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Bachelor live

Die Eignungsprüfung

Ich erinnere mich. Es war genau vor einem Jahr: Meine Eignungsprüfung für den Studiengang Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Ich wurde über eine „Bettenbörse“ einer WG in Hildesheim übermittelt, bei der ich während meiner Eignungsprüfung kostenlos schlafen durfte. Die Mädchen der WG waren sehr nett, beantworteten mir geduldig meine Fragen, konnten mir aber meine Nervosität kaum nehmen. Eignungsprüfung: für mich damals ein ziemlich großes Wort. Eigentlich müsste ich doch gar nicht so nervös sein, versuchte ich mir klar zu machen. Es würde schon alles gut werden… Okay, sind wir mal ehrlich: Ich hatte keinen anderen Plan für meine Zukunft, ich hatte mich nur hier beworben. Ich wollte diese Eignungsprüfung also unbedingt bestehen! Wie anspruchsvoll sie werden sollte, wusste ich nicht. Ich machte mir den Druck selbst. Eine WG-Mitbewohnerin zeigte mir zur Ablenkung ein wenig die Stadt und den Campus. Das besondere in Hildesheim ist, dass die kulturellen Studiengänge einen eigenen Campus haben: Die Domäne Marienburg. Sie ist etwas außerhalb der Innenstadt gelegen und die Busverbindung ist nicht besonders gut. Ein Fahrrad stünde auf meiner Hildesheim-Checkliste also ganz oben. Aber die Lage mitten in der Natur schien mich zu beruhigen. Es war warm, die Sonne schien und ich konnte auf der Wiese zwischen den Gebäuden schon mal vorfühlen, wie es wohl wäre, sich hier öfter aufzuhalten. Und dieser Gedanke gefiel mir ganz gut. Am Abend saßen wir in der WG noch zusammen, wir aßen, redeten. Aber schlafen, das tat ich kaum. Ich versuchte mir einzureden, dass es einfach nicht mein Studiengang sei, wenn ich nicht bestehen sollte. Aber was waren meine Optionen? Am Ende bestand ich die Prüfung und das vollkommen unversehrt! Und heute kann ich ganz anders darauf zurückblicken. Ich habe mehr Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten gewonnen. Bald werde auch ich einen Prüfling aufnehmen und ihm oder ihr von meinen Erfahrungen berichten. Und ich werde versuchen, ihm die Aufregung ein wenig zu nehmen.

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Jun 17, 2019
Autor: Enne
Rubrik: studium
Jun 17, 2019

Bachelor live

Zeitplan für die Bachelorarbeit

10.000 Wörter oder 80.000 Zeichen auf ca. 40 Seiten in zwölf Wochen. Das sind die formellen Richtlinien, die ich für meine Bachelorarbeit habe. Anfangs haben mich diese konkrekten Vorgaben etwas abgeschreckt: Im ersten Moment klingen 40 Seiten nach einer ganzen Menge, während zwölf Wochen ganz schön kurz erscheinen. Betrachte ich die Wochen einzeln, muss ich wöchentlich ca. 800 bis 900 Wörter beziehungsweise 3 bis 4 Seiten schreiben, um rechtzeitig fertig zu werden. Zu meiner Erleichterung klingt das dann schon eher machbar, was mich sehr beruhigt hat.
Um trotzdem kurz vor der Abgabe nicht in Zeitdruck zu geraten, habe ich mir ganz zu Beginn der Bearbeitungszeit meinen Kalender zur Hand genommen und mir einen Zeitplan erstellt. Denn zwölf Wochen sind knapp bemessen für die empirische Forschung, die ich für meine Bachelorarbeit durchführe. Zwar muss ich in diesem Semester keine Vorlesungen oder Seminare an der Uni mehr besuchen, doch dafür arbeite ich nebenher noch und bin immer mal wieder unterwegs.
Doch bisher läuft es eigentlich ganz gut. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich irgendwann noch einmal für die zahlreichen Hausarbeiten dankbar sein werde, die ich im Laufe meines Studiums bereits schreiben musste. Doch ich bin wirklich froh darüber, wie geübt ich mittlerweile in den wissenschaftlichen Schreibtechniken bin. In den ersten Semestern musste ich beispielsweise noch ständig nachschauen, wie ich bestimmte Quellen korrekt zitiere und angebe. Fünf Semester später kenne ich mich damit aus, sodass mir das Schreiben nun wesentlich leichter von der Hand geht. Aktuell bin ich meinem Zeitplan sogar ein kleines bisschen voraus. Falls es an irgendeiner Stelle aber doch noch hapern sollte, habe ich sicherheitshalber auch einen gewissen Zeitpuffer in meiner Planung berücksichtigt und großzügig Zeit für die Korrektur und Überarbeitung meiner Bachelorarbeit eingeplant.

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jun 14, 2019

Bachelor live

Kopenhagen

Mit meinem Kurs war ich eine Woche in Kopenhagen. Ich war noch nie dort gewesen und freute mich sehr über diese Möglichkeit. Die Organisation haben hauptsächlich die Tutoren übernommen, sodass unser Professor genauso gespannt war wie wir. In Sechser-Zimmern waren wir in einem Hostel untergebracht.
Auf unserem Programm stand die Besichtigung unzähliger Gebäude. Dabei hatten wir gelegentlich Führungen, manchmal gingen wir aber auch nur an Gebäuden vorbei. Unser Zeitplan war straff, aber nichts im Gegensatz zur letzten Exkursion nach Belgien. Am ersten Tag erkundeten wir Kopenhagen zu Fuß, am nächsten Tag liehen wir uns Fahrräder und an den anderen Tagen legten wir größere Strecken mit dem Reisebus zurück. Dadurch konnten wir viele unterschiedliche Ecken entdecken.
Kopenhagen hat mich sehr überrascht. Vorab hatte ich schon im Internet recherchiert, aber dort sah man nur einen Teil vom Hafen mit kleinen bunten Häusern. Auch wenn die ganz schön sind, hat Kopenhagen doch sehr viel mehr zu bieten. Ein Paradies gerade für Architekturstudierende! Zurzeit werden große Flächen Kopenhagens neu bebaut, wodurch riesige Baustellen entstehen. Bei den unzähligen neuen Gebäuden sieht man hauptsächlich Beton und Glasfassaden, die in unterschiedlichsten Formen emporragen.
Unser Professor hatte uns anfangs erklärt, dass er einen Fotowettbewerb machen möchte, bei dem jeder von uns Fotos aus Kopenhagen einreichen und eine Kleinigkeit gewinnen könnte. An einem Abend machte ich mich daher mit ein paar Kommilitonen auf den Weg zu einem der neu bebauten Viertel, in dem auch das UN-Gebäude steht. Dort haben wir sehr schöne Nachtaufnahmen gemacht.
Am letzten Abend haben wir alle gemeinsam ein Picknick mit Baguette, Wein und Bier veranstaltet. Anschließend besuchten wir in eine Bar, in der unser Professor einen Tisch für 30 Personen reserviert hatte. Der Abend war sehr nett, da wir uns alle besser kennengelernt haben und wir uns gut mit unserem Professor unterhalten konnten.
Mit neuem Input fuhren wir wieder zurück nach Münster, wo sehr viel Projektarbeit auf uns wartete.

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  Jun 13, 2019