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Studentenleben live

Sorry, Stress

Ich habe nicht viele Konstanten im Leben, aber Stress ist mit Sicherheit eine davon. Diese Beziehung verläuft irgendwie etwas einseitig – vielleicht fühle ich mich deshalb gerade schuldig und unterbewusst dazu verpflichtet, zwei Dinge klarzustellen.

Erstens: Eigentlich ist Stress gar nicht der Niederschlag auf deine Kartenhausordnung, nicht der schummelnde Gegner, der deine Sanduhr manipuliert. Eigentlich ist Stress nur ein Gefühl, ist nur in deinem Kopf.

Ja, eigentlich habe ich einfach nur ein bisschen mehr zu tun als sonst, aber plötzlich ist gleich alles ganz furchtbar, weil Multitasking eben nicht so meins ist und früh aufstehen auch nicht. Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, beklage ich mich über meine lästige Affäre mit diesem Stress und entschuldige damit jede meiner Launen, obwohl ich meinen Lover schon länger nicht mehr wirklich gesehen habe. Ich schimpfe dass er so eine große Rolle in meinem Leben beansprucht, ohne zu bemerken, dass ich es bin, die ihm eine so große Rolle in meinem Kopf gibt. Eigentlich ist das unfair. Sorry, Stress.

Zweitens: Eigentlich ist Stress total in Ordnung, er hat nur ein hässliches Image. Und er kann eben nicht mehr sein als das, was wir aus ihm machen.

Ich meine, was macht Stress mit uns? Er erinnert uns daran, bewusster zu leben. Er fördert unsere Ziele und unsere Motivation. Er lässt uns Pläne machen. Er pusht uns also, bringt uns an unsere Grenzen und lässt uns dabei trotzdem menschlich wirken. Würden wir uns nicht stressen, würden wir auch nie etwas erreichen, wir hätten nie dieses erleichternde Gefühl nach dem klärenden Gespräch, in dem der Stress bestätigt, doch nur an einer offenen Beziehung interessiert zu sein. Alles ist plötzlich wieder so einfach und unbeschwert. Und dafür lieben wir ihn doch, wenn wir ehrlich sind. Oder?

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Apr 2, 2014
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Apr 2, 2014

Studentenleben live

Zwischenstopp in Belgrad

Bevor mich der Bus wieder nach Deutschland brachte, blieb mir ein Tag in der serbischen Hauptstadt Belgrad, der weißen Stadt. Zusammen mit drei Seminarteilnehmerinnen konnte ich sie erkunden. Es war für mich tatsächlich einer der schönsten Nachmittage meiner Reise. Ein angenehmer Wechsel nach acht Tagen Kleinstadtidylle.

Belgrad ist eine faszinierende Stadt. Erhaben ragen ihre hohen Gebäude in den Himmel, Sowjetcharme wechselt sich mit klassischen Bauten ab und von den Mauern der alten Festung aus lässt sich beobachten, wie sich die Flüsse Donau und Save vereinigen.

An wenigen Stellen in der Stadt lässt sich heute noch die Bombardierung von 1999 erkennen. Erst spät nachts, als wir zum Hostel zurückkehrten, machte uns Nina, die bereits mit uns auf dem Seminar gewesen war und uns die Stadt gezeigt hatte, auf einen verwahrlosten Koloss aufmerksam, dem eine Seitenwand fehlt. Dieser ist fast das letzte Kriegszeugnis, dass noch auf seinen Abriss wartet.

Währenddessen erstrahlt die Metropole nachts im Diskolicht. Sie hat sich einen Namen gemacht als Partymetropole des Südens und schon während der kurzen Nacht, die wir in Belgrad hatten, konnten wir einen lebhaften Eindruck ihres pulsierenden Lebens gewinnen. Eine zur Disko umfunktionierte Straßenbahn nahm Passagiere mit auf die Reise. Disko, Disko überall. Eine Bar, tapeziert mit alten Postern und skurrilen Subjekten, hat es uns schließlich angetan und schon bald tanzten wir zur rockigen Livemusik.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Apr 1, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Apr 1, 2014

Studentenleben live

Punkte sammeln

Mein Studium der Kulturwissenschaft neigt sich dem Ende zu. Ich schreibe nun nur noch die Bachelorarbeit und belege freiwillig ein paar Kurse, um noch Punkte zu sammeln. Eines wurde uns nämlich nicht gesagt: Man kann zwar an der Uni nicht durch zusätzliche Kurse für den Bachelor mehr Punkte sammeln. Wenn man sich aber für den Master bewirbt, werden oft fachspezifische Punkte verlangt. Ich zum Beispiel will in den Bereich Kommunikation und Medien wechseln und bräuchte dafür zwischen 40 und 60 Leistungspunkte. Ich kann durch mein Studium aber nur 20 vorweisen. Die paar Kurse, die ich jetzt noch zusätzlich belege, werden es auch nicht mehr rausreißen, aber dann weiß ich wenigstens, dass ich alles getan habe. Ebenfalls kann es hilfreich sein, die Bachelorarbeit in dem Bereich zu schreiben, in den man wechseln will. Manche der Unis, an denen ich mich bewerben will, geben dafür auch Extrapunkte. Ende April werde ich mich dann mal durch die Master-Bewerbungen arbeiten. Das werden wohl ganz schön viele werden, weil ein Fächerwechsel von Kulturwissenschaft in den Kommunikations- und Medienbereich nicht ganz einfach ist. Bei vielen Unis werden zur Bewerbung noch Motivationsschreiben verlangt und es müssen Aufnahmetests bestanden oder Auswahlgespräche geführt werden. Ich hab schon ein ganz schön mulmiges Gefühl im Bauch.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Mar 31, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Mar 31, 2014