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100 erste Tage an der Uni

Ich bin Jugendbotschafterin!

Ich finde es super spannend, wie viele Möglichkeiten man im Studium für ehrenamtliches Engagement hat! Zahlreiche Initiativen, Vereine und Gruppen sind ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern und fast alle Nichtregierungs-organisationen haben in den größeren Städten auch Hochschulgruppen. Ob Greenpeace oder Amnesty International, ob Projekte mit Kindern mit geistiger Behinderung oder Initiativen in Altersheimen – eigentlich lässt sich in Unistädten für jeden etwas finden, der Lust hat, sich zu engagieren!
Ich würde mich gerne der Jugendgruppe einer politischen Partei anschließen, weiß aber noch nicht, welche Partei mir am meisten zusagt. Bei vielen partei-unabhängigen Initiativen finde ich es aber schade, dass sie nur selten mit Politikern zusammenarbeiten und versuchen, diese von sich zu überzeugen. Deshalb habe ich mich bei One beworben, einer entwicklungspolitischen Lobby- und Kampagnenorganisation, deren Jugendbotschafter sich zum Beispiel mit Politikern treffen, um zu erklären, warum es wichtig für Deutschland ist, sich für verstärkte und effizientere Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. Und wisst ihr was? Seit März darf ich mich jetzt selbst Jugendbotschafterin von One nennen!
Zu Beginn war ich bei einem Kick-Off in Berlin dabei, bei dem wir uns gegenseitig kennenlernen konnten, eine erste Aktion mitmachen durften und außerdem viel über die Arbeit der Organisation erfahren haben. One vertritt die Meinung, dass wo du lebst, nicht darüber entscheiden darf, ob du lebst – und das finde ich ziemlich cool! Die aktuelle Kampagne dreht sich darum, dass 130 Millionen Mädchen weltweit keinen Zugang zu Bildung haben. In Berlin haben wir kleine Videos gedreht, um darauf aufmerksam zu machen.
Ich bin sehr gespannt, was mein erstes Jahr als Jugendbotschafterin bringen wird. Gerade durch die Bundestagswahlen wird es bestimmt spannend!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 7, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jul 7, 2017

100 erste Tage an der Uni

Meine Bonn-Bilanz

Ich wusste, dass ich in Bonn studieren wollte, bevor ich jemals tatsächlich dort gewesen war. Das Jahr zuvor hatte ich in Madrid gewohnt und für meinen Studienbeginn wünschte ich mir eine etwas kleinere Stadt. Dass Madrid tatsächlich zehnmal so viele Einwohner hat wie Bonn, finde ich bis heute verrückt. Auch andere Faktoren sprachen für die ehemalige Bundeshauptstadt: Mich interessierten die Studienfächer „Politik und Gesellschaft“ sowie Medienwissenschaft sehr, die hier an der Uni gelehrt werden, das NRW-Ticket würde es mir erlauben, ab und zu ohne großes Planen zu meinen Eltern zu fahren, zwei Freundinnen von mir studieren bereits ganz in der Nähe in Köln und für Politikstudierende lockt Bonn mit ziemlich coolen Orten, an denen man ein Praktikum machen oder als studentische Hilfskraft arbeiten könnte.
Wenn ich jetzt, nach meinem ersten Semester, auf meine damalige Entscheidung zurückblicke, muss ich manchmal darüber lachen, wie sehr mich mein Bauchgefühl nach Bonn lenkte. Heute weiß ich: Ein Zehntel von Madrid, das ist wirklich eine kleine Stadt. Wohl fühle ich mich trotzdem! In Bonn braucht man nur einmal am Hauptbahnhof aussteigen und man trifft fast schon sicher irgendjemanden, den man kennt. Alle Freunde wohnen relativ nah beieinander und das Leben ist entspannter als in einer Millionenstadt. Dass Köln ganz in der Nähe ist, finde ich trotzdem gut: Wenn ich am Barbarossaplatz stehe, fällt mir auf, dass ich das Großstadtleben doch von ganzem Herzen brauche, die vielen Menschen, die Straßenbahnen und die großen Gebäude. Ob ich dort studieren möchte, weiß ich trotzdem noch nicht – vielleicht für den Master.
Witzig finde ich aber auch, wie stolz die Rheinländer auf ihr Bonn sind – jedenfalls die, die aus der Nähe kommen. Zudem ist es scheinbar extrem wichtig, ob man „rechtsrheinisch“ oder „linksrheinisch“ lebt, denn die rechte Seite vom Rhein ist natürlich die „falsche“ Seite (selbstverständlich, oder? ;)). Manchmal teilen Bonner Freunde auf meiner Facebookchronik Gründe, warum Bonn cooler als Berlin ist, während ich nie auf die Idee gekommen wäre, Bonn überhaupt mit Berlin zu vergleichen. Unser Bonn hat doch viel mehr Wohlfühlfeeling!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jun 29, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jun 29, 2017

100 erste Tage an der Uni

Meine innere Jahresuhr

Pfingstferien sind etwas Tolles! Das fand ich schon, bevor ich überhaupt studierte und meine ersten Pfingstferien als Studentin erlebt habe. Nach dem Abi leistete ich einen Jahr lang einen Freiwilligendienst in Spanien und meine beste Schulfreundin kam mich dort über Pfingsten besuchen – bis dahin wusste ich gar nicht, dass es so etwas wie Pfingstferien gibt.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich bis heute nicht herausgefunden, warum es an der Uni Pfingstferien gibt – ich hätte auch zu Schulzeiten absolut gar nichts gegen Pfingstferien gehabt. Nachdem sich aber in den Wochen davor zu schreibende Essays, vorzubereitende Referate und zu planende Hausarbeiten – mal ganz abgesehen von dem Statistikmodul, das wirklich dringend einmal nachbereitet werden möchte – angesammelt haben, war ich mehr als froh, eine ganze Woche frei zu haben, um endlich meine To-do-Liste abzuarbeiten.

Eine ganze Woche frei? Ganz so frei war sie dann doch nicht. Von Dienstag bis Donnerstag war ich in Bonn, um zu arbeiten, an den restlichen Tagen bei meinen Eltern. Viel geschafft habe ich dennoch und bin froh, dass ich in einigen Tagen meine noch fehlenden Referate hinter mich gebracht haben werde.

Am Studentenleben verwirrt mich noch immer, dass sich die innere Jahresuhr um ein ganzes Stück verschiebt: Aus der Schulzeit ist man ja gewöhnt, dass das erste Halbjahr von September bis Februar geht, das zweite Halbjahr dann ungefähr von März bis Juli. Im Jahr nach meinem Abitur habe ich meinen Freiwilligendienst von Oktober bis Juni geleistet – das passte auch noch. Jetzt ist es aber schon Juni, gefühlt also kurz vor den Sommerferien, dabei ist das zweite Semester erst halb vorbei. Der Vorteil: Es ist schön warm im Sommersemester! Ich glaube, ich finde es gar nicht mal so schlecht, dass ich frei haben werde, wenn es wieder etwas abkühlt. Der Nachteil: Ich kann noch gar nicht glauben, dass schon Juni ist! Gefühlt ist alles unglaublich schnell gegangen – obwohl ich in Wahrheit noch nicht einmal das zweite Semester hinter mir habe.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jun 21, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jun 21, 2017