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Studentenleben live

Staatsexamen

Ich weiß nicht, ob man uns für das Denken, die Gefühle und Bedürfnisse unseres zukünftigen Klientels sensibilisieren möchte oder was sonst der Grund dafür ist, dass die Sonderpädagogikstudenten immer eine Sonderrolle im Vergleich zu den übrigen Lehramtsstudenten haben. Ständig hört man in irgendwelchen Informationsveranstaltungen einen Nebensatz wie „Wie das bei den Sonderpädagogen ist, weiß ich nicht, da müssen Sie noch einmal gesondert nachfragen“.

Dass in unserer Ausbildung der Schwerpunkt deutlich stärker auf Pädagogik und Didaktik als auf die Fachwissenschaften liegt, kommt uns im Hinblick auf die Prüfung aber wirklich zu Gute: Im Lehramtsstudium ist es üblich, dass erst am Ende des Studiums das Examen, bestehend aus mündlichen Staatsprüfungen in der Erziehungswissenschaft und den studierten Fächern, stattfindet. Da wir Sonderpädagogikstudenten unser Unterrichtsfach und die allgemeine Pädagogik eher in den ersten Semestern studieren und den Rest erst im fünften Semester beginnen, ist es uns möglich, die vorgezogene Staatsprüfung zu machen. Das bedeutet nicht, dass wir super früh dran sind und schon vor der Regelstudienzeit fertig werden, sondern nur, dass wir die Prüfungen in unserem Fach und in der allgemeinen Erziehungswissenschaft schon vorziehen können und am Ende des Studiums nicht mehr ganz so viel zu tun haben. Dieses System ist natürlich eine tolle Möglichkeit, um die uns sicher auch der ein oder andere Student eines anderen Lehramts beneidet. Endlich kommt unsere Sonderrolle also mal auf schöne Art und Weise zum Tragen. Beziehungsweise: Das sehen wir dann, wenn ich meine Ergebnisse habe. Ich werde mich nämlich nächste Woche offiziell für die Prüfungen im Herbst anmelden.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Mar 22, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Mar 22, 2016

Studentenleben live

Europäischer Gerichtshof

Nach Wochen voller Vorbereitungen und endlosem E-Mail-Verkehr war es endlich soweit: Der Ausflug zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) stand bevor. An einem Sonntagnachmittag checkten die 19 anderen Stipendiaten, ich und eine ehemalige deutsche Richterin am EuGH in eine Jugendherberge in Luxemburg ein.

Den ersten Eindruck von Luxemburg bekamen wir auf dem „Wenzel-Rundweg“, dem größten „Freilichtmuseum“ des Landes, auf dem wir sowohl den im Tal gelegenen als auch festungsähnlichen Teil der kleinen Stadt genossen. Nachdem wir die Stadt erkundet hatten, lauschten wir Vorträgen zur Rechtsprechung des EuGH, die uns viel Diskussionsstoff boten. Am nächsten Tag wartete dann das Highlight des Ausflugs auf uns: der Besuch am EuGH. Dementsprechend aufgeregt sprangen wir trotz Schlafmangel hochmotiviert in den Bus, um das im Morgenlicht schimmernde höchste europäische Gericht zu erblicken. Jedes „CURIA“-Zeichen wurde wild fotografiert und jede Person, die an uns vorbeilief, neugierig beäugt – ist das vielleicht einer der Richter?

Zuerst bekamen wir eine kleine Einführung in den aktuellen Fall, bevor wir in den großen Sitzungssaal durften. Ich fand es unglaublich beeindruckend, die Richter in ihren roten Roben unter dem goldenen Himmel des Sitzungssaals zu sehen, wie sie den Vorträgen der Parteien lauschten. Dank unserer Begleitung wurden uns den ganzen Tag alle Türen geöffnet. Thomas von Danwitz, der aktuelle deutsche Richter, musste unser Treffen zwar leider kurzfristig absagen. Frau Juliane Kokott, eine Generalanwältin, sprang jedoch für ihn ein.

Zum Schluss gab es noch eine exklusive Führung durch den EuGH und die Bibliothek, die insgesamt zehn Kilometer Bücherreihen aufweisen kann. Das Résumé von diesen zweieinhalb Tagen? Jura kann manchmal schon ziemlich toll sein.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Mar 21, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Mar 21, 2016

Studentenleben live

Jacksonville, Florida

Inzwischen neigt sich der Aufenthalt bei meiner Tante in den USA wieder dem Ende zu. Im ersten Moment klingt es wahrscheinlich ein bisschen verrückt, für eine knappe Woche nach Florida zu fliegen, aber da ich danach nach Mexiko reise, liegt Florida praktisch auf dem Weg.

Den ersten Tag in Jacksonville habe ich damit verbracht, gemütlich auszupacken und schwimmen zu gehen. Am Abend spazierte ich mit meiner Tante noch durch das wunderbare St. Marco. Das ist das Viertel, in dem meine Familie wohnt und da es direkt am Fluss liegt und von alten Eichen umgeben ist, besitzt es einen märchenhaften Flair.

Am Samstag ging ich mit meinen Verwandten zu einem Kunstmarkt, bei dem es vor allem Bilder und Schmuck gab. Wir bestaunten die Stände und aßen Holzofenpizza. Abends haben wir ein Konzert besucht. Die Musik war toll, doch das Verhalten des Publikums irritierte mich: ständig ist jemand aufgestanden, noch nachgekommen oder hat geredet. Meiner Empfindung nach, ist das in Deutschland nicht so. Als wir Sonntagmorgen Frühstücken gingen, fielen mir erneut Unterschiede zu meiner Heimat auf. In den Genuss von Kaffee aus der Espressomaschine kommt man in den USA nicht, stattdessen essen die Leute gerne Speck, Krabben, Eier, French Toast und American Pancakes. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Gepflogenheiten in Mexico so sein werden.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Mar 18, 2016
Autor: Maja
Rubrik: studium
Mar 18, 2016