp ist übrigens, in einen richtigen Karteikasten zu investieren. Ich nutzte jahrelang einfach leere Teeboxen. Beim Lernen für Klausuren möchte ich den Vokabelkasten allerdings nicht missen: Da brauche ich einfach ein wenig Ordnung.
Ansonsten gibt es aber wohl nichts, womit man Klausurphasen schönreden kann. Es macht einfach keinen Spaß, stundenlang Dinge zu lernen, auch wenn ich meinen Studiengang sehr gerne mag. Da kann man nur froh sein, wenn man eine Uni erwischt hat, die eine schöne Bibliothek hat!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jun 2, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jun 2, 2017

100 erste Tage an der Uni

Medienwissenschaft ist nicht gleich Medienwissenschaft

Was machen eigentlich Medienwissenschaftler? Es gibt unglaublich viele, die den Studiengang studieren möchten, aber gleichzeitig ist es schwierig herauszufinden, was man in diesem Studium tatsächlich lernt. So ganz wusste ich das auch nicht, bevor ich angefangen habe, es zu studieren. Ich liebe Bücher, Zeitschriften, Serien, Songtexte, soziale Netzwerke und Co. – da erschien es mir naheliegend, Medienwissenschaften zu studieren.
Inzwischen weiß ich, dass es in diesem Bereich ganz unterschiedliche Studiengänge gibt: Wenn zwei Universitäten einen Studiengang in Medienwissenschaften anbieten, heißt das noch lange nicht, dass sich die Studiengänge ähneln. In Medienmanagement geht es zum Beispiel viel mehr um wirtschaftliche Aspekte, in Medienrecht fließt Jura mit ein und in Medienwissenschaften viele Inhalte aus den Sozialwissenschaften. Neben inhaltlichen Vorlesungen und Seminaren haben wir deshalb zum Beispiel einige Veranstaltungen, in denen wir lernen, wie man forscht, das Konsumverhältnis von Menschen oder die Inhalte eines Zeitungsartikels untersucht.
„Ich dachte immer, in diesem Studiengang bringen sie euch bei, wie man Filme schneidet“, hat mir vor Kurzem jemand gesagt. Da musste ich etwas schmunzeln, nachdem ich nun schon in einigen Vorlesungen gesessen habe, in denen sie uns vieles beigebracht haben, aber nicht, wie man einen Film schneidet. In meinem Studiengang gibt es einige wenige Praxiskurse, in denen wir dies lernen können. Und das ist auch mein Tipp für alle, die etwas mit Medien machen wollen: Sucht euch einen Studiengang, in denen es zumindest einige Praxiskurse gibt!
Ansonsten geht es aber viel um die Wissenschaft dahinter: Wir haben zum Beispiel besprochen, wie die Anfänge der Medienwirkungsforschung aussahen, also untersucht, welchen Einfluss Medien zum Beispiel auf das Verhalten oder die politische Meinung von Menschen haben. Außerdem ging es um die Geschichte der Medien, welche Theorien über sie in ihren Ursprungsjahren aufgestellt wurden und ähnliches. Staubig oder spannend? Das muss wohl jeder für sich entscheiden – mir macht es jedenfalls Spaß!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  May 17, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
May 17, 2017