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Studentenleben live

Turbulente Umzugszeit

Schluck und schnief. Es ist soweit: Ich bin durch meine erste Prüfung gerauscht. Es war vielleicht doch etwas utopisch zu glauben, eineinhalb Semester Umweltrecht reichen aus, um in einer Klausur einen baurechtlichen Genehmigungsfall zu prüfen. Ein bisschen traurig bin ich schon, denn hätte ich nur einen Punkt mehr gehabt, hätte ich bestanden. Leider konnte ich den Nachholtermin nicht wahrnehmen, da ich zeitgleich an einem Symposium beteiligt war und ein Referat halten musste. Aber viel Zeit zum Trübsal blasen bleibt mir nicht, schließlich gibt es große Neuigkeiten: Seit ein paar Wochen steht fest, dass wir Bayreuth den Rücken kehren. Zwischenzeitlich sah es so aus, als würden wir berufsbedingt nach Ansbach ziehen, davor war, kurz aber intensiv, das Ruhrgebiet im Gespräch, dann kam eine Zusage aus München, die dann aber zeitgleich mit einem Angebot aus Nürnberg eintrudelte. Nach zwei gemeinsamen Jahren in Bayreuth ziehen wir also nach Nürnberg. Das große, laute und schöne Nürnberg. Mir graut es ein bisschen vor dem Umzug. Mein Mann hat schon mal in der Innenstadt der Frankenmetropole gewohnt. Da war es aber so laut, dass ich mir eine vergleichbare Lage wirklich nicht vorstellen kann.

Ich hänge nun ständig am Telefon und versuche, Vermieter zu erreichen oder stöbere stundenlang nach passendem Wohnraum im Internet. Vier Wohnungen haben wir schon angeschaut, aber wie es aussieht, werden wir noch mal losziehen müssen. Die richtige war bisher einfach noch nicht dabei.

Bis dahin hoffe ich, dass ich das noch ausstehende Referat gut über die Bühne bringe, ganz zu schweigen vom Drittversuch in Umweltrecht. Denn auch wenn sich unser Wohnort ändern wird, mein Studienort bleibt gleich. Ab nächstem Semester werde ich dann wohl von Nürnberg nach Bayreuth pendeln. Vielleicht tut mir die lange Zugfahrt ja gut. Ich weiß, dass ich so manche bestandene Klassenarbeit in der Schulzeit der langen Busfahrt zu verdanken habe.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jun 29, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jun 29, 2015

Studentenleben live

Inklusion in Italien

Vergangene Woche war ich auf einer Exkursion in Brixen und Bruneck, um italienische Schulen anzuschauen und einen Vergleich zwischen dem italienischen und dem deutschen Bildungssystem ziehen zu können. In Italien wird nämlich schon seit einer Ewigkeit Inklusion „betrieben“. Es gibt keine Unterteilung in Gymnasium, Realschule, Haupt- und Sonderschule, sondern (zumindest bis zum 14. Lebensjahr) nur eine Schule für alle. Jeder geht auf die Schule in seinem Einzugsgebiet, es sei denn, er möchte auf eine besondere Privatschule. Die Schule muss dann dafür sorgen, dass alle Kinder sinnvoll unterrichtet werden können – also in einzelnen Fällen einen Integrationslehrer engagieren, der die „normale“ Lehrkraft unterstützt. Idealvorstellung ist, dass ein sogenanntes Teamteaching zwischen Fach- und Integrationslehrer stattfinden kann, der Integrationslehrer ebenfalls als „normale“ Lehrperson akzeptiert wird und für alle Kinder zuständig ist, ob behindert oder nicht. Die Schüler, die Schwächen in einem Bereich haben, bekommen zudem ein entsprechendes Hilfsangebot – im Unterricht sowie in Klassenarbeiten. Zum Beispiel dürfen dyskalkule Kinder einen Taschenrechner benutzen oder Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche eine Prüfung mündlich abhalten und so weiter. Zudem werden alle „zieldifferent“ bewertet, das heißt, dass es keinen innerhalb der Klasse geltenden Notenspiegel geben kann, sondern derjenige eine Eins (beziehungsweise in Italien eine 10) bekommt, der genau das abliefert, was ihm möglich ist. Jeder wird nur an sich selbst und an seinen Fähigkeiten gemessen. Im Prinzip eine logische Sache – wie sollte man auch ein körperbehindertes Kind in Sport bewerten? Oder ein taubstummes in Musik? In der Praxis funktioniert es leider noch nicht perfekt. Auch dieses System hat seine Lücken und Schwachstellen. Trotzdem bin ich beeindruckt, dass es Länder gibt, in denen Inklusion in dieser Form gelebt wird.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jun 26, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jun 26, 2015

Studentenleben live

Abstecher ans Meer (Teil 2)

Schweren Herzens ließ ich meine Surfbretter und die Neoprenanzüge daheim und machte mich nur mit leichtem Gepäck auf in mein Lieblings-Urlaubsland. Alles klappte wunderbar und als ich ankam, waren sämtliche Zweifel wie weggeblasen. Im Nu war ich total in Urlaubsstimmung. Zum entspannten Lesen, ausgiebigen Schlemmen und süßen Nichtstun gibt es meiner Meinung nach einfach nichts Schöneres als kleine französische Küstenorte. Besonders mag ich die Märkte mit frischem Obst und Gemüse und die Fisch-Händler, die ihre fangfrische Ware anpreisen, die Wein-Stände und Käse-Läden … was will man mehr? Und wenn man das alles dann auch noch genießen kann, ohne sich ständig fragen zu müssen, ob das diesen Monat noch im Budget drin ist, weil man seine Eltern dabei hat, die auch das Kochen übernehmen, dann ist das noch viel besser.

Ihr seht schon: Ich habe eine Woche lang sprichwörtlich gelebt wie Gott in Frankreich, Kraft und Pfunde gesammelt und musste dann leider viel zu früh wieder in den tristen Uni-Alltag zurückkehren. Meine Eltern brachten mich zum Bahnhof, der TGV nach Paris und von dort war ich in weniger als fünf Stunden zurück in Münster. Am nächsten Tag, in Gedanken noch bei Fisch, Wein und Käse, marschiere ich bestens gelaunt in meinen Pathologie-Kurs, als mir ein übler Gestank entgegen weht. Das war es dann auch schon wieder mit dem Urlaubsfeeling.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jun 26, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jun 26, 2015