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Studentenleben live

Film, Film und Radio

Auch in diesem Semester habe ich wieder viele praktische Seminare. Ich mache zum Beispiel einen Radiobeitrag zum Thema Mediensucht in Kooperation mit dem SWR. Am Montag fahren mein Team und ich dafür in die Uniklinik Tübingen und „fangen einen O-Ton von Experten ein“, sprechen also mit Psychologen über das Phänomen. Damit der Beitrag anschaulich wird, brauchen wir dann noch einen Betroffenen. Außerdem mache ich dieses Semester zwei Filme, einen für das Sozialministerium Baden-Württemberg zum Thema Inklusion und den anderen ausschließlich für die Uni zum Thema Berufsfelder. Momentan werden wir noch in die Kamerahandhabung und in die Bedienung eines Schnittprogramms eingeführt, sind auf der Suche nach Statisten und schreiben das Drehbuch. Aber dann kann es endlich beginnen.

Da ich in den Sommerferien wieder ein Praktikum mache, versuche ich, für die theoretischen Vorlesungen so gut ich kann vorzuarbeiten. Außerdem bin ich in den Verein „oikos Tübingen“ eingetreten – nachdem ich ja auch schon bei „oikos“ in Koblenz tätig war. Der Verein beschäftigt sich grundsätzlich mit nachhaltigem Wirtschaften, ist aber in jedem "Chapter" (Bezirk) anders ausgerichtet. Die Vereinsarbeit wird mich also auch in Anspruch nehmen, aber ich habe mir all die Aufgaben selbst ausgesucht und freue mich deshalb darauf, mich ihnen zu stellen und sie hoffentlich zu meistern.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  May 19, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
May 19, 2015

Studentenleben live

V wie Vorstellungsgespräch

„Bewerbung absenden“ – mit diesem Button beendete ich erst kürzlich wieder einen Bewerbungsprozess für die Position als Marketing-Manager. Drei Tage später erhielt ich von diesem Unternehmen eine E-Mail. Die Betreffzeile war neutral formuliert. „Ihre Bewerbung vom xx“ hieß es da. Meine Mundwinkel wanderten automatisch nach unten. Sicher eine Absage, dachte ich. Doch als ich die E-Mail öffnete, wurde ich eines besseren belehrt, denn es handelte sich um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, yes! Ich sagte sofort zu.

Einige Tage später begann ich mit den Vorbereitungen: Unternehmens- und Produktrecherche, Kurzvorstellung vs. detaillierte Vorstellung, Stärken-Schwächen-Auseinandersetzung etc. – das volle Programm. Auch wenn viele Personaler heutzutage gar nicht mehr direkt nach Stärken und Schwächen fragen, so rate ich jedem, sich doch für den Fall der Fälle darauf vorzubereiten. Irgendwie wird diese Information nämlich immer entlockt. Noch einmal einen intensiven Blick auf die Stellenausschreibung zu werfen gehört übrigens auch dazu. Schließlich liegt es nahe, gefragt zu werden, wie man sich den Berufsalltag bei dieser Position vorstellt, also welche Aufgaben wohl konkret dazugehören könnten und dergleichen.

Last but least ist die Vorbereitung von eigenen Fragen unverzichtbar. Erstens sollte man stets Interesse und ein gewisses Maß an Neugier zeigen und zweitens kann es natürlich sein, dass einige Informationen im Gespräch noch nicht kommuniziert wurden. Beispiele sind hier die Frage nach Kernarbeitszeiten, Teamaufstellungen, Urlaubsregelung, Dresscode oder Arbeitszeiterfassung – gibt es ein Gleitzeitkonto und wie wird mit Überstunden umgegangen? Bald geht es los. Ich werde euch auf jeden Fall berichten, wie es gelaufen ist – drückt mir die Daumen!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  May 18, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
May 18, 2015

Studentenleben live

Eingelebt

Langsam aber sicher habe ich mich eingelebt. Nicht weil ich umgezogen wäre oder so, nein: eingelebt im neuen Alltag, in meinem Praktikum. Und wenn ich das mal genauer betrachte, habe ich fast alles schon durchgemacht in diesen vier Wochen: Ich war von beiden GdL-Streiks massiv betroffen, bin Umwege gefahren oder habe anderthalb Stunden am Bahnhof verbracht, weil eigentlich angezeigte Züge doch nicht fuhren oder ich einfach nicht mehr in die Bahn gepasst habe und auf die nächste warten musste. In meiner Praktikumsschule hat es gebrannt und sie musste für ein paar Tage geschlossen bleiben. Ich habe Unterrichtsstunden in Kunst und MeNuK (Mensch, Natur, Kultur) gehalten, positives und negatives Feedback bekommen und einiges davon umsetzen können. Außerdem habe ich das Kind ausgewählt, das ich bis zu den Sommerferien intensiv in der Einzeltherapie fördern möchte und auch schon erste Therapiesitzungen gehabt. Ich habe schon verschlafen und war krank, war bei einer Stufenkonferenz, habe ein paar Eltern kennengelernt, Unterrichtsskizzen geschrieben, den Kopierer verstanden, eine Kaffeetasse im Lehrerzimmer deponiert und, und, und.

Nur eine ganz elementare Erfahrung fehlt mir noch: der erste Besuch meiner Dozentin an der Schule. Durch den Brandfall musste der erste Unterrichtsbesuch nämlich ausfallen und so kommt sie erst morgen, in meiner fünften Woche also, zum ersten Mal. Dementsprechend bin ich noch viel aufgeregter, als ich es vielleicht gewesen wäre, wenn sie in der dritten Woche gekommen wäre – sie hat vielleicht mehr Erwartungen. Außerdem wird sie nun bei einer Therapie-Sitzung dabei sein und nicht im Unterricht, wie es in Woche drei der Fall gewesen wäre. Abgesehen davon hat sie uns bei einem Kennenlerntreffen bereits geraten, sie doch bitte daran zu erinnern, auch etwas Positives zu sagen, wenn sie uns Feedback gibt. Nicht gerade motivierend, so eine Information. Und zu allem Überfluss weiß ich nicht mal, wie ihr Name korrekt ausgesprochen wird. Alles in allem scheint das morgen also ein bisschen zum Scheitern verurteilt.

Abgesehen davon geht es mir wirklich wunderbar in meinem Praktikum – meine betreuende Lehrerin ist total lieb, meine Kommilitonin ist ebenfalls super und absolut kein spießiger Streber, wie ich anfangs dachte. Wir kommen wirklich sehr gut miteinander aus. Und die Kinder sind der absolute Wahnsinn. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich mich dazu berufen fühle, Lehrerin zu werden, aber es ist in jedem Fall eine ziemlich gute Wahl, die ich da intuitiv getroffen habe, als ich mich für dieses Studium einschrieb.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  May 15, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
May 15, 2015