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Ausbildung live

Ein dankbarer Sommer

Keine Stimme. Kaputte Füße. Augen, die immer wieder zufallen. Muskelkater in allen Ecken und Enden des Körpers. Schlafmangel. Und trotzdem ein Lächeln im Gesicht.
Das alles sind Zeichen für einen genialen Sommer.
Vor Monaten habe ich angefangen, mit meinen Freunden Ferienfreizeiten zu planen. Etliche freie Tage und Wochenenden sind drauf gegangen, bis wir vor sechs Wochen alles ins Auto geladen haben und losgefahren sind.
Aufbau, Abbau, Umbau. Jeden Tag ist volles Programm, dazwischen gibt es ab und an doch ein paar Erholungspausen, um mal durchzuatmen.
Ich sehe Kinder wieder, die ich schon jahrelang betreue.
Ich lerne neue Leute kennen und schließe neue Freundschaften.
Ich muss Streitigkeiten und Diskussionen schlichten und ab und an auch mal eine Ansage machen. Alles ist dabei.
Ich finde diese Sommer so unglaublich prägend. Für die Kids und Teens, für die Mitarbeiter, für die Eltern und auch für mich. Täglich lerne ich eine Million Dinge und entwickle mich stetig weiter. Klar, es gibt immer mal Stolpersteine und Situationen, die ich im Nachhinein anders lösen würde, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Mit den Wochen sinkt so langsam meine Energierate und ich frage mich, warum ich mir das eigentlich jedes Jahr aufs Neue antue. Es gibt so viele Opfer, die ich bringe, nur um dabei zu sein. Wenig Schlaf, Parties, die ich verpasse.
Ja, ich bin müde und mein Körper will einfach nur schlafen. Ich bin kaputt ohne Ende. Aber seelisch war ich lange nicht mehr so fit und ausgeruht, wie nach diesem Sommer!
Ach könnte er nur länger gehen!

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 23, 2019
Autor: Lydia
Rubrik: orientieren
Aug 23, 2019

Ausbildung live

Über Glück und glücklich sein

Wenn die finanziellen und rechtlichen Aspekte keine Rolle spielen würden, was würdest du tun, um glücklich zu sein?
Diese Frage stelle ich mir alle paar Jahre. In meiner Abiturzeit war ich sehr unzufrieden. Unzufrieden, weil meine Noten nicht für meinen Traumstudiengang reichen würden, frustriert, weil ich nicht wusste, was ich stattdessen machen wollte und generell mochte ich die Schule wenig, weil ich mit manchen Fächern einfach nichts anfangen konnte.
Damals wusste ich sofort, was ich ändern würde. Ins Ausland reisen und Erfahrungen sammeln. Neue Leute kennenlernen. Und dann Medizin studieren.
Jetzt, zwei Jahre später, stelle ich mir die Frage wieder. Dabei kam aber eine ganz andere Antwort raus. Klar, würde ich gerne immer noch ins Ausland und auch immer noch studieren. Doch heute bin ich mit meinem Leben mehr als zufrieden, ja fast sogar traurig, dass meine Ausbildungszeit nur noch zwei Jahre dauert. Ich habe so viele neue tolle Menschen kennengelernt. Bewege mich immer wieder aus meiner persönlichen Komfortzone heraus und wachse über mich selbst hinaus. Also, was würde ich tun, um glücklich zu sein?
Ich glaube, aktuell so gut wie gar nichts. Vielleicht den Tag auf 36 Stunden ausdehnen, um mehr zu schaffen. Aber insgesamt genieße ich aktuell jeden einzelnen Tag. Und selbst, wenn es mit der Uni noch nicht geklappt hat, habe ich jede Menge Gründe, um glücklich und vor allem dankbar zu sein. Ich hab ein Dach über den Kopf. Ich hab ausreichend zu essen. Ich habe wunderbare Menschen an meiner Seite. Ich habe die Möglichkeit, einen der coolsten und schönsten Berufe zu erlernen. Ich habe die Möglichkeit, meine Meinung zu sagen, ohne Angst vor Verfolgung haben zu müssen.
Ich könnte die Liste ewig fortsetzen. Vielleicht regt das ja den einen oder anderen an, über das eigene Glück nachzudenken. Ich bin gespannt, was ich in zwei Jahren zu meinem Glücksstatus sagen kann.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Aug 9, 2019

Ausbildung live

Ringeding - und wann klingelt dein Wecker?

Mein neuer Theorieblock befasst sich mit dem Thema Schlaf und Bewusstsein. Eine Frage, war wie viel Schlaf wir tatsächlich benötigen. Einer Studie zufolge sind sechs Stunden Schlaf für junge Erwachsene vollkommen ausreichend. Mein kompletter Kurs inklusive mir sah das eher skeptisch. Ich selbst bin zwar ein Frühaufsteher, aber ich brauche gut sieben bis acht Stunden Schlaf, um mich wirklich fit zu fühlen.
Dennoch wollte ich das ganze mal ausprobieren. Am Anfang fiel es mir schon sehr schwer, länger aufzubleiben. Ich kann mich nicht so gut konzentrieren, demnach fallen Dinge, wie lernen oder lesen schon mal aus dem Beschäftigungstools raus. Nach der zweiten Folge meiner Lieblingsserie gehe ich doch ins Bett. Am nächsten Tag fühle ich mich ziemlich gerädert – klar, bei einer kurzfristigen Umstellung. Auch am nächsten Abend frage ich mich, wie ich meine neu gewonnene Freizeit nutzen kann. Da ich im Sommer weniger Appetit habe und gut den Tag ohne Essen auskomme, habe ich einfach mein Kochprogramm auf abends verschoben. Eigentlich wollte ich nach einer Woche mein kleines Experiment beenden, weil ich mich nicht ausreichend erholt gefühlt habe.
Jedoch kam es, wie es kommen sollte und ich konnte nicht mehr einschlafen. Lustigerweise fühlte ich mich ab dem Zeitpunkt, an dem ich die Sache eigentlich beenden wollte, plötzlich fitter. Vielleicht habe ich einfach nur eine gewisse Umstellungszeit gebraucht.
Ob ich der Studie Recht gebe, kann ich dennoch nicht behaupten. Jeder Mensch hat einen anderen Lebensstil und eine ein anderes Schlafbedürfnis und gerade im Schichtdienst bestehen besondere Bedürfnisse. Dennoch war das eine interessante Erfahrung für mich.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Jul 31, 2019