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Ausbildung live

Ausflug in die Endoskopie

Im Rahmen meines Einsatzes in der Gastroenterologie konnte ich einen Tag lang in der Endoskopie meines Lehrkrankenhauses hospitieren.
Die Endoskopie zählt zur Funktionsdiagnostik und führt Untersuchungen, wie Bronchioskopien, Magen- oder Darmspiegelungen durch. In der Endoskopie verläuft alles sehr zügig. In drei Räumen laufen gleichzeitig unterschiedliche Untersuchungen ab.
Ich dachte immer, dass solche endoskopischen Untersuchungen sehr lange andauern, doch länger als eine Viertelstunde dauert es meistens nicht. Der Patient wird anschließend in den Aufwachraum gebracht und dort in der Aufwachphase begleitet. Der Untersuchungsraum wird währenddessen schon wieder für den nächsten Patienten hergerichtet. Es ist schon sehr faszinierend, wie routiniert und perfekt das Team zusammen arbeitet. Jeder weiß, was zu tun ist. Der Zeitplan ist streng getaktet. Kommt ein Patient später oder kommt es zu Komplikationen, verschiebt sich alles nach hinten.
Zudem habe ich die Möglichkeit, mir die Verdauungsorgane durch die Kamera im Endoskop von innen anzusehen. Zu den gezeichneten Skizzen im Lehrbuch ist keinerlei Ähnlichkeit erkennbar und sowohl die Pflegekräfte als auch der Arzt erklären mir sehr viel Detailwissen.
Ich bin unglaublich dankbar, diese Möglichkeit gehabt zu haben. Doch auch, wenn ich diesen Tag sehr spannend und interessant fand, könnte ich mir nicht vorstellen, als Endoskopiekraft zu arbeiten. Die Untersuchungen unterscheiden sich kaum voneinander uns es gibt wenig Abwechslung. Für mich fehlt wohl etwas Action. Aber es ist trotzdem gut, den Horizont wieder einmal erweitert zu haben.

 

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 28, 2019

Ausbildung live

Praxiseinsatz in der Gastroenterologie

Schlag auf Schlag vergehen die Blockeinsätze in meiner Ausbildung. Nach vier Wochen auf der Schulbank bin nun wieder auf Station zu finden. Diesmal in der Gastroenterologie und Diabetologie, also alles rund um das Verdauungssystem. Wie praktisch, dass ich gerade im Theorieblock alles zum Verdauungssystem und dem Diabetes mellitus gelernt habe und nun die Theorie mit der Praxis verbinden kann.
Es ist außerdem einer meiner wenigen Erwachseneneinsätze. Ich habe zwar mein Freiwilliges Soziales Jahr in der Erwachsenenklinik gemacht, aber meine Ausbildung absolviere ich in der Kinderklinik. Dennoch darf ich einige Stunden in der Erwachsenenpflege verbringen. Es ist schließlich ein gewaltiger Unterschied, einen 80-jährigen Patienten oder ein Neugeborenes zu behandeln.
Entgegen meiner Erwartungen gefällt mir die Innere von Tag zu Tag mehr. Es ist eine extrem lehrreiche Station und ich nehme sehr viel Wissen als auch Erfahrungen mit nach Hause. Dennoch bestätigt mir dieser Einsatz, dass es für mich die richtige Entscheidung war, in die Kinderkrankenpflege zu gehen. Als ich den Ausbildungsplatz bekommen habe, lag meine Motivation darin, dass ich gerne mit Kindern arbeite und schon lange im Gesundheitswesen tätig sein wollte. Daher war der Beruf der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin die perfekte Kombination für mich.
Jetzt wird erst bewusst, warum ich für die Erwachsenenpflege nicht geeignet wäre: Patienten mit Demenz. Das ist für mich persönlich ein Aspekt, mit dem ich nur sehr wenig klarkomme. Ich habe vor jedem Menschen Respekt, der mit dieser Krankheit umgehen kann. Ich kann es nicht. Und da es häufig vorkommt, dass Menschen mit dieser Krankheit im Krankenhaus sind, ist die Erwachsenenklinik auf Dauer nichts für mich. Das geht vielleicht für ein paar Wochen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass mein ganzes Leben zu machen. Das ist der Punkt, an dem ich kaputt gehen würde. Umgekehrt höre ich viele Stimmen, die sagen, dass sie niemals in der Kinderkrankenpflege arbeiten könnten. Die Grenzen liegen bei jedem Menschen woanders.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Jun 21, 2019
Autor: Lydia
Rubrik: ausbildung
Jun 21, 2019

Ausbildung live

Was in uns eigentlich abgeht

Das größte Thema in meinem aktuellen Theorieblock ist das Verdauungssystem. Neben den anatomischen Strukturen der einzelnen Organe befasse ich mich mit den Stoffwechselvorgängen von Kohlehydraten, Fetten und Eiweißen.
Auch Krankheitsbilder von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus haben wir bereits besprochen. Es ist nicht leicht, sich alle Einzelheiten einzuprägen und manchmal fangen unsere Köpfe schon an zu rauchen.
Anfangs war ich nicht so begeistert von dem Thema. Mich persönlich interessiert das Nervensystem und dessen Erkrankungen viel mehr. Die Verdauung ist zwar ein wichtiges Thema, aber beschäftigt hatte ich mich damit noch nie richtig. Und nun frage ich mich, wie ich es so weit kommen lassen konnte! Denn entgegen meinen Erwartungen bin ich inzwischen fasziniert, was da alles in unserem Bauchraum abgeht. Es ist unglaublich, wie ein einziges kleines, nicht mal 100 Gramm schweres Organ wie die Bauchspeicheldrüse unseren Körper überhaupt aufrechterhalten kann. Und wie schädlich es wäre, wenn sie es nicht mehr tun würde. Spannend war es auch zu erfahren, warum die Magen- und Verdauungssäfte so sind, wie sie sind und tun, was sie tun.
Ich komme fast gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Es ist beeindruckend, wie viel der Mensch allein durch seine Ernährung in seinem Körper steuern kann.
Unbewusst habe ich dadurch angefangen, mich gesünder zu ernähren – und auch die Auswirkungen sehr schnell gemerkt. Ich fühle mich viel fitter, gesünder und wacher!
Dieser Theorieblock hat mir gezeigt, wie eindrucksvoll der menschliche Körper ist. Es macht Spaß, Informationen zusammenzusuchen und neue Dinge dazuzulernen. Da machen selbst Klausurvorbereitungen Spaß. Im Gegensatz zu den blöden Geschichtsklausuren im Abitur freue ich mich nun sogar, mein Wissen präsentieren zu können.

 

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Jun 11, 2019
Autor: Lydia
Rubrik: ausbildung
Jun 11, 2019