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Bachelor live

München auf links

In Halle an der Saale, wo ich aufgewachsen bin, ist die Club- und Bar-Szene sehr alternativ – ein wenig schmuddelig, aber auch gemütlich. Mein aktueller Wohnort München ist da eher für das genaue Gegenteil bekannt: schicke Clubs, in denen man Hemd trägt und wo das Highlight des Abends die Konfettikanonen sind.
Bevor ich nach München zog hörte ich die Geschichte eines Designers, der einmal einen Auftrag in München hatte: Er sollte die Toiletten eines Clubs auf authentische Weise so aussehen lassen wie in einem Berliner Club. Das heißt die Wände beschmieren und Sticker und Kaugummis als Wandschmuck anbringen.
Bis zum vergangenen Wochenende hielt ich diese Geschichte für halbwegs exemplarisch und zutreffend für das Münchner Nachtleben. Als ich dann aber mit meinen Mitbewohnern ins „Kafe Marat“ ging, war ich davon nicht mehr überzeugt. Denn hier sehen die Toiletten tatsächlich so aus „wie in Berlin“. Die Wände sind schwarz gestrichen, überall kleben Sticker mit politischen Statements. Getreu des Mottos „für mehr Krach und Unordnung in unserer Stadt“ wird hier bester Underground-Punk gespielt. Und auch die Getränkepreise liegen weit unter dem Münchner Durchschnitt. Für das ausschließlich vegane und vegetarische Essen darf man so viel geben, wie es einem wert ist. Neben dem normalen Barbetrieb am Wochenende finden hier außerdem auch Vorträge, Konzerte und sonstige kulturelle Veranstaltungen statt. Dass es so einen Ort in München gibt, hat mich total überrascht. Ich habe mich aber sofort wohlgefühlt und mit meinen Mitbewohnern beschlossen, dass das nicht unser letzter Besuch war.
München ist vor allem für seine urigen Biergärten, das Oktoberfest oder die schicken und teuren Läden bekannt. Aber eine alternative Szene gibt es hier trotzdem, auch wenn man sie aktiv suchen muss. Trotz oder gerade wegen seiner konservativen Dominanz ist München auch eine Stadt der Gegenkultur und Weltoffenheit.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  20.02.2019

Bachelor live

Klausurvorbereitung

Verlässlich wie eh und je klopft sie auch in diesem Semester wieder an die Tür: die Klausurenphase. Ich kann mich gut erinnern, wie ich am Anfang meines Studiums regelrecht ratlos war und keine Ahnung hatte, wie ich den Berg an klausurrelevanten Inhalten bewältigen sollte. Tatsächlich ist der Stoff für eine einzelne Klausur an der Uni oft mehr als das, was ich für das gesamte Abitur lernen musste. Mittlerweile habe ich aber eine Methode gefunden, mit der ich den Stoff gut bewältigen kann.
Da ich mir angewöhnt habe, die wöchentlichen Vorlesungen zeitnah nachzuarbeiten, setze ich mich schon im Laufe des Semesters mit dem Stoff auseinander. Dabei lese ich mir zu Hause immer noch einmal die Vorlesungsfolien durch und tippe Zusammenfassungen, sodass ich mir am Ende Lernzettel mit allen Vorlesungsinhalten ausdrucken kann. Das klingt vielleicht nach Fleißarbeit und möglicherweise ist es das auch. Ich habe jedoch festgestellt, dass ich mit solchen Lernzetteln wesentlich besser klarkomme als mit dem uns zur Verfügung gestellten Foliensatz. Die Lernzettel gehe ich dann nacheinander durch, markiere die wichtigsten Stellen und schreibe handschriftliche Stichpunkte und Schlagwörter auf die Rückseite des jeweiligen Lernzettel. Wenn es kurz vor den Klausuren dann ans Auswendiglernen geht, orientiere ich mich größtenteils an meinen eigenen Notizen, wobei ich auf der Vorderseite der Zettel immer noch einmal genauer nachlesen kann, wenn ich etwas nicht ganz verstehe.
Positiv an dieser Methode ist, dass ich kurz vor den Klausuren nicht von einem riesigen Berg an Lernstoff erschlagen werde. Negativ ist jedoch, dass es ziemlich aufwendig ist. Da ich unter Zeitdruck häufig leider ganz und gar unproduktiv werde, bleibt mir jedoch nichts anderes übrig.

Bachelor live

Tag der offenen Tür

Neulich war bei uns an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) Tag der offenen Tür. Auch ich war vor Ort, unter anderem auch deshalb, weil die Hochschule meinen Film zeigen wollte, was mich sehr gefreut hat. Hunderte Gäste kamen, um sich anzuschauen, wie in Bayern der Filmnachwuchs ausgebildet wird, wie unser immens großes Gebäude von innen aussieht und vor allem, um zu erfahren, wie man sich an der Filmhochschule bewirbt.
Zunächst erzählte meine Professorin etwas über das Studium. Als ich mich damals beworben habe, saugte ich jedes Wort auf, das über das Studium fiel. Besonders interessierte mich, wie die Bewerbung abläuft und nach welchen Kriterien ich bewertet werde. Die Einzelheiten des Studiums waren da fast schon Nebensache. Diese Filmhochschule ist eine der renommiertesten in ganz Europa. Wichtig war für mich nur, dass ich angenommen werde.
Umso spannender war es jetzt zu hören, wie meine Professorin den Studienablauf beschrieb. Es war interessant, meinen bisherigen Prozess und vor allem den noch vor mir liegenden Weg in seiner pädagogischen Sinnhaftigkeit beschrieben zu bekommen. Ich habe mich gefragt, ob ich mein Studium bisher tatsächlich so erlebt habe, wie es dargestellt wurde: Viel Praxis, nützliche Theorie und kreative Freiräume. Obwohl es auch viele Dinge gibt, die mich stören, bin ich der Meinung, dass die Hochschule nicht mit falschen Versprechungen lockt. Die Möglichkeiten sind tatsächlich traumhaft und das Schimpfen über einzelne Dinge ist Meckern auf hohem Niveau.
Nachdem mein Film dann gezeigt wurde, beantworte ich die Fragen der Zuschauer. Im Nachhinein fand ich allerdings nicht unbedingt die Zuschauerreaktionen auf meinen Film am interessantesten, sondern die Worte meiner Professorin. Diese hörte ich nach drei Semestern Studium wieder zum ersten Mal und sie waren für mich mindestens so inspirierend wie für die Filmhungrigen im Zuschauerraum.