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Bachelor live

Der Alltag kehrt zurück

In den vergangenen Monaten musste ich ständig zwischen Mainz, Frankfurt und Marburg hin- und herpendeln. Während der vorlesungsfreien Zeit stand nämlich ständig etwas an, sodass ich oft unterwegs und vor allem nie alleine war. Mit Beginn der Vorlesungen und dem neuen Semester stellt sich in Marburg aber langsam wieder Routine ein.
Nachdem nun die ersten Monate des Semesters vorbei sind, habe ich mich an meinen Stundenplan gewöhnt. In diesem Semester habe ich zudem einen Job als studentische Hilfskraft an der Universität angenommen, in den ich mich mittlerweile ganz gut eingearbeitet habe und den ich gut in meinen Wochenablauf integrieren kann. Außerdem bin ich froh, dass ich nach einer längeren Sommerpause wieder regelmäßig zum Sport gehen und mir so einen Ausgleich zum Alltag schaffen kann – das hat mir in den vergangenen Monaten gefehlt.
Dass es draußen mittlerweile kalt ist und früher dunkel wird, kommt mir auch ganz gelegen. Mit meinen Mitbewohnern sitze ich abends oft bei einer heißen Tasse Tee in unserer WG-Küche, um zu plaudern. Außerdem nehme ich mir viel eher mal die Zeit, früh ins Bett zu gehen, mal wieder ein Buch zu lesen oder zu zeichnen. Manchmal komme ich mir tatsächlich ziemlich langweilig vor, wenn ich mich selbst dabei erwische, dass ich mich am Wochenende eher für Couch und Netflix statt für Club und Party entscheide. Allerdings tut es mir momentan ganz gut, mir mehr Ruhe zu gönnen. Während ich nämlich im Sommer häufig gestresst war, fühle ich mich momentan ziemlich entspannt und ausgeglichen.

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  07.12.2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
07.12.2018

Bachelor live

McLuhan mal Anders

Im zweiten Semester meines Studiums an der Filmhochschule hatten wir Unterricht in Medientheorie. Der Stoff dieser Woche wurde nun zu Beginn des dritten Semesters in einer mündlichen Prüfung abgefragt, deren Bewertung schon unsere Vordiplomsnote in der Abteilung Medienwissenschaft bildet. Im Sommer musste ich also das mehrere hundert Seiten starke Skript lesen und natürlich auch verstehen. Im Unterricht hatten wir lediglich vereinzelte Ausschnitte besprochen. Jeder Jura- oder Medizinstudent würde darüber lachen, für mich war es aber ein harter Brocken.
Die Texte untersuchen vor allem, welchen Einfluss Fernsehen und Kino auf den Menschen und die Gesellschaft haben, wobei die verschiedenen Autoren höchst unterschiedlicher Ansicht sind. Die Apokalyptiker Theodor Adorno und Günther Anders etwa sehen im Fernsehen eine rein profitorientierte Kulturindustrie, die das menschliche Zusammenleben zerstört und unsere Gesellschaft durch die Fesselung an den TV-Apparat unmündig macht. Und während der berühmte Medienwissenschaftlicher Marshall McLuhan behauptet, dass die Inhalte des Fernsehens irrelevant sind, da uns allein die Tatsache prägt und erzieht, dass wir fernschauen, vertritt der sozialistische Enzensberger die Position, dass die Gesellschaft das Fernsehen nutzen soll, um politische Inhalte gleichermaßen empfangen und senden zu können. Damit entwarf er ein erstes theoretisches Modell von YouTube: Jeder wird zum Sender und zum Empfänger von Inhalten, nicht nur die großen Fernsehanstalten. In einem der moderneren Texte geht es um die Frage, weshalb wir das Gefühl haben, dass die Zeit immer schneller vergeht, aber trotzdem nie das tun, was uns eigentlich wichtig ist, sondern doch meist vor dem Smart Phone oder Fernseher landen, was uns nur noch unbefriedigter sein lässt. Das ließ mich auch über meine eigene Mediennutzung nachdenken.
Insgesamt war es dann also doch sehr interessant, sich mit diesen Texten zu befassen.

 

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  05.12.2018
Autor: Conny
Rubrik: studium
05.12.2018

Bachelor live

Feeneinsatz

Seit Kurzem arbeite ich im wahrsten Sinne des Wortes als Fee. Die Assistentinnen, die Seminare im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahrs Kultur begleiten, werden intern nämlich liebevoll Seminarfeen genannt. Da vergangene Woche das erste Seminar der Freiwilligen stattfand, hatte ich somit auch meinen ersten Einsatz als Seminarfee. Da ich bereits als Praktikantin die Einführungstage im September begleiten durfte, wusste ich zum Glück schon ungefähr, was auf mich zukommen würde und kannte sowohl meine Kolleginnen und Kollegen, als auch die Freiwilligen bereits.
Das Seminar stand unter dem Motto „Mut“. Was ist eigentlich Mut? Wann war ich zuletzt mutig? Und in welcher Situation wäre ich gerne mutiger gewesen? In verschiedenen Workshops zu Themen wie Songwriting, Performance, Theater, Bildende Kunst und Kreatives Schreiben haben sich die Freiwilligen in dieser Woche mit diesen Fragen auseinandersetzen können.
Meine Aufgaben als Seminarfee lassen sich nur schwer zusammenfassen. Ich bin als Fee ein Teil des Teams, gehöre jedoch nicht zu der Koordination. Während sich die Koordinierenden mehr um die Freiwilligen und ihre Anliegen bezüglich des Freiwilligendiensts kümmern, bin ich für Dinge rund um das Seminar verantwortlich. Quasi als „Fee für alles“ kümmere ich mich um alles, was anfällt. Beispielsweise übernehme ich die Kommunikation mit der Jugendherbergsleitung, treffe mit ihr organisatorische Absprachen, nehme gegebenenfalls Beschwerden und Wünsche entgegen und bespreche diese mit der Seminargruppe. Außerdem bereite ich Seminar- und Workshop-Räume vor, indem ich zum Beispiel Stühle stelle, dekoriere oder Materialien verteile. Zudem leite ich jeden Morgen die Warm-ups an und stehe den Freiwilligen bei Fragen so gut es geht mit Rat und Tat zur Seite. Und auch ich musste während des Seminars über meinen eigenen Schatten springen und Mut beweisen, als ich für eine selbst organisierte Unterhaltungsshow als Comedy-Figur verkleidet und vor knapp siebzig Personen rumgealbert habe. Spaß gemacht hat es aber allemal!

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  28.11.2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
28.11.2018