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Studentenleben live

Klavierunterricht und Babysitting

Irgendwie hätte ich gerne einen Jetlag, mit dem ich alles entschuldigen könnte. Aber ich bin nun schon drei Wochen wieder im Lande (und Ländle). Nach Israel gab es aber nur eine Stunde Zeitverschiebung und ich muss wahrscheinlich zugeben, dass ich einfach nur faul bin. Und müde. Ich schlafe täglich mindestens neun Stunden. Selbst wenn ich mir einen Wecker stelle, schlafe ich danach einfach wieder ein, nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil mein Körper wirklich meint, das zu benötigen. Dementsprechend steht es natürlich so schlecht um meine Hausarbeit, dass ich darüber gar nicht detaillierter reden möchte. Meine To-do-Listen werden Tag für Tag länger und ich fühle mich schuldig, wenn ich Freizeitaktivitäten nachgehe, die mir Zeit rauben.

Immerhin das mit dem Klavierunterricht und dem Job hat funktioniert. Da liegt allerdings mein nächstes Problem: Am Dienstag ist meine erste Klavierstunde und ich wollte doch vorher immerhin ein paar alte Stücke wieder lernen, um dem Lehrer zu zeigen, was ich kann. Aber auch dafür finde ich kaum Zeit. Naja, so wird er immerhin sehr gut verstehen können, warum ich wieder einen Lehrer brauche, der mich triezt.

Im Nebenjob bin ich jetzt Babysitterin. Am Donnerstag war ich zum ersten Mal mit der mir anvertrauten Siebenjährigen im Zoo und es war wirklich schön. Kinder geben irgendwie so viele Anlässe und Entschuldigungen dafür, Dinge zu tun, aus denen man sich eigentlich für rausgewachsen hält. Obwohl ich sagen muss, dass es sich bei meinem Schützling keineswegs um ein typisches Kind handelt. Die Kleine kommt aus einer wohlhabenden Anwaltsfamilie und hat wahrscheinlich schon mehr Opern in ihrem Leben gesehen als ich (und ich hatte Musik-Leistungskurs). Vielleicht kann sie mir ja irgendwann noch Klaviernachhilfe geben und mir so helfen, mein Zeitmanagement in den Griff zu bekommen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Mar 25, 2015

Studentenleben live

Mein Leben in der Kneipe

So stellt man sich das Studentenleben gemeinhin vor. Ab und zu ist man vielleicht in der Uni, aber eigentlich lebt man in einer der berühmt-gammeligen Studikneipen, die wohl jede Stadt mit einer Hochschule zu bieten hat. In Freiburg gibt es davon natürlich auch nicht zu wenige, aber ich habe das Glück, in einer Kneipe zu wohnen, ohne dort etwas konsumieren zu müssen oder im Zigarettenrauch der anderen Gäste zu ersticken.

Nach den verrückten Geschichten der Wohnungssuche habe ich letztendlich eine gefunden, die nicht weniger verrückt ist. In Freiburg wird einfach alles vermietet, was nicht schon eingestürzt ist und sich irgendwie zu einem bewohnbaren Raum umgestalten lässt. Seien es ehemalige Dienstbotenzimmer, Keller, alte Scheunen oder – wie in meinem Fall – eine ehemalige Wirtschaft.

Der ursprüngliche Eingang von der Straße aus ist mit einem Rollladen verschlossen, wir betreten die Wohnung über den ursprünglichen Notausgang mit Feuerschutztür. Mein Zimmer hat eine schmale Schiebetür, durch die beleibtere Stammgäste wahrscheinlich nur seitwärts gepasst haben dürften. Das ganze Zimmer hat dunkle Holzbalken, an denen noch Haken für die Jacken der Gäste angebracht sind. Außerdem zieht sich ein hohes Wandregal durch den Raum, auf dem wohl früher mal Bierhumpen, Pokale oder altes uriges Geschirr gestanden haben müssen. Direkt hinter der Tür ist noch ein kleiner Tresen, auf dem vielleicht das Telefon oder die Kasse gestanden haben könnten. Jetzt stehen natürlich überall meine Möbel und das „Kneipenfeeling“ will nicht so ganz aufkommen. Aber vielleicht lege ich mir ja auch noch ein paar Bierhumpen und alte Reklameschilder zu, um der Geschichte dieses Zimmers gerecht zu werden.

Na dann, Prost!

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Mar 24, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Mar 24, 2015

Studentenleben live

Endlich Ferien

Es ist vollbracht! Fünf Wochen, drei Hausarbeiten, ein Essay und 12.585 Wörter später ... endlich Ferien! Am liebsten würde ich gerade singend durch die Bibliothek tanzen, denn ich kann es immer noch nicht so ganz fassen. Vor zehn Minuten habe ich endgültig die letzte Mail an meine Morphologie-Dozentin verschickt und jetzt ist es endlich soweit. Keine Recherche mehr, keine Nervenzusammenbrüche wegen nicht funktionierender Technik. Nur noch Ruhe und Entspannung.

Obwohl die Semesterferien bereits vor sechs Wochen angefangen haben, gab es für meine Freunde und mich eigentlich noch keine Minute zum Verschnaufen. Hausarbeiten, Blockseminare, Praktika … Manche glauben gar nicht, womit man seine vorlesungsfreie Zeit in Wirklichkeit so verbringt. Manchmal ist das sogar stressiger als das Semester selbst. Zum Glück hat man aber eigentlich immer genug Zeit, alle Arbeiten bis zur Deadline fertigzubekommen – vorausgesetzt man leidet nicht an der, unter Studenten sehr verbreiteten chronischen Krankheit Aufschieberitis.

Ich durfte diesmal leider nicht allzu viel trödeln und so musste ich das alles, wofür ich eigentlich noch locker zwei, drei Wochen länger gehabt hätte, in kürzester Zeit durchprügeln. Aus diesem Grund habe ich viele Abende damit verbracht, mich durch die ausgeliehene Sekundärliteratur zu wühlen, und saß wochenlang Tag für Tag alleine bei uns im Lern- und Studiengebäude. Anfangs lief das Ganze noch ganz gut und so schaffte ich die ersten beiden Hausarbeiten in gerade mal zwei Wochen. Doch spätestens danach ließ nicht nur mein Konzentrationsvermögen, sondern auch meine Motivation ziemlich nach.

Aber jetzt bin ich endlich fertig. In einer Woche fahre ich zusammen mit meinem Papa in den Urlaub und da brauche ich mir dann keine Gedanken mehr um irgendwas zu machen. Drei Wochen mit dem Wohnmobil. Frankreich. Irland. Großbritannien. Ferien, ich komme!

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 24, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 24, 2015