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100 erste Tage an der Uni

Auslandssemester?

Informationsveranstaltungen gibt es an der Universität unzählige – vor allem zu unzähligen Themen. In meinem ersten Semester bin ich am Anfang zu unglaublich vielen Veranstaltungen gegangen, weil ich bloß nichts verpassen wollte: zu Filmvorführungen, zu Infoseminaren, zu Konzerten, zu Ringvorlesungen. Irgendwann ist es mir aber zu viel geworden.
In der letzten Woche war ich dann doch noch bei einer Informationsveranstaltung – es ging um Auslandssemester! Mir war früh klar, dass ich nach meinem Abitur nicht gleich studieren wollte, war mir damals gleich klar. Und nach meinem Freiwilligendienst habe ich damals lange überlegt, ob ich vielleicht noch einen zweiten Freiwilligendienst machen sollte – und bin jetzt froh, dass ich mein Studium doch schon begonnen habe!
Trotzdem: Ein Auslandssemester stand für mich nicht zur Debatte. In meiner Zeit in Spanien besuchte ich mit einigen Erasmusstudierenden einen Sprachkurs und konnte mich nie so ganz in deren Welt einfügen. Ich fand es immer etwas seltsam, dass sie untereinander Deutsch sprachen, während ich mich daran gewöhnt hatte, auf Spanisch zu denken. Und trotz meines B2-Sprachzertifikats, das ich für ein Auslandssemester in Spanien vorweisen müsste, kann ich mir gar nicht vorstellen, dort besonders viel zu verstehen.
Oder vielleicht doch? Bei der Infoveranstaltung bekam ich plötzlich Lust. In Bonn sind jede Menge Auslandsstudierende unterwegs und ich freue mich immer, wenn ich Seminare mit ihnen habe. Meist ist es ja total bereichernd, zu einigen Themen Beiträge aus einer anderen Perspektive zu hören. Ob Erasmus im europäischen Ausland oder vielleicht doch außerhalb der EU – die Universität in Bonn hat eine Menge Partnerschaften mit anderen Universitäten. Bewerben kann man sich immer im Herbst – also habe ich zumindest noch den Sommer, um mir zu überlegen, wohin ich gerne gehen würde.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Aug 11, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Aug 11, 2017

100 erste Tage an der Uni

Es leben die Flohmärkte!

Ich bin in einer Kleinstadt auf dem Land aufgewachsen. Wenn ich während meines Freiwilligendienstes in Spanien erzählt habe, dass diese tatsächlich so klein war, dass es erst in der Nachbarstadt ein Gymnasium gab, hat man mir meist kaum geglaubt. Kleidung einkaufen ist dort gar nicht so einfach, wenn man es als 14-Jährige nur auf die großen Ketten abgesehen hat, die aber im Umkreis der eigenen Stadt nicht vertreten sind. In der 8. Klasse haben sich meine Freunde und ich regelmäßig in den Zug gesetzt, sind eine knappe Stunde bis in die nächste Großstadt gefahren und dort zu H&M, Primark und all den anderen Läden gegangen. Etwas anprobieren, es mögen und dann doch nicht kaufen – das ging so gut wie gar nicht. Denn meist dauerte es einige Wochen, bis man überhaupt wieder fuhr. Dann blieb noch das Onlineshopping und deshalb bestellten wir fleißig viel mehr, als wir kaufen wollten, und probierten es zu Hause in Ruhe an.
Ich fand das alles ganz furchtbar. Ich möchte nicht mehr bei den großen Ketten kaufen und Konsum fühlte sich immer seltsam exzessiv an, wenn man nur jeden zweiten Monat einkaufen fuhr und so viel wie möglich mitzunehmen versuchte. Onlineshopping finde ich genauso nervig. Als ich nach meinem Abitur für meinen Freiwilligendienst nach Madrid zog, fand ich es super, stundenlang durch Läden zu bummeln, ohne etwas zu kaufen. Wiederkommen konnte man ja immer noch!
Erst seit ich in Bonn wohne, macht mir Shoppen jedoch erstmals wirklich Spaß und das hat einen Grund: Hier gibt es so wunderbar viele Flohmärkte und Second-Hand-Läden, in denen man stöbern kann! Zum einen finde ich es unfassbar traurig, wie oft Kleidung viel zu früh weggeworfen wird, und zum anderen mag ich es, mir vorzustellen, dass hinter den Stücken in meinem Kleiderschrank eine Geschichte steht. Deshalb mein Aufruf an alle: Schaut euch einmal in euren Städten um, wo ihr Kleidung aus zweiter Hand kaufen könnt! Das ist nicht nur eine tolle Möglichkeit, mal wieder auszumisten, sondern füllt auch den eigenen Kleiderschrank ganz schnell mit neuen Stücken, die mit Sicherheit nicht jeder besitzt!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 27, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jul 27, 2017

100 erste Tage an der Uni

Auf nach Maastricht!

Wisst ihr, wo die EU gegründet wurde? Na klar: In Maastricht mit den Maastrichter Verträgen! Nachdem ich im Wintersemester eine Vorlesung zu europäischer Außenpolitik besuchte, war es am Anfang eher ein Witz, dass meine Freunde und ich tatsächlich mal nach Maastricht fahren sollten. Letztendlich hatten wir aber Lust auf einen Tagestrip, wollten gerne mal wieder in die Niederlande und ziemlich kurzfristig sind wir einfach losgefahren!
Maastricht ist seitdem mein Tipp für alle Studierenden, die das Studententicket in NRW für den Öffentlichen Nahverkehr haben. Je nachdem, wo man studiert, dauert es zwar ein wenig, um bis nach Aachen zu kommen, aber generell ist die Stadt gut angebunden und der Weg dorthin für uns kostenlos. Ab Aachen kann man dann einen von vielen Bussen nehmen: Für 8,50 Euro fährt man nach Maastricht und wieder zurück – und die Strecke im Bus ist einfach super schön, wenn man dabei zusehen kann, wie immer mehr niederländische Straßennamen auftauchen.
In Maastricht angekommen, waren wir aber zuerst einmal etwas ratlos: Was wollten wir uns eigentlich anschauen? Mein erster Tipp: Pommes essen, denn die sind total lecker in Maastricht! Außerdem ganz lange auf der Brücke stehen bleiben und den Blick genießen. Ich bin ein totaler Fan von Flüssen und Brücken und lebe sowieso am liebsten in Städten, die entweder einen Fluss haben oder an einem See liegen – oder noch besser: am Meer. Maastricht hat einen Fluss, und da hab ich die Stadt direkt ins Herz geschlossen!
Weil ich einige Leute kenne, die in Maastricht studieren, die Universität dort unter Politikstudierenden auch einen super Ruf hat und durch die Nähe zu Brüssel zusätzlich spannend ist, habe ich insgeheim schon einmal überlegt, für meinen Master vielleicht nach Maastricht zu ziehen – aber so sehr hat mich die Stadt dann doch nicht überzeugt. Ich war ehrlich gesagt etwas überrascht davon, wie klein sie doch ist.
Die Uni sammelte bei mir dennoch Pluspunkte: In den Niederlanden müssen grundsätzlich Studiengebühren gezahlt werden und auch wenn ich strikt gegen diese bin, merkt man doch, wie modern die Uni dort ist. Außerdem war direkt an die Mensa ein kleiner Fanshop angeschlossen, in dem man Tassen, Pullover, Kugelschreiber und mehr mit dem Logo der Maastrichter Uni kaufen konnte – verrückt, finde ich!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 14, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jul 14, 2017