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Studentenleben live

Strafrecht vs. Emotion

Im Moment beschäftige ich mich mit Strafrecht. Und wenn ich das dazugehörige Lehrbuch so durchblättere, falle ich manchmal echt vom Glauben ab … Die vorgestellten Fallbeispiele sind nämlich zum Teil ziemlich krass.

Beispiel 1: A überredet B, an einen Katzenkönig zu glauben. Eine Zeitlang beten beide den Katzenkönig an, bis A schließlich B eröffnet, dass es zur Rettung der Welt nur noch eine Lösung gibt: eine Opfergabe. Geopfert werden soll B. B zweifelt erst ein bisschen, aber nach einigen Überredungskünsten wird ihm klar, dass A recht hat: Er muss sich töten, um die Welt zu retten.

Beispiel 2: Die Ehefrau schlägt ihrem Ehemann drei Mal mit der Bratpfanne auf den Hinterkopf, dann verlässt sie den Raum. Ihre Tochter kommt herein und schlägt dem Vater ebenfalls mit der Bratpfanne auf den Kopf, bevor sie den Raum wieder verlässt. Schließlich kommt die Ehefrau wieder und schlägt ihm noch ein letztes Mal auf den Kopf. Der Mann stirbt. Wer ist für die Tötung nun verantwortlich?

Beispiel 3: A und B überschütten C mit Kerosin, stellen ihn auf den Balkon und zünden ihn an. Zu ihrer Überraschung fängt er schnell an, lichterloh zu brennen – ein Ergebnis, mit dem sie so nicht gerechnet hatten. Zunächst versuchen sie, ihn mit Decken und Tüchern zu löschen, dann holen sie Wassereimer – das Leben des C können sie trotzdem nicht retten.

Diese ganzen Fälle sind so erschütternd. Man liest nicht nur von unglaublich grausamen Taten, sondern auch über unglaublich traurige Schicksale. In vielen Fällen kann ich die Motive und Umstände der Tat zwar menschlich nachvollziehen, aber das Strafrecht muss sie trotzdem bestrafen. Und immer mal wieder sind auch solche dabei, bei denen mir einfach ein kalter Schauer über den Rücken läuft. So was gibt es tatsächlich? Das ist nicht nur ausgedacht und stammt aus irgendeinem Tatort-Drehbuch?

Ich hatte mal über eine Karriere am internationalen Strafgerichtshof nachgedacht. Aber wenn mich schon bei einem „einfachen“ deutschen Strafrechtsfall das Grauen packt, will ich gar nicht wissen, wie ich bei einem Völkermörder reagieren würde. Nein, danke! Dann ist es mir doch lieber, mich damit zu beschäftigen, ob A jetzt einen Anspruch gegen B hat oder nicht. Da ist wenigstens nicht so viel Emotionalität dabei.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 17, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 17, 2016

Studentenleben live

Alle Jahre wieder!

Es ist wieder soweit: der Sommerurlaub ist gebucht und die Kontoauszüge zeigen rote Zahlen. Arbeit muss her! Ich gehöre zu den Studierenden, die in ihren Semesterferien nicht nur Pflichtpraktika über mehrere Wochen absolvieren, sondern auch mies bezahlte und körperlich anstrengende Arbeit annehmen müssen, um etwas im Geldbeutel zu haben. Die Suche nach Ferienjobs raubt mir immer wieder aufs Neue alle Nerven. Erstmal musste ich herausfinden, welche Unternehmen überhaupt Jobs in meiner Umgebung anbieten. Viele der Firmen stellen meines Erachtens oft nur die ein, deren Verwandtschaft im Unternehmen beschäftigt ist, die also sozusagen einen Bekannten-Bonus besitzen. Es gibt aber auch Unternehmen, ich nenne sie die „Kurzentschlossenen“, die sich am Abend vor Arbeitsbeginn melden und sagen, ich könnte morgen um sieben Uhr anfangen – oder sie schicken mir zwei Tage vor Arbeitsbeginn eine Absage. Zudem kenne ich noch die „Mindestlohnfirmen“, die Studierenden wirklich nur 8,50 Euro in der Stunde bezahlen.

Wenn man dann schließlich doch Arbeit findet, wartet der Schichtplan auf einen, in dem sich Spätschicht an Spätschicht reiht. Und während andere an einem sonnigen Nachmittag immer schön um zwei Uhr nach Hause gehen, fange ich dann häufig erst an.

Etwas ungläubig entdeckte ich dann aber eine Anzeige von einer Firma, die keine klischeehafte Ausbeuterfirma zu sein schien. Sie sucht für knapp zwölf Euro Stundenlohn einen Ferienarbeiter. Natürlich gab es direkt einen Haken daran, denn leider existierte die Telefonnummer nicht und meine Mail kam offenbar auch nicht an. Also bin ich weiter auf der Suche nach einem Job – und die Semesterferien rücken beständig näher.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  May 12, 2016
Autor: Eva
Rubrik: studium
May 12, 2016

Studentenleben live

Umzug

Eine Woche wohne ich nun schon in meinem neuen WG-Zimmer im Ludwigsburger Stadtteil Oßweil und habe das Gefühl, bereits alle möglichen Wetterverhältnisse aus den neuen Fenstern gesehen zu haben. Noch immer stehen unausgepackte Kisten herum, denn irgendwie habe ich nicht genügend Platz. Ich habe zwar mehr Schubladen am neuen Schreibtisch und ein größeres Bücherregal, aber dafür einen kleineren Kleiderschrank und weniger Platz im Bad. Mal schauen, wie lange es noch dauert, bis ich mich vernünftig eingerichtet habe.

Zudem fehlt momentan leider auch noch der Internetzugang, der erst in einer Woche eingerichtet wird. Bis dahin nutze ich fast täglich das PC-Angebot in der Uni, wo es mir zwar ein bisschen seltsam vorkommt, mit einem TAN-Generator zu hantieren, aber was will man machen? Und auch so muss ich sagen, dass ich noch nicht so richtig angekommen bin. Wenn mein Freund nach einem Wochenendbesuch wieder fährt, fühle ich mich ziemlich verlassen, obwohl ich weiß, dass er wiederkommt. Ich habe einfach zu viel Zeit zum Nachdenken. Ich wollte mich zwar nie der Personengruppe zuordnen, die den ganzen Tag den Fernseher laufen hat, um sich nicht allein zu fühlen, aber irgendwie ist es schon ein bisschen zu einem Ritual geworden, abends vor dem Schlafen noch eine Serie zu schauen. Alles in allem brauche ich wohl noch etwas, um mich in der neuen Wohnung wirklich zu Hause zu fühlen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  May 11, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
May 11, 2016