Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Gruppenarbeiten

Ich hasse Gruppenarbeiten. Es ist sicher nicht das erste Mal, dass ich mich darüber auslasse, aber es nervt einfach. Ich kann ja verstehen, dass Dozenten es für wertvoll erachten, uns auch soziale Kompetenzen zu vermitteln, indem sie uns zusammen Dinge erarbeiten lassen. Schließlich ist das im späteren Berufsleben wichtig, da man auch Kollegen hat, mit denen man sich arrangieren muss. Dennoch finde ich es sehr schwierig, Absprachen mit vier Personen zu treffen, die alle einen vollen Stundenplan und ein Leben neben der Uni haben – und teilweise nicht einmal in der Stadt wohnen. Es ist problematisch, Aufgaben fair zu verteilen, wenn die Personen unterschiedliche Nachweise im jeweiligen Seminar benötigen und verschieden viel Zeit und Mühe zu investieren bereit sind.

Manchmal bin ich ein wenig unglücklich darüber, an der Pädagogischen Hochschule zu studieren, weil hier alles so persönlich ist. Manchmal hätte ich einfach gerne mehr Vorlesungen, mehr Klausuren und mehr eigenständiges Arbeiten. Dann muss ich mich zwar selbst tadeln, wenn ich nicht zu Rande komme, aber wenigstens muss ich mich nicht auf Menschen verlassen, die ich gar nicht kenne. Ich weiß genau, was ich erledigt habe und was nicht und wie gut oder schlecht ich auf mein Referat vorbereitet bin. Ein typischer Einzelkämpfer bin ich nicht – und will es auch gar nicht sein. Ich halte mich selbst für teamfähig und kompromissbereit, aber manche Menschen sind es meiner Ansicht nach nicht und ich halte es für unwahrscheinlich, dass sie das in Gruppenarbeiten lernen, in denen sie sich aus der Affäre ziehen und anderen die Arbeit überlassen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jun 1, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jun 1, 2016

Studentenleben live

Ich bin ein INGRI

Ab heute bin ich offiziell ein „INGRI“ – ein Information Guide for Refugees and Immigrants, der im Rahmen des neuen Uni-Projekts „we.inform“ zu Flüchtlingsunterkünften fährt und den Neuankömmlingen erklärt, wo sie sich informieren können.

Ich finde das Projekt richtig gut. Die Initiatorin hat sich schon vor dem Projektstart viel für Flüchtlinge engagiert, als ihr ein Flüchtling den entscheidenden Denkanstoß gab: „Ihr habt in Deutschland so viele gute Projekte, wir wissen nur nichts davon.“ Also hat sie „we.inform“ ins Leben gerufen und in enger Rücksprache mit Flüchtlingen Flyer entworfen, mit Wissenswertem zu den vielen Unterstützungsangeboten in Hamburg und nun ein Einführungswochenende für uns „INGRIS“ organisiert. Und dieses war wirklich interessant. Am meisten beeindruckt hat mich das Gespräch mit drei syrischen Flüchtlingen, die von ihren Erfahrungen und ihrer Flucht erzählt haben. Wie sie in Mazedonien aus Angst vor der Polizei bei bitterer Kälte im Wald übernachtet haben. Und wie sie mit Erstaunen gesehen haben, wie sich ein Mädchen dem Willen ihres Vaters widersetzt.

Am meisten berührt hat mich die Geschichte eines Jungen, der sich eine Hand gebrochen hatte und nach der Eingipsung den Arzt gefragt hat, wo er sich den Gips entfernen lassen kann. „Nicht hier, dieses Krankenhaus ist für Deutsche“, hatte der Arzt geantwortet – eine Antwort, die der Syrer überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Sollte ein gebildeter Mann nicht verstehen, dass jemand, der nach vier Jahren Bürgerkrieg aus Syrien flieht, keine Wahl hat? Dass dieser sein bisheriges Leben, seine Familie und seine Heimat hinter sich gelassen hat? Aber die drei Syrer strotzen nur so vor Energie und Ehrgeiz, sich auch in Deutschland ein neues, erfolgreiches Leben aufzubauen. Und wenn man hört, wie gut ihr Deutsch schon nach sechs Monaten Deutschkurs ist, hat man keine Bedenken, dass dieser Plan auch aufgeht.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 31, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 31, 2016

Studentenleben live

Master oder nicht?

Was macht man mit einem Bachelor of Arts im Fach Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Geschichte? Nochmal eine Ausbildung in einem bodenständigeren Beruf, wie zum Beispiel Bäcker, Gärtner oder Koch? Ich spiele wirklich mit dem Gedanken eine Ausbildung zu machen, der Lehrplan der Berufsschule für Köche hier sieht ganz interessant aus: Getränkekunde, Arbeiten im Service und so weiter.

Andererseits gäbe es da noch diverse Masterstudiengänge, die mich interessieren würden. Kriminologie und Gewaltforschung an der Universität in Regensburg zum Beispiel. Ein Mix aus verschiedenen Disziplinen, doch genau das ist ja das Problem, wenn man sich nicht eindeutig in Schubladen einordnen lässt: Ich liebe sowohl handwerkliches Arbeiten, weil man etwas erschaffen kann und das Resultat gleich vorliegt. Auf der anderen Seite finde ich Gedankenwelten und Theorien faszinierend. Wenn ich keine ausgewogene Kombination von Theorie und Praxis habe, werde ich unzufrieden. Leider ist unser Ausbildungssystem aber in der Regel so aufgebaut. Ich muss mich für das eine oder andere entscheiden. Ausbildung zum Koch? Mehr Praxis, weniger Theorie. Master an der Universität? Mehr Theorie, aber weniger Praxis.

Ein weiteres Problem bei einem körperlich anstrengenden Beruf wäre da noch das Älterwerden. Wenn ich mir vorstelle, dass ich als Köchin mit sechzig Jahren noch bis in die Nacht körperlich hart arbeiten muss, dann weiß ich nicht, ob mir das gefällt. Mal sehen, für was ich mich nun letztendlich entscheide.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 30, 2016
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 30, 2016